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Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


22.01.2010 Tobias Weidemann*

Ruckzuck sicher Surfen

Viele PC-Anwender fühlen sich auf unsicherem Terrain, wenn sie im Internet unterwegs sind. Doch sich grundlegend zu schützen ist gar nicht so schwierig: Wir haben 15 einfache Tipps zusammengestellt, mit denen Sie die häufigsten Gefahren ausschließen.

Die Gefahr, im Web Opfer von Abzocke und Spionage zu werden, steigt beständig – und viele Anwender können nicht einschätzen, wo wirklich Fallen stecken und was nur eingebildete Risiken sind. Die meisten Nutzer fühlen sich keineswegs sicher, wenn sie sich im Internet bewegen. Das bestätigt auch Eva Heil, Geschäftsführerin des Internet-Dienstes GMX: „Auch wir bemerken in unserer täglichen Arbeit, dass Anwender sich einerseits sehr wohl der Risiken bewusst sind, andererseits aber mitunter relativ leichtfertig mit ihren persönlichen Daten umgehen, etwa bei der Auswahl von Passwörtern oder der Veröffentlichung ihrer privaten Daten im Internet.“

Viel Schutz mit wenig Aufwand: Dabei ist es gar nicht so schwer, für alle Ihre Aktivitäten im weltweiten Netz einen recht umfassenden Grundstock an Sicherheit herzustellen. Mit wenig Mühe können Sie bereits eine Sicherheit von rund achtzig Prozent erzielen. Nachfolgend haben wir 15 einfache Tipps zusammengestellt, die Ihnen ein ordentliches Maß an Schutz verschaffen. Damit können Sie sich bei Ihren Ausflügen ins Netz bereits relativ sicher fühlen. Aber: Eine Vollkasko-Versicherung ist das nicht – die wichtigste Regel gilt immer noch: Lassen Sie den gesunden Menschenverstand walten, und seien Sie nicht zu gutgläubig.

SO SCHLIESSEN SIE SICHERHEITSLÜCKEN

1. Schließen Sie möglichst viele bekannte Sicherheitslücken Setzen Sie unbedingt die aktuellste Version Ihres Browsers ein, die alle bekannten Sicherheitslücken behebt. Ob es sich dabei um den Internet Explorer handelt, um Firefox oder Safari, ist Geschmackssache. Sorgen Sie außerdem dafür, dass eine aktuelle Sicherheits-Suite installiert ist. Die kann auch kostenlos sein, sollte aber regelmäßig mit den neuesten Virensignaturen ausgestattet werden.

2. Halten Sie Ihren Windows-PC automatisch aktuell Aktualisierungen Ihrer Windows-Installation sollten Sie am besten automatisch über die Auto-Update-Funktion von Windows erledigen lassen. Diesen Dienst erreichen Sie unter XP über „Start, Systemsteuerung, Verwaltung, Dienste“. Rufen Sie hier die Funktion „Automatische Updates“ auf. Unter Vista klicken Sie auf „Start, Alle Programme, Windows Update“ und ändern dort die Einstellungen.

3. Vertrauen Sie nur Hinweisen aus verlässlichen Quellen Stellen Sie sicher, dass es sich bei Aktualisierungshinweisen nicht um Werbe-Pop-ups eines obskuren Software-Anbieters handelt. Am einfachsten geht das über die Adresszeile Ihres Browsers: Aktuelle Programme liefern in solchen Fällen Sicherheitshinweise oder färben die Adresszeile zur Warnung rot ein.

4. Verzichten Sie auf die Darstellung von Active X Active-X-Elemente können nahezu beliebige Operationen auf Ihrem PC ausführen – daher ist dieser Scripttyp grundsätzlich ein Sicherheitsrisiko. Firefox unterbindet von vornherein die Darstellung solcher Elemente. In anderen Browsern, etwa dem Internet Explorer, sind sie dagegen verfügbar. Deaktivieren Sie Active-X-Elemente in den Internet-Optionen des IE (unter „Sicherheit, Stufe anpassen“).

SCHUTZ VOR SPIONEN

5. Setzen Sie auf sichere Passwörter, und loggen Sie sich aus Verwenden Sie unter keinen Umständen unsichere Passwörter (etwa überall dasselbe Kennwort oder ein Passwort, das Dritte erraten könnten). Verlassen Sie Online-Dienste immer über den Log-out-Button, und schließen Sie danach das Browser-Fenster. Andernfalls sind Sie nicht regulär abgemeldet. Im schlimmsten Fall kann dann ein anderer Nutzer Ihre Daten ausspionieren und sogar in Ihrem Namen Bank- und andere Geschäfte tätigen.

6. Schützen Sie sich vor Schädlingen und Spionen Schauen Sie nicht nur darauf, ob Ihr Mailanbieter Faxe oder MMS versenden kann, einen Kalender oder ein Fotoalbum bietet, sondern achten Sie gezielt auf sicherheitsrelevante Funktionen wie einen Virenschutz für Ihre Mails, einen anpassbaren Spam- und Phishingschutz sowie eine sichere SSL-verschlüsselte Verbindung. Falls diese nicht standardmäßig verwendet wird – immer mehr Provider tun dies –, sollten Sie sie explizit einsetzen.

7. Sichern Sie sich die Möglichkeit zur Weiterleitung von Mails Wenn Sie Ihrem Mailprovider einmal den Rücken kehren wollen, etwa weil Sie der Datensicherheit oder dem Schutz der Privatsphäre nicht mehr vertrauen, ist die Weiterleitungsmöglichkeit auf ein anderes Mailkonto wichtig. Alternativ sollten Sie aber auch bei dem neuen Account eine regelmäßige automatische Abfrage (zum Beispiel alle 2 Stunden) des bisherigen Kontos einrichten können. Prüfen Sie bereits bei der Wahl eines Mailproviders, ob diese Funktionen implementiert sind.

8. Nutzen Sie mehrere Adressen, und versenden Sie Mails diskret Um Ihr Mailkonto vor Spam zu schützen, können Sie mit einem Zweitkonto arbeiten. Nutzen Sie eine Adresse für Ihren persönlichen Bekanntenkreis (Kollegen, Freunde, Familie), und verwenden Sie die andere überall dort, wo Sie befürchten, dass Ihre Adresse für Spam missbraucht wird. Denken Sie auch an Ihre Freunde und Bekannte: Mails an einen größeren Empfängerkreis sollten Sie zum Schutz der Empfänger immer nur an eine Adresse (etwa Ihre eigene) schicken. Der große Adressverteiler kann dann per BCC (Blind Carbon Copy) eingefügt werden.

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