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27.01.2010 Edmund E. Lindau

Security-Trends 2010

Der Schutz von Informationen und Daten im Unternehmen wird auch 2010 einen besonders hohen Stellenwert einnehmen. Professionelle Angriffe laufen auf höchstem Niveau.

Sämtliche IT-Security-Unternehmen erwarten für dieses Jahr eine Verschärfung der Sicherheitssituation. Die Gründe dafür sind vielfältig: Entlassungen in konjunkturell schwierigen Zeiten bei gleichzeitig notwendigen Produktivitätssteigerungen, die Überlastung knapp besetzter IT-Abteilungen, aber auch der Umgang mit möglichen Pandemien stellen Firmen vor die Herausforderung, ihre Geschäftstätigkeit in jedem Fall aufrecht erhalten zu können und Informationssicherheit zu gewährleisten.

Sonicwall sieht vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen, bedingt durch die momentane Finanzsituation, große Herausforderungen. Aufgrund der sinkenden Budgets benötigen diese Firmen flexible Angebote zu attraktiven Preisen. IT-Anbieter müssen deshalb enger zusammenarbeiten, gemeinsam lukrative Lösungen und Preismodelle entwickeln und auf die Situation angepasste Services und Unterstützungsmaßnahmen bieten.

Die angespannte wirtschaftliche Situation verstärkte auch die Nachfrage nach Cloud-basierenden Lösungen und den damit einhergehenden Vorteilen wie Kosteneffizienz, flexible Anpassung der IT an aktuelle Erfordernisse sowie Hochverfügbarkeit und Sicherheit. Im Jahr 2010 würden sich Unternehmen intensiver mit diesem Thema befassen und analysieren, welche Anwendungen und Lösungen sich für Cloud Computing eignen und wie sie diese auch schützen können.

MALVERTISING CA stellt für 2010 zwei wichtige Trends fest: Die Zunahme des so genannten »Malvertising« – dabei handelt es sich um mit Malware infizierte Werbung – und die Erwartung, dass es zur Verbreitung eines weiteren Computerwurms, ähnlich dem Conficker-Wurm im Jahr 2009, kommen könnte. Auch werde die Suchmaschinenoptimierung zur Manipulation der Suchmaschinenindizes weiter getrieben

»Aus den Angriffen auf beliebte Internetseiten haben Cyberkriminelle ein Geschäft gemacht; davon versprechen sie sich den größten Gewinn«, so Don DeBolt, Director of Thread Research bei CAs Internet Security Business Unit. »Internetbetrüger kennen die neuesten Trends, große Events sowie die Ferientermine und fokussieren ihr Tun auf Bereiche, in denen sie das beste Ergebnis erzielen können. Suchmaschinen wie Google und Yahoo oder soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook haben eine große Anziehungskraft und locken auch Betrüger an. Zusätzlich zu einer Internet-Sicherheits-Software ist deshalb eine gewisse Erziehung zum Umgang mit diesen Medien ein sinnvolles Mittel, sich gegen aktuelle Gefahren aus dem Internet zu schützen. Die Internet-Nutzer sollten wissen, worauf sie zu achten haben, wenn sie sich im Internet bewegen.«

SOCIAL MEDIA Cisco sieht vor allem im Bereich der Social Media verstärkten Ungemach auf die Unternehmen zukommen, da immer mehr Unternehmen den Wert von sozialen Netzwerken erkennen. Soziale Netzwerke würden dadurch jedoch auch immer stärker zu einem Spielplatz für Cyber-Kriminelle. Nutzer dieser Netzwerke haben großes Vertrauen zu den Mitgliedern ihrer Communities und treffen oft keinerlei Vorsichtsmaßnahmen um die Ausbreitung von Malware und Viren zu verhindern. Der Sicherheitsbericht von Cisco enthält daher erstmals Informationen über die Kombination von schlechtem Nutzerverhalten, potenziellen Schwachstellen und veralteter Software. Diese Kombination kann sich verheerend auf die Netzwerksicherheit auswirken und das Risiko von Angriffen drastisch erhöhen.

Achim Kaspar, General Manager von Cisco Austria, dazu: »Die Gefahren von sozialen Netzwerken werden unterschätzt. Hier gilt es, wie im Internet generell, vorsichtig mit vertraulichen Daten umzugehen. Das regelmäßige Update von Sicherheitssoftware ist unumgänglich.«

Auch erwartet Cisco für 2010 einen weiteren Anstieg der Spam-Mails um 30 bis 40 Prozent im Vergleich zu den Zahlen aus 2009. Zwar sei klar erkennbar, dass in den USA und anderen Wirtschaftsnationen, beispielsweise in der Europäischen Union, die Anzahl der Spammer sinkt. Gleichzeitig würden jene Länder, bei denen gerade der Ausbau von Breitbandtechnologien beginnt, zu einer wachsenden Quelle von Spam. Die USA sind damit nicht mehr die Nummer eins unter den Spam-Versendern. Im vergangenen Jahr ging dieser Platz eindeutig an Brasilien.

Ein neues Sicherheitsverständnis entwickelt sich nach den Analysen von Cisco derzeit auch durch das Thema Cloud Computing. Noch vor zehn Jahren war es für Unternehmen undenkbar, sensible Geschäftsdaten außerhalb der eigenen Firewall abzulegen. Viele Anwender sind derzeit gegenüber Cloud Computing so vertrauensvoll geworden, dass sie nicht darauf achten, wie sicher ihre sensiblen Daten gehostet und wie gut sie geschützt werden.

CYBERCRIME-AS-A-SERVICE Avira sagt für das Jahr 2010 eine zunehmende Professionalität der Datendiebe voraus . So erwartet der IT-Sicherheitsexperte, dass Crime-as-a-Service, also das professionelle Anbieten von illegalen Anwendungen und Computerangriffen als Dienstleistung, massiv zunehmen wird. Kommende Bedrohungen nehmen daher besonders solche Daten ins Visier, die Hacker für illegale Zwecke kommerziell nutzen beziehungsweise schnell in Bares umsetzen können. Hierzu zählt etwa das Ausspionieren von Kreditkarten- und Kontodaten oder von Passwörtern zu unterschiedlichsten Internetdiensten. Zudem rückten besonders Forschung- und Entwicklungsdaten sowie Firmengeheimnisse in den Fokus der Cyberkriminellen. Auch erwartet Avira eine weitere Zunahme organisierter Wirtschafts- und Industriespionage via Internet. So sei ein sprunghafter Anstieg professioneller und gezielter Spionageattacken auf Unternehmensdaten zu erwarten. Besonders für Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) prognostiziert Avira in den kommenden Monaten einen starken Anstieg.

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