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23.03.2010 Arne Arnold*

Sicher surfen mit Zweitsystem

Geben Sie Viren und Datenspionen keine Chance: Erstellen Sie sich einfach ein kostenloses Zweitsystem, mit dem Sie vollkommen sicher im Internet surfen. Wir erklären Schritt für Schritt, wie Sie vorgehen müssen.

Die Vorteile eines kostenlosen virtuellen PCs (VPC) sind riesig: Sie nutzen ein eigenes sicheres System nur fürs Online-Banking und ein weiteres zum Surfen. Einen dritten VPC verwenden Sie, wenn Sie in die dunklen Ecken des Webs abtauchen müssen, um etwa auf einschlägigen Seiten Ersatz für eine verloren gegangene Seriennummer zu suchen. Dass man sich dabei Viren, zumindest aber Adware einfängt, ist fast garantiert. Das macht dann aber nichts, denn diese Schädlinge bleiben in einem PC gefangen, auf dem keine wichtigen Dateien liegen und der vom Hauptsystem ganz getrennt ist. Schritt für Schritt zum Zweitsystem: Hier erfahren Sie, wie Sie mit VM-Ware Player an einen VPC kommen, wie Sie ihn konfigurieren und was Sie beim Surfen beachten müssen.

Im Überblick: Das alles steckt in einem virtuellen PC Für einen virtuellen PC benötigen Sie eine Virtualisierungs-Software, die Sie wie ein gewöhnliches Programm installieren. Danach bildet sie den Hardware-Teil eines Zweit-PCs ab. Im Wesentlichen sind das Bios, Grafikkarte, USB-Anschluss, Soundchip, Netzwerkkarte, Druckeranschluss und Festplatten. Die Virtualisierungs-Software emuliert diese Komponenten, die immer gleich sind. Die CPU und das CD/DVD-Laufwerk werden nicht emuliert. Statt dessen reicht die Software alle Rechenaufgaben an die tatsächlich vorhandene CPU durch und greift auf das vorhandene Laufwerk zu. Weitere Hardware bietet der VPC nicht. Daraus ergeben sich einige Einschränkungen. Selbst wenn in Ihrem Rechner eine TV-Karte eingebaut ist, kann VM-Ware nicht darauf zugreifen. Fernsehen im VM-Ware Player ist also nicht möglich. Auch bei der Grafikleistung gibt es Einschränkungen, da nicht alle Fähigkeiten der tatsächlich eingebauten Karte genutzt werden. Der virtuelle PC profitiert am meisten von einer schnellen CPU im echten PC und von genügend Arbeitsspeicher. Das RAM muss dabei nicht nur für den VPC, sondern auch für den echten PC ausreichen. Ein Beispiel: Win XP läuft mit 1 GB RAM flüssig, selbst wenn mehrere Programme geöffnet sind. Wollen Sie auf beiden Systemen XP nutzen, sind also 2 GB ideal. Starten Sie nur wenige Anwendungen, reichen XP auch 512 MB. Dann können Sie dem VPC auch weniger als 1 GB zuweisen. Ähnlich verhält es sich mit Windows 7.

KLASSIKER UNTER DEN VIRTUALISIERUNGS-TOOLS VM-Ware Player: Zu den bekanntesten Virtualisierern gehört VM-Ware Player (gratis und englischsprachig). Die aktuelle Version 3.0 bietet einige Neuerungen: So kann sie nicht mehr nur virtuelle PCs starten, sondern auch erstellen. Dank einer besseren Grafikkarten-Emulation lassen sich in den virtuellen PCs Anwendungen mit höheren Anforderungen an die Grafikleistung nutzen. Mit der Unterstützung für Open GL in den VPCs können Sie etwa auch Google Earth einsetzen. Die virtuelle Festplatte können Sie nachträglich vergrößern. Außerdem lässt sie sich in den echten PC einhängen, ohne dass Sie den VPC dafür starten müssten. Ein neuer virtueller Drucker erleichtert die direkte Ausgabe auf ein echtes Gerät. Zwei Mankos: In VM-Ware Player fehlt eine Snapshot-Verwaltung, so dass sich Änderungen am virtuellen PC nicht einfach rückgängig machen lassen. Ersatzweise muss man manuell eine Kopie der Festplatten-Datei zurückspielen. Bei der Snapshot-Verwaltung ist das Open-Source-Tool Virtual Box gut. Der zweite Nachteil von VM-Ware Player: Ein einzelnes Programm innerhalb des virtuellen PCs lässt sich nicht einfach per Klick aus dem echten PC heraus starten, wie das zum Beispiel in Windows 7 mit dem XP-Mode funktioniert. Große Vorteile: VM-Ware Player vermag dennoch zu überzeugen, da das Programm schnell und stabil läuft. Wir erklären hier in fünf Schritten, wie Sie mit VM-Ware Player einen sicheren VPC erstellen, damit online gehen und wie Sie Dateien aus dem VPC herausbekommen.

Schritt 1: Installieren Sie VM-Ware Player VM-Ware Player läuft unter XP, Vista und Windows 7. Als Hardware-Voraussetzungen empfiehlt der Hersteller mindestens 2 GB Arbeitsspeicher und eine CPU mit 1,3 MHz. Die Installation läuft wie bei jeder üblichen Software ab. Nach einem Neustart des PCs ist VM-Ware Player einsatzbereit.

Schritt 2: Installieren oder laden Sie einen virtuellen PC Sie haben mehrere Möglichkeiten, um an Ihren ersten virtuellen PC zu kommen. VPC herunterladen: Ein empfehlenswerter VPC ist Ubuntu 9.1 VMWare. Integriert ist der Browser Firefox, mit dem Sie wie unter Windows gewohnt surfen. Um den VPC zu starten, entpacken Sie das Archiv in ein beliebiges Verzeichnis. Starten Sie VM-Ware Player, und wählen Sie „Open a Virtual Machine“ und danach die Datei Ubuntu.vmx aus diesem Verzeichnis. Mit „Play Virtual Machine“ geht’s los. Falls mal ein Einloggen in Ubuntu fällig wird, geht das mit dem Anmeldenamen und dem Passwort „user“. Weitere VPCs im Netz: Im Internet gibt es hunderte fertiger virtueller PCs für VM-Ware, mit denen Sie sofort loslegen können. In der Regel sind das Linux-Versionen, die bereits speziell an VM-Ware angepasst wurden. Sie stehen gratis zum Download bereit. Entpacken Sie das Archiv, und starten Sie den virtuellen PC über die Datei mit der Endung VMX oder über den VM-Ware Player und „Open a Virtual Machine, Play Virtual Machine“. In der Regel müssen Sie sich mit User-Name und Passwort anmelden. Welche das sind, verrät meist eine mitgelieferte Textdatei.

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