Wurm verbreitet sich via Tauschbörsen und Social Networks Detail - Computerwelt

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18.02.2010 Rudolf Felser

Wurm verbreitet sich via Tauschbörsen und Social Networks

Die Variante Spybot.AKB ist äußerst wandlungsfähig und raffiniert. Hier sollten die Alarmglocken läuten: Er erfordert das "händische" Öffnen einer ZIP-Datei.

Die Pandalabs, das Anti-Malware-Labor von Panda Security, haben eine neue Wurm-Variante entdeckt: Spybot.AKB verbreitet sich via E-Mail und über Online-Datentauschbörsen und tarnt sich als Einladung zu sozialen Netzwerken wie Twitter, Google Buzz und Hi5 oder als Nachricht der Firmen Amazon, Hallmark und Google. Der seltene Schädlingstyp installiert nach dem Öffnen einer Datei Browser-Erweiterungen in Firefox und Google Chrome. Diese scheinbar harmlosen Programme, die zum Beispiel "Firefox Security 2.0" heißen, leiten bei bestimmten Suchanfragen auf schädliche Webseiten um. Spybot.AKB verringert außerdem die Sicherheitsstufe infizierter Computer, setzt sich in der Windows Firewall selbst auf die Liste autorisierter Programme und deaktiviert die Windows-Funktionen für die Erstellung des Ereignisprotokolls und die Kontrolle der Benutzerkonten.

Raffinierter Weise enthalten die infizierten Mails nicht nur das Logo des betreffenden Sozialen Netzwerks, sondern auch mehrere Links zur Original-Webseite von Twitter, Google Buzz etc. Der Anwender wähnt sich dadurch in Sicherheit und führt die Anmeldung mit einer höheren Wahrscheinlichkeit aus.

Hier sollte man aber stutzig werden: Es ist erforderlich, die angehängte Zip-Datei "Invitation Card" zu öffnen. Darin steckt eine EXE-Datei, die zunächst als JPEG-Bild erscheint und erst am Ende des Dateinamens nach etlichen Leerzeichen anhand der Endung .exe als ausführbare und damit potenziell gefährliche Datei erkannt werden kann.

Neben dem Weg über E-Mail nutzt der Wurm auch bekannte Online-Tauschbörsen wie zum Beispiel eMule, Bearshare oder Morpheus. Hier verbreitet er sich, indem er sich unter verschiedenen Datei-Namen in die jeweiligen Downloadverzeichnisse der einzelnen Portal-Programme kopiert. Meist tarnt er sich mit den Namen gängiger Software wie etwa Adobe Photoshop oder Windows 7. Bei Ausführung der Datei installiert sie genau wie der E-Mail-Anhang die Browser-Erweiterung. (pi/rnf)

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