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28.01.2010 Oliver Weiss

Cyberkriminelle haben es auf KMU abgesehen

Mangelndes Bewusstsein für die Gefahren, Selbstüberschätzung bei Sicherheitsfragen und blindes Vertrauen in die eigenen, zu wenig geschulten Mitarbeiter werden KMU häufig zum Verhängnis.

Die Wirtschaftsprüfer von KPMG haben in einer aktuellen Studie zur Wirtschaftskriminalität auch die Situation für den Mittelstand untersucht. Das Ergebnis: Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind stark gefährdet, Opfer krimineller Machenschaften zu werden. Mangelndes Bewusstsein für die Gefahren, Selbstüberschätzung bei Sicherheitsfragen und blindes Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter werden KMU häufig zum Verhängnis. Dabei ist es für viele dieser so genannten "Hidden Champions" unabdingbar, ihr geistiges Eigentum wirksam zu schützen. Gerade in diesem Punkt vernachlässigen laut KPMG viele Unternehmen aber die Gefahr, die von ihren eigenen Angestellten ausgeht.

Für die wirksame Absicherung ihres Know-hows, insbesondere bei Fällen von Online-Kriminalität, ist der Umgang mit dem Verhalten der Mitarbeiter daher von großer Bedeutung. Hierbei muss die Balance zwischen strikten Regeln und Kontrollmechanismen zum einen und individuellen Freiheiten zum anderen gewahrt bleiben, um die Arbeitsbedingungen nicht unnötig zu verschlechtern. Eine Bewusstseinsschärfung für Gefahren aus dem Web, externe Schulungen sowie internes Training gehören zu den probaten Mitteln, um den Beschäftigten ihre Verantwortung beim Surfen klar zu machen. Das gilt besonders im Hinblick darauf, dass Unternehmen verstärkt Social Media-Kanäle nutzen. Angreifer nehmen dabei nach Erkenntnissen des Security-Dienstleisters MessageLabs immer häufiger die Anwender direkt ins Visier und wollen sie dazu verleiten, Malware herunterzuladen oder Geheimnisse auszuplaudern - in dem Glauben, etwas völlig Harmloses zu tun.

Ein Grund für die wachsende Beliebtheit dieses so genannten Social Engineering: Der Aufwand, Schwachstellen des Rechners und der darauf befindlichen Software aufzuspüren und auszunutzen, entfällt. Schließlich ist der Nutzer selbst das Angriffsziel. Social Engineering ist schon heute einer der meistgenutzten Angriffswege. Die Experten von MessageLabs Intelligence gehen davon aus, dass 2010 mit einem weiteren Anstieg derartiger Attacken zu rechnen ist. Gerade Mittelständler sollten vor diesem Hintergrund ihre Sicherheitsstrategien überdenken und die eigenen Mitarbeiter in ihre Überlegungen einbinden.

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