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24.02.2010 Edmund E. Lindau

Neuer Rekord: 97,5 Prozent aller E-Mails sind Spam

Mit einem Anteil von 97,5 Prozent am gesamten E-Mail-Aufkommen hat das weltweite Spam-Volumen im Dezember 2009 und im Jänner 2010 neue Rekordwerte erreicht.

Trojaner machten über 75 Prozent des Malware-Aufkommens aus. Dropper, die Malware auf den betroffenen Rechnern abladen und Backdoor-Trojaner, die wiederholt Malware herunterladen, dominieren dabei. »Saubere E-Mails« machten 1,9 Prozent, erwünschte Massenmailings (Newsletter) 0,6 Prozent des Mailaufkommens aus, wie aus dem jüngsten Eleven E-Mail Security Report Februar 2010 hervorgeht. Als größter Spam-Versender lösen die USA den bisherigen Spitzenreiter Brasilien ab. Der Jahresanfang war geprägt von Pharma-Spam sowie sehr kurzen, aber hochprofessionellen Phishing-Kampagnen, die sich vor allem auf Kreditkartenkonten und Bezahlsysteme, aber auch soziale Netzwerke konzentrierten.

HERKUNFTSLÄNDER Als größte Spam-Quelle löste im Jänner die USA den bisherigen Spitzenreiter Brasilien ab. 9,4 Prozent aller Spam-E-Mails kamen von IP-Adressen in den USA, 9 Prozent aus Brasilien und 6,6 Prozent aus Deutschland, gefolgt von Indien, Vietnam und Rumänien. Im Dezember führte noch Brasilien mit 10,2 Prozent vor den USA (7,0 Prozent) und Indien (5,8 Prozent). Im November 2009 lag Brasilien mit über 16 Prozent noch deutlicher an der Spitze.

Phisher hatten es in den vergangenen beiden Monaten vor allem auf Kreditkartendaten und Konten für Online-Bezahlsysteme abgesehen. Die größten Kampagnen betrafen dabei PayPal-Accounts und Kreditkartenkonten von VISA. Der Trend zur Professionalisierung setzte sich dabei weiter fort: So waren die Phishing-E-Mails was Layout und Inhalt betrifft kaum von echten Nachrichten zu unterscheiden. Weiterhin verzeichneten die Eleven-Experten erneut mehrere Mailings mit dem Ziel, an Zugangsdaten für soziale Netzwerke, vor allem für Facebook, zu kommen.

MALWARE-WELLEN Im Bereich der Malware-E-Mails hielt der Trend zu sehr kurzen aber äußerst heftigen Wellen an. Dominant waren erneut Trojaner mit einem Anteil von über 75 Prozent. Trojaner richten selbst keinen Schaden auf den infizierten Rechner an, sondern dienen als Einfallstor für Viren und Würmer sowie für Bots, die gekaperte Rechner einem meist zum Spam-Versand genutzten Botnet hinzufügen. Den Spitzenplatz belegte dabei mit 41,9 Prozent der Dropper DR/Delphi.Gen gefolgt von dem Dropper TR/Dropper.Gen (23,5 Prozent) und dem Backdoor-Trojaner TR/Crypt.XPACK.Gen (9,6 Prozent) aus der Bredolab-Familie. Getarnt wurden die Malware-Mailings in den meisten Fällen als wichtige Nachrichten, wobei vor allem Paketdienste (UPS, DHL) und Geldtransfer-Services (Western Union) betroffen waren.

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