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02.03.2010 Christof Baumgartner

Neue Trojaner-Flut

Der Anteil an mit Schadcode belasteten E-Mail-Nachrichten steigt rasant an.

Eine neue Flut von Viren-Angriffen macht die elektronische Kommunikation zum Risiko: Nachdem bereits in der zweiten Hälfte des Vorjahres das Viren-Aufkommen zeitweise explosiv angestiegen war, kündigt sich nun die nächste Welle an. Abermals stellen Trojaner mit 70 Prozent Anteil am gesamten Schadcode-Aufkommen den Löwenanteil. Sicherheitsexperten von Retarus gehen davon aus, dass dadurch weitere Bot-Netze auf- und ausgebaut werden. Auch mit einer Zunahme von Spionage-Angriffen ist zu rechnen.

Zuletzt war der Anteil Viren-verseuchter Mails zwischen September und November 2009 sprunghaft angestiegen, hatte sich zwischenzeitlich bis Mitte Januar 2010 jedoch wieder auf „Normalmaß“ reduziert. Seither ist der Anteil an mit Schadcode belasteten E-Mail-Nachrichten dramatisch angestiegen und hat sich in den letzten sechs Wochen nahezu verzehnfacht.

RUND 70 PROZENT ALLER VIREN SIND TROJANER Wie bereits im letzten Jahr machen auch diesmal Trojaner den größten Teil der Schadcodes aus: Rund 70 Prozent aller derzeit gefilterten Viren zählen zu dieser Gattung, die im Regelfall per E-Mail auf den Rechner des Anwenders geschleust wird, um dort Schadprogramme einzurichten und persönliche Daten auszuspionieren. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen.

„Trojaner werden von Viren-Programmierern derzeit vorwiegend genutzt, um Bot-Netze aufzubauen“, erläutert Bernhard Hecker, Leiter Produktmanagement bei Retarus. „Ein Bot-Netz ist nichts anderes als der Versuch, sich die Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit fremder Computer zu Nutze zu machen. Der Trojaner installiert auf dem befallenen Rechner ein Programm, das diesen ohne Wissen und Zutun seines Besitzers zur Versandstelle von Spam-Mails macht. So kommt dann zum Diebstahl der Rechnerleistung schließlich noch eine Steigerung der Spam-Flut, die die Kommunikationssysteme weltweit schon jetzt mit weit über 90 Prozent des gesamten E-Mail-Volumens belastet.“

Um der neuerlichen Welle von Spionage-Angriffen, Viren-Attacken und dem im Anschluss zu erwartenden Anstieg von elektronischem Werbemüll einen wirksamen Riegel vorzuschieben, bedarf es wirksamer Spam-Filter und stets aktueller Viren-Scanner. Dabei empfiehlt es sich, verschiedene, optimal aufeinander abgestimmte Scanner-Technologien einzusetzen.

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