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07.10.2009 Edmund E. Lindau

Social Networks bleiben beliebte Ziele für Cyberkriminelle

F-Secure zieht Bilanz über Highlights und wichtige Themen aus dem vergangenen Quartal.

Die Anzahl der Breitband-Internetanschlüsse steigt kontinuierlich, aber die Rechnerleistung konnte nicht mit den Anforderungen der Software Schritt halten. Als Resultat hat sich die Softwareindustrie auf "abgespeckte" Software mit optimierter Performance fokussiert. Die Markteinführung des Mac OS Snow Leopard im August, auf dem eine Antivirussoftware gegen Trojaner integriert ist, war bereits ein erstes Zeichen für den neuen Trend. Das für demnächst von Microsoft angekündigte Windows 7 ist ressourcenschonender und sicherer als der Vorgänger Windows Vista, dessen Feature der Benutzerzugangskontrolle oft dazu führte, dass viele User die Anwendung komplett ausschalteten. Und Google ließ kürzlich wissen, dass das bevorstehende Google Chrome OS minimalistisch ausgestattet daherkommt, da die meisten Applikationen im Internet bereitgestellt werden.

SICHERES SURFEN Im dritten Quartal hat Firefox das neue, private Browsing-Feature vorgestellt. Zudem hat Firefox 3.5.3 eine Benachrichtigung bei der Nutzung von veralteten Versionen des Adobe Flash Players eingeführt, da die überholten Versionen oft ein Sicherheitsrisiko für Internet-User darstellen.

Microsoft und Yahoo haben vor Kurzem eine Vereinbarung getroffen, dass die Suchmaschine Yahoo durch Bing ersetzt wird. Microsoft hofft mit den neuen Features von Bing, so zum Beispiel einem Suchergebnisfilter für Eltern, Google die Stirn bieten zu können. Sichere Resultate von Internetrecherchen sind generell ein sehr wichtiger Aspekt für die Nutzer, wie sich in Q3 wieder zeigte. Die Todesmeldungen von Michael Jackson, Farrah Fawcett und Patrick Swayze wurden von Cyberkriminellen durch gezielte Attacken auf die Auswahl der Suchergebnisse schamlos ausgenutzt, indem die User zu infizierten Seiten weitergeleitet wurden. Auch die Schweinegrippe war ein emotionaler Aufhänger, um User auf betrügerische Seiten weiterzuleiten.

SOCIAL MEDIA UND NETZWERKE UNTER BESCHUSS Nicht zuletzt dadurch, dass Facebook im September erstmals 300 Millionen Nutzer erreichte, gehören soziale Netzwerke zu den wichtigsten Zielen von Internet-Kriminellen und politisch motivierten Angriffen. Persönliche Netzwerke basieren maßgeblich auf vertrauenswürdiger Authentifizierung, Nutzer-Accounts, die von Kriminellen missbraucht wurden und auf schädliche Seiten verlinkten, haben das Vertrauen daher stark erschüttert.

F-Secure mahnt die User zu einem starken Passwortschutz und weist nachdrücklich darauf hin, dass die Passwörter von Facebook und dem privaten Mail-Account unterschiedlich sein sollten. Im Rahmen eines Hacker-Angriffs wurde Twitter im August mit Botnets direkt verlinkt, Twitter-Accounts wurden darüber hinaus schon mehrfach missbraucht, um gefälschte und schädliche Antivirenprodukte zu bewerben.

Im August wurden die Accounts eines georgischen Bloggers bei Twitter, Facebook, LiveJournal, Google's Blogger and YouTube von einer politisch motivierten DDoS-Attacke überflutet, wie Elinor Mills auf CNET berichtete. Bei einem anderen koordinierten DDoS-Angriff am malaysischen Nationalfeiertag, den 31. August, haben Hacker einen in Malaysia ansässigen Web Host angegriffen und über 100 der von ihm verwalteten Webseiten manipuliert, inklusive der Website des malaysischen National Instituts, Universitäten, Medien und Geschäftswebseiten.

COMEBACK DER MOBILEN BEDROHUNGEN Bezüglich der Mobilfunk-Sicherheit wurden in diesem Quartal Neuerscheinungen des SMS-Wurms Yxe (aka Sexy View) in Form von Sexy Space gesichtet, die ähnlich wie das Original funktionieren. Die neue Variante des Yxe.D ist mit dem Symbian-Symbol, einem Zertifikat von einem anderen chinesischen Unternehmen, als die frühere Version gekennzeichnet.

Auch der altbekannte "Anruf in Abwesenheit"-Betrüger ist wieder aufgetaucht. Dabei handelt es sich um einen Anruf von einer unbekannten internationalen Nummer. Wenn die Zielperson zurückruft, ertönt das Besetztzeichen, gleichzeitig wird der Anruf mit einer Premium-Rate teuer in Rechnung gestellt. F-Secure rät in diesem Falle eine Google-Suche oder WhoCallsMe-Suche nach ungewöhnlichen Nummern, bevor man zurückruft. So lassen sich unschöne Überraschungen auf der Telefonrechnung vermeiden.

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