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10.11.2009 apa/Rudolf Felser

Ex-Mitarbeiter können IT-Sicherheit gefährden

Das größte Risiko für die IT-Sicherheit eines Unternehmens sind nicht etwa Datenlecks oder Schadprogramme, sondern frustrierte Ex-Angestellte. Das legt zumindest eine Studie von Ernst Young nahe.

Für die Untersuchung wurden weltweit mehr als 1.900 Führungskräfte befragt. Demnach befürchten drei Viertel der Manager mögliche Vergeltungsaktionen von kürzlich ausgeschiedenen Mitarbeitern.

42 Prozent setzen sich laut Studie bereits mit dem Risikofaktor Ex-Mitarbeiter auseinander, 26 Prozent ergreifen aktiv Maßnahmen dagegen. "Mitarbeiter, die derzeit entlassen werden, können die unterschiedlichsten Ressentiments gegenüber ihrem ehemaligen Arbeitgeber entwickeln", so Gunther Reimoser, Partner bei Ernst Young Österreich in einer Aussendung. So würden insbesondere IT-Systeme zunehmend zur Zielscheibe. Auch die Fälle von Datendiebstahl nähmen zu.

Trotz vermehrter unberechtigter Zugriffe auf sensible Daten sind die meisten Firmennotebooks unzureichend geschützt. Nur 41 Prozent der Befragen gaben an, Daten auf Laptops zu verschlüsseln und lediglich 17 Prozent planen, dies 2010 zu tun. Für Reimoser ist das "ein alarmierendes Ergebnis". Im deutschsprachigen Raum sei hier jedoch im internationalen Vergleich eine gestiegene Aufmerksamkeit zu beobachten.

Auf der anderen Seite wollen viele Führungskräfte aufgrund der gehäuften Datenschutzverstöße auf Datenschutz setzen. Für 40 Prozent der Befragten ist die sogenannte Date Leakage Prevention (DLP) eine ihrer Top-Drei-Prioritäten für das kommende Jahr.

Sorgen bereitet den Managern auch ihr unzureichendes Budget für IT-Sicherheit. Heuer bezeichnete dies etwa die Hälfte als große Herausforderung. Vergleichen mit 2008 bedeutet das einen Zuwachs von 17 Prozentpunkten. Dies ist laut Ernst Young bemerkenswert, da 52 Prozent der Befragten ihr Jahresbudget für IT-Sicherheit im Vergleich zu den Gesamtausgaben nicht verändern wollen. 40 Prozent planen sogar eine Erhöhung. In Österreich sowie im gesamten deutschsprachigen Raum gebe es hier eine "deutlichere Zurückhaltung". (apa)

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