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24.02.2010 Rudolf Felser

Bedrohungen durch Cyberkriminelle werden unterschätzt

Wie der IT-Sicherheitsexperte Avira in einer im Januar 2010 durchgeführten Umfrage herausfand, unterschätzen Internetnutzer die Gefahr eines illegalen Zugriffs auf ihre Daten durch Cyberkriminelle.

Die Antworten der 5.578 Teilnehmer würden belegen, dass sie zwar auf ihre Sicherheit achten, jedoch nicht mit dem Einfallsreichtum rechnen, den die Cyberkriminellen inzwischen an den Tag legen, so Avira in einer Aussendung. Wie sich herausgestellt habe, bestehe noch immer ein großer Nachholbedarf bei den Anwendern, sich umfassend und aktiv mit passenden Sicherheitslösungen am Computer zu schützen.

49 Prozent (2.747) der teilnehmenden Surfer antworteten, sie hätten noch keine Datenspionage bemerkt. Einen illegalen Zugriff festzustellen ist ohne einen weitreichenden Sicherheitsschutz allerdings auch recht unwahrscheinlich. Denn die Zeiten sind vorbei, in denen der Rechner ein eigenartiges Verhalten an den Tag legte oder Systemperformance verlor, wenn Schädlinge zugange waren. Die Hacker gehen inzwischen raffinierter vor, die Schädlinge werden immer ausgeklügelter programmiert und nutzen neue Tricks, um möglichst lange unerkannt bleiben zu können. Viren blockieren nicht mehr den Rechner – sie bleiben Undercover.

22 Prozent (1.229) der Teilnehmer würden sich zudem nicht daran stören, wenn Hacker ihre Mails mitlesen oder andere Informationen einsehen könnten. Avira warnt vor dem Trugschluss, die Cyberkriminellen hätten es nur auf besonders geheime Daten oder volle Konten abgesehen. Den Kriminellen genügen als Beute schon Rechnerkapazitäten für ferngesteuerte Botnetze oder die Identitäten ihrer Opfer, um ihre Verbrechen zu verschleiern. So könne laut Avira ein allzu unbedarfter Umgang mit den eigenen Daten zu Ärger mit Behörden und "nicht selten zu finanziellen Ausfällen" führen.

Davon wissen gut vier Prozent (234) der Befragten zu berichten: Sie beklagen konkrete Verluste und mussten sich deswegen schon einmal mit ihrer Bank auseinandersetzen. Weitere knapp sechs Prozent (313) sind persönlich Opfer von Identitätsdiebstahl geworden. Bei ihnen wurden Konten wie E-Mail- beziehungsweise Facebook- und Ebay-Accounts angegriffen und von Fremden eingesehen. Damit sind bereits rund zehn Prozent der befragten Anwender Opfer von digitalem Datenklau geworden.

Wie die Avira-Umfrage außerdem zutage bringt, haben andere Internetnutzer aus ihren schlechten Erfahrungen – oder weil sie darüber gehört haben – gelernt. 19 Prozent (1.055) sind besonders aufmerksam, seit sie einen Fall im Bekanntenkreis mitbekommen haben und achten angemessen auf ihre Sicherheit.

Neben einem Schutzprogramm empfiehlt Avira, wichtige Web-Adressen manuell einzugeben. Wer eine Mail von Fremden erhält, sollte auf keinen Fall darin enthaltene Links anklicken und die Nachricht umgehend aus dem Postfach löschen. Zudem sollten Anwender darauf achten, dass sie beim Internet-Banking die offizielle Website der Bank nutzen. Sollten dabei Ungereimtheiten auftreten, sollten Anwender diese unverzüglich schriftlich beim Kreditinstitut oder Verbraucherzentralen anzeigen. Avira rät Anwendern, sich für eine Sicherheitslösung zu entscheiden, die nicht nur vor Viren schützt, sondern auch unliebsame Websites ausfiltert und illegale Zugriffe auf den Rechner verhindert. (pi/rnf)

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