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18.11.2009 Edmund E. Lindau

MS-Security Intelligence: Würmer wieder im Kommen

Microsoft hat den neuen Microsoft Security Intelligence Report veröffentlicht. Demnach ist die Infektion mit Computer-Würmern während der ersten Jahreshälfte 2009 im Vergleich zum Vorhalbjahr weltweit um fast 100 Prozent gestiegen.

Der SIRv7 zeigt erstmals, wie Best Practices in einzelnen Ländern zu einer beständigen Reduzierung des Schadsoftware-Befalls geführt haben. So waren zum Beispiel in Deutschland und Österreich die Infektionsraten von PC mit Schadsoftware mit 0,3 beziehungsweise 0,21 Prozent vergleichsweise gering. Der weltweite Durchschnitt lag bei 0,87 Prozent.

Gleichzeitig ist in Unternehmen die Infektion mit Computer-Würmern während der ersten Jahreshälfte 2009 im Vergleich zum Vorhalbjahr weltweit um fast 100 Prozent gestiegen. Auch gefälschte Sicherheitssoftware bleibt eine große Gefahr für Kunden, obwohl 20 Prozent weniger Anwender davon betroffen waren. Am deutlichsten zurück ging die Trojaner-Familie Zlob, die vor zwei Jahren noch die größte Bedrohung darstellte, und zwar seitdem um das Zehnfache. Dies liegt zu einem großen Teil an Microsofts Aktivitäten zur Entfernung dieser Schadsoftware sowie der sorgfältigen Software-Aktualisierung durch Kunden.

ANALYSE VON CERT.AT Aktuelle Untersuchungen von Aaron Kaplan von CERT.at zeigen, dass die Länder, die besonders stark von Conficker betroffen waren, laut BSA eine hohe Rate an unlizensierte Software aufweisen. Bei genauer Betrachtung zeigt sich auch, dass das automatische Windows-Update ein maßgeblicher Faktor für die Sicherheit der Windows-Installationen ist. Dieses ist in legitimen Installationen meist aktiviert, wo hingegen bei unlizensierten Systemen die »Windows Genuine Advantage«-Überprüfung (WGA) eine psychologische Barriere darstellt. »Wegen der hohen Rate an legal erworbener Software in Österreich fällt WGA bei uns weniger ins Gewicht,« so L. Aaron Kaplan, »somit sind die Windows-PC in Österreich im Vergleich zu Entwicklungsländern besser geschützt.«

ENGE KOOPERATION MIT INTERNETPROVIDERN Zusätzlich unterstützen enge Beziehungen zwischen den Internet Service-Providern (ISP) und schnelle Internetverbindungen die Installation von Sicherheitsupdates. Auch in Deutschland wurde die Zusammenarbeit zwischen dem Computer Emergency Response Team und den ISP intensiviert, um die Aufmerksamkeit gegenüber Botnets zu erhöhen, Infektionen zu entdecken und befallene Computer zu isolieren. »Die geringe Infektionsrate zeigt, dass die gesamte IT-Branche auf dem richtigen Weg ist«, erklärt Gerhard Göschl, Sicherheitssprecher von Microsoft Österreich. »Nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Providern und Partnern können wir einen wirksamen Schutz der Internet-Nutzer ermöglichen. Damit diese das Internet weiterhin vertrauensvoll nutzen können, werden wir gemeinsam mit anderen Anbietern unsere zahlreichen Anstrengungen auf verschiedenen Ebenen weiter ausbauen."

GEFAHR DURCH GEFÄLSCHTE SICHERHEITSSOFTWARE Neben den Schadprogrammen im engeren Sinne besteht nach wie vor eine große Bedrohung durch gefälschte Sicherheitssoftware. Diese Schadsoftware wurde in der ersten Jahreshälfte 2009 von mehr als 13 Millionen Computern weltweit durch Produkte und Services von Microsoft entfernt. Im vorangegangen Halbjahr waren es 16,8 Millionen.

Trotz des leichten Rückgangs sollten Computer-Nutzer weiterhin prüfen, ob sie Sicherheitssoftware aus vertrauenswürdiger Quelle einsetzen und diese ständig aktualisieren.

KOSTENLOSE SECURITY ESSENTIALS FÜR PRIVATE Um den Sicherheitstrend zu verbessern hat Micosoft speziell für Privatanwender zuletzt am ersten Oktober seine neuen Security Essentials (MSE) als kostenlose Sicherheits-Software zum Download freigegeben. Sie soll PC nun noch besser vor Viren, Spyware, Trojanern und anderen schädlichen Programmen schützen. Updates in Echtzeit und zahlreiche neue Technologien – wie zum Beispiel das Dynamische Signatur Service – erhöhen die Sicherheit in der gesamten Windows-Umgebung und bieten dem Heim-Anwender rund um die Uhr verbesserten Schutz. Die Software kam in acht Sprachen für 19 Länder auf den Markt.

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