Cyber-Kriminalität untergräbt Vertrauen in Social Networking Detail - Computerwelt

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21.01.2010 Rudolf Felser

Cyber-Kriminalität untergräbt Vertrauen in Social Networking

Die im Rahmen einer Untersuchung von RSA befragten Internet-Nutzer äußerten Sicherheitsbedenken auch beim Online-Banking, im Gesundheitswesen sowie in der öffentlichen Verwaltung.

RSA, The Security Division of EMC, hat die Ergebnisse des "RSA 2010 Global Online Consumer Security Survey" veröffentlicht. Die Studie gibt Einblick in Ansichten und die zunehmenden Besorgnisse von Menschen in Bezug auf die Sicherheit ihrer persönlichen Daten in sozialen Netzwerken sowie bei Online-Transaktionen mit Banken, Versicherungen oder Behörden. Die Studie dokumentiert außerdem ein wachsendes Bewusstsein für die Bedrohungen, die sich durch Trojaner, Phishing andere Spyware-Attacken auftun. Dies führe dazu, dass Internet-Nutzer in Zukunft eher zurückhaltend mit der Bereitstellung persönlicher Informationen im Internet umgehen wollen, so RSA in einer Aussendung. Zudem bestehe erhöhte Bereitschaft, strengere Sicherheitsvorkehrungen zu akzeptieren und einzusetzen. Befragt wurden mehr als 4.500 aktive Internet-Nutzer aus 22 Ländern in Europa, Amerika und Asien.

Zwar würden sich jeden Tag hunderttausende Menschen in sozialen Online-Netzwerken anmelden, 65 Prozent der von RSA befragten aktiven Online-Netzwerk-Nutzer sagen jedoch, dass sie aufgrund von Sicherheitsbedenken künftig eher weniger Informationen in Online-Communities einbringen wollen. Der Grund: Soziale Netzwerke rücken aufgrund ihrer globalen Erreichbarkeit und der hohen Nutzungsfrequenz verstärkt ins Visier von Cyber-Kriminellen, die auf den Diebstahl und Missbrauch persönlicher Daten aus sind. Die Beunruhigung der Nutzer nimmt dementsprechend zu: 81 Prozent der Befragten äußern Bedenken in Bezug auf die Sicherheit ihrer persönlichen Daten.

"Online-Betrüger haben inzwischen Abermillionen Rechner rund um die Welt mit Trojanern und anderer Schadsoftware infiziert", kommentiert Roger Scheer, Regional Sales Director bei RSA. "Die Attacken werden immer ausgeklügelter. Sogar der einfache Besuch der Webseite eines Popstars, Spitzensportlers oder sonstigen Prominenten kann dazu führen, dass ein Trojaner auf dem eigenen PC eingepflanzt wird. Dieser liest die persönlichen Daten des Besitzers aus und sendet sie an die Online-Kriminellen. Unser Job ist es, die Internet-Nutzer so gut es geht davor zu schützen."

BANK- UND GESUNDHEITSDATEN SCHÜTZEN Immer mehr Menschen nutzen das Internet nicht nur zur sozialen Vernetzung mit Freunden und Familie, sondern auch zur Erledigung von Geschäftsvorgängen und behördlichen Angelegenheiten. Auch in diesen Bereichen sind die Sicherheitsbedenken der Befragten hoch. So machen sich 86 Prozent Sorgen über die Sicherheit ihrer persönlichen Daten in vernetzten Banksystemen. Bei der Nutzung von Online-Gesundheitsportalen mit Zugang zu vertraulichen Patientendaten wie Krankengeschichte oder Untersuchungsbefunden sind 64 Prozent der Befragten beunruhigt. Im Bereich der Online-Services der öffentlichen Verwaltung machen sich 68 Prozent der Studienteilnehmer Sorgen um die Sicherheit ihrer Daten. Folge dieser Bedenken ist die Tatsache, dass über die Hälfte der Befragten solche Angebote in Zukunft eher weniger nutzen will, um persönliche Informationen bereitzustellen oder mit den Anbietern zu interagieren.

Um die bequemen Services in Zukunft dennoch sicher nutzen zu können, verlangen die Anwender Sicherheitsmaßnahmen, die über die Abfrage von Username und Passwort hinausgehen. 90 Prozent der Befragten würden schärfere Sicherheitsvorkehrungen nutzen, wenn diese angeboten würden.

Roger Scheer fasst die seiner Meinung nach notwendigen Konsequenzen aus der Umfrage zusammen: "Die Aufklärung und Sensibilisierung der Anwender ist eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen die Online-Kriminalität. Unternehmen und Anwender werden auch weiterhin die Vorteile des Internets nutzen wollen – trotz aller Risiken. Um die Annehmlichkeiten der Online-Welt vollends auszuschöpfen, brauchen Unternehmen einen mehrschichtigen Security-Ansatz, mit dem personenbezogene Informationen wirksam geschützt werden können." (pi/rnf)

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