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08.11.2009 Ramon Schwenk*

Windows-PCs im Netz absichern - Die besten Tools zum Schutz persönlicher Daten

Phishing-Angriffe, Bespitzelung und Spam können jeden treffen. Deshalb tut Selbstschutz Not. Ein wichtiges Hilfsmittel dazu sind Security-Tools. Wir stellen Programme vor, die Windows-PCs im Netz sicherer machen und vor Betrüger schützen.

Wer eine Funktionsstörung beseitigen, mehr über das Innenleben eines Rechners erfahren oder Hardware das letzte bisschen Leistung entlocken möchte, kann dazu auf eine Reihe in der Praxis bewährter Tools zurückgreifen. Allerdings gibt es bei Troubleshooting-Tools nur wenige Alleskönner, vielmehr bieten sich gerade zur Fehlerdiagnose auf bestimmte Komponenten spezialisierte Diagnoseprogramme an. Sie sind nicht nur bei der Analyse bestehender Problemherde nützlich, sondern auch beim Aufspüren von Schwachstellen, die sich noch im Vorfeld aus dem Weg zu räumen lassen.

Nicht nur User, auch Administratoren profitieren von Troubleshooting-Tools: Wer ein paar passende Programme auf CD oder USB-Stick dabei hat, kann sofort mit dem Hardware-Check beginnen. Praktisch sind die Tools auch beim Aufrüsten, um auch exotische Hardware zweifelsfrei zu identifizieren.

SPYBOT: TROJANER UND KEYLOGGER ENTTARNEN Ob absichtlich oder versehentlich: Wer Zugang zu Ihrem PC hat, kann das System mit Spyware oder Keyloggern infizieren, die Ihre Nutzungsgewohnheiten erforschen. Software-Bösewichten versucht das für Privatnutzer kostenlose Spybot Search & Destroy entgegenzutreten.

Fingerprints updaten: Spybot Search & Destroy kann Schnüffelprogramme nur dann erfolgreich entdecken, wenn es seine Gegner genau kennt. Dazu verwendet die Software eine Fingerprint-Datenbank, die Sie noch vor dem Prüflauf des Systems aktualisieren sollten.

Malware finden: Spyware geht es mit „Überprüfen“ an den Kragen. Das Tool untersucht nun potentielle Schlupflöscher, in denen sich Bespitzelungsprogramme typischerweise festsetzen. Ein paar Minuten müssen Sie warten, dann hat Spybot mögliche Schädlinge ausfindig gemacht. Welche das im Einzelnen sind, zeigt ein Prüfbericht.

System impfen: Ist der Rechner entseucht, kann er bereits kurzer Zeit wieder von neuer Spyware befallen sein. Um Malware am Eindringen möglichst zu hindern, können Sie Ihr System von Spybot impfen lassen. Den Präventivschutz richten Sie mit einem Klick auf „Immunisieren“ ein.

WATCHDOG FB: SYSTEMMANIPULATION ERKENNEN Ob jemand an Ihrem Rechner unbefugt Dokumente verändert, beispielsweise eine Office-Datei gekürzt oder ein Digitalfoto retuschiert hat, lässt sich gar nicht so einfach feststellen. Ein paar Tricks gibt es allerdings, die Ihnen ohne große Umstände verraten, ob Dateimanipulation im Spiel war.

Ordnerliste erstellen: Welchen Sie mit „Start, Ausführen“ in die Eingabeaufforderung. Tippen Sie den Befehl dir c: /o:-d /s > dateien.txt. Damit Schreibt Windows eine Dateiliste aller Verzeichnisse (/s) des Laufwerks C: sortiert nach Datum (/o) in eine TXT-Datei. Laden Sie die Datei in einen Editor wie dem kostenlosen Notepad++ und suchen Sie dort nach Datum.

Dateien überwachen: Eine automatische Dateiüberwachung auf Veränderungen hin aktivieren Sie mit der Software LauschAngriff. Das Gratis-Tool erkennt Schreibzugriffe, Veränderungen an den Dateiattributen sowie umbenannte oder gelöschte Dateien.

Alarm schlagen: Die Freeware Watchdog FB (Download unter www.blank-online.net) kann Ordner auf dem PC überwachen und Sie im Falle von Änderungen per Mail alarmieren. Geänderte Dateien lassen sich auf Wunsch auch in einen anderen Ordner kopieren oder verschieben.

TOTAL COMMANDER: GEÄNDERTE DATEIEN ERKENNEN Guten Suchkomfort in Sachen veränderte Dateien bietet der Dateinavigator Total Commander (Vollversion: 28 Euro). Starten Sie das Tool, gehen Sie zum Laufwerk C: und drücken Sie Alt-F7. Bringen Sie die Registerkarte „Erweitert“ nach vorne. Bei Nicht älter als geben Sie die Anzahl in Tagen ein, nach denen das Tool suchen soll, beispielsweise 2 für alle zwei Tage alten Dateien.

Heimliche Veränderungen am System und der Registry lassen sich mit Winpooch diagnostizieren. Das kostenlose Security-Tool überwacht wichtige Systemverzeichnisse und die Registry in Echtzeit und registriert jede Änderung. Auf diese Weise können Sie unerlaubte Modifikationen feststellen und die betreffenden Programme löschen, so dass das Tool einen guten Schutz vor Spyware bietet, bevor diese Schaden anrichten.

USB-BLOCKER PLUS: DATENKLAU DURCH SPERRFUNKTIONEN VERHINDERN Die folgenden Utilities erschweren Datendiebstahl bei physikalischem Zugang zum Windows-Recher.

USB-Stick sperren: Für 20 Euro zu haben ist die Shareware USB-Blocker Plus (Download unter www.usb-blocker.de). Das Programm für Windows XP verhindert den Datenklau über ein per USB angeschlossenes Speichermedium, etwa einen USB-Stick oder eine externe Festplatte. Gut: USB-Blocker schränkt die Funktion des USB-Ports nicht generell ein.

Sperre einrichten: Die Software Sticksecurity Home Edition (Registrierung: 12 Euro) sorgt dafür, dass sich der Rechner nur nutzen lässt, wenn ein bestimmter Wechseldatenträger, etwa ein USB-Stick, angeschlossen ist. Ziehen Sie den Stick ab, wird der PC standardmäßig gesperrt. Stecken Sie ihn wieder an, geht es weiter.

Programmdateien verschlüsseln: An viele Dokumente kommen Schnüffler nur über die zugehörige Anwendungs-Software heran. Wenn Sie den Start des Programms an die Eingabe eines Kennworts koppeln, kann niemand außer Ihnen die Daten einsehen. Dazu brauchen Sie ein Tool wie das 20 Euro teure EXE Passwort (aktuelle Version für Windows Vista, XP, 2000 und 98/ME hier). Auch das Tool SecretExe versieht Programme mit einer Passwort-Abfrage.

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