Schlamperei bei Datensicherheit ist erschreckend Detail - Computerwelt

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27.01.2010 Edmund E. Lindau

Schlamperei bei Datensicherheit ist erschreckend

Datenklau und Weitergabe sensibler Daten sind auch Folgen des Investitionsstopps bei IT-Security. Dabei haben es Unternehmen selbst in der Hand, mehr Datensicherheit zu schaffen.

In den letzten Tagen sind wieder eine Reihe von Hackerangriffen im großen Stil aufgetaucht. So hatte sich Google, der bekannteste Internetkonzern der Welt, lautstark über einen Hacker-Angriff aus China beklagt. Spezialisten aus der Volksrepublik hätten versucht, den E-Mail-Dienst der Kalifornier zu knacken. Auch andere IT-Größen wie Yahoo und Juniper Networks sollen Spionage-Attacken aus China ebenso ausgesetzt gewesen sein, wie etwa amerikanische Anwaltskanzleien.

Für Phion-Chef Wieland Alge ist klar, dass erstens Datenverlust aller Größenordnungen kein rein theoretisches Szenario ist, wie es viele nach wie vor weismachen wollen, und zweitens, dass Daten, die auf die Reise geschickt werden, eben auch abgefangen werden können. Sein unmissverständlicher Zusatz: »Das Problem ist nicht, dass Hackerangriffe unvermeidbar sind, sondern in den allermeisten Fällen, dass dem Diebstahl heikler Firmendaten einfach nicht vorgebeugt wird. Es gibt in Sachen IT-Security keine Technologie-Barriere: Wer will, der kann seine Daten und somit Daten seiner Kunden, wie beispielsweise bei Kreditinstituten oder Kreditkartenunternehmen, auch effektiv schützen!«

Für den österreichischen IT-Security-Spezialisten, der seit kurzem zur US-amerikanischen Barracuda Gruppe gehört, wirken sich nunmehr auch zusehends das Negieren von Datenschutzproblemen und vor allem ein Zurückfahren der Investitionen bei vielen Unternehmen und auch öffentlichen Einrichtungen aus: »Der Investitionsstopp beim Thema IT-Security in den letzten eineinhalb Jahren musste selbstverständlich Konsequenzen nach sich ziehen. Leider haben sich unsere Voraussagen in einem hohen Ausmaß bewahrheitet, wobei ohnehin die Dunkelziffer an Angriffen, die man gar nicht merkt, um ein Vielfaches höher sein dürfte, als die wenigen offiziellen Fälle, die bekannt werden. Es gibt nach wie vor eine beträchtliche Zahl an Unternehmen und Institutionen, die auch im grenzüberschreitenden Verkehr Daten unverschlüsselt transportieren.« Und Alge ergänzt: »Datensicherheit wird einfach in einem erschreckend hohen Ausmaß schlampig gehandhabt, mit dem Internet wird insbesondere auf Unternehmensebene in vielen Fällen zu sorglos umgegangen!«

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