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07.04.2010 Nicolas Ehrschwendner*

Datenrettung als Vertrauensangelegenheit: Wesentliche Punkte zur Entscheidungsfindung

Der Verlust von Daten kann grausam sein. Egal ob es sich dabei um Kundendaten oder Urlaubsfotos handelt, die beschädigt oder vermeintlich unwiederbringlich verlorengegangen sind. Wie finde ich den "richtigen" Datenretter als Helfer in der Not?

Wenn wichtige Daten verloren gehen, muss es zumeist schnell gehen, um die Daten noch irgendwie zu retten. Und da passiert es dann oft wie in der alten Geschichte mit dem Glas Wasser in der Wüste – die Not des Durstigen, bzw. des betroffenen Kunden, wird ausgenutzt. Dieser Vorwurf wird immer wieder im Zusammenhang mit Datenrettung laut. Was verbirgt sich jedoch tatsächlich dahinter? Und wie lassen sich seriöse Datenretter von schwarzen Schafen unterscheiden?

Auch wenn Datenrettung viel mit Vertrauen zu tun hat, so ist blindes Vertrauen doch ein schlechter Ratgeber. Für Attingo Datenrettung steht die Verantwortung für den Klienten und seine Daten im Vordergrund. Aus der Erfahrung können wir in 90 Prozent der Fälle die Daten unserer Kunden retten. Daher ist keine Panik angesagt, sondern systematisches Vorgehen. Dazu haben wir Hinweise und eine Liste von wichtigen Punkten herausgearbeitet, wie Betroffene vorab entscheiden können, ob sie es mit einem seriösen Datenrettungsunternehmen zu tun haben.

WAS – LEIDER – NICHTS AUSSAGT Angaben auf der Homepage über Größe des Unternehmens, Anzahl der Standorte, Reinraumlabore, 24h-Service, Datenschutzversprechen oder Erfahrung im Markt: Dies alles sind zwar wichtige und notwendige Punkte, im Zweifel sind diese allerdings für einen Außenstehenden nur schwer nachvollziehbar; insbesondere da nicht immer alles, was auf der Homepage steht oder an Firmengebäuden abgebildet ist, der Wahrheit entspricht.

Es gibt Parameter und Unterscheidungsmerkmale, die transparent und auch für Außenstehende nachvollziehbar sind, und das sind:

1) Testberichte in Fachzeitschriften und der Blick in Internetforen Bei großen, unabhängigen Fachzeitschriften werden immer wieder Datenrettungsunternehmen unter die Lupe genommen. Internetforen bieten vorab wichtige Anhaltspunkte, denn hier finden sich Beiträge und Erfahrungsberichte von betroffenen Personen, die eine Datenrettung in Anspruch genommen haben. Sollte ein Datenrettungsunternehmen mehrfach negativ auffallen, dann ist dies ein erstes Alarmsignal. Umgekehrt sind solche Empfehlungen aus der Praxis ein positiver Indikator für ein seriöses Unternehmen. Wenn möglich sollte die Unabhängigkeit solcher Foren aber geprüft werden.

2) Datenrettung zu Festpreisen oder zu Individualpreisen Jeder Datenrettungsfall ist individuell. Genau aus diesem Grund ist es sehr zweifelhaft, wenn die Datenrettung zu einem Fixbetrag angeboten wird. Denn aus einem Fixpreis ergeben sich zwei mögliche Szenarien, die beide kein wünschenswertes Ergebnis bringen: a) der Preis ist im Vergleich zum Aufwand zu hoch; die Folge: Es wird zuviel bezahlt. b) der Preis ist zu niedrig; die Folge: ab einem bestimmten Punkt wird die Datenrettung nicht weiter durchgeführt mit der Begründung, dass eine Wiederherstellung der Daten angeblich unmöglich ist. Der wahre Grund ist jedoch meist, dass die Kosten der Datenrettung den Festpreis übersteigen und der Datenretter Verlust machen würde. In vielen Fällen, bei denen die Kunden sich anschließend an Attingo Datenrettung gewandt haben, konnten sogar noch alle Daten von den Datenträgern, die vermeintlich tot waren, ausgelesen werden.

Seriöse Datenretter geben daher Preisspannen an, in welchen sich ein Fall bewegen kann, sie nennen meist ein Best- und Worst-Case Szenario.

3) Preiskalkulation pauschal nach Datenvolumen oder Verrechnung des realen Aufwands Der tatsächliche Aufwand für eine Datenrettung summiert sich aus drei Punkten:

  • Zeitlicher Aufwand der Techniker zur Reparatur der Festplatte im Reinraum und ggf. Reparatur der Dateisysteme, bzw. Rekonstruktion von RAID-Systemen
  • Bei der Reparatur im Reinraum benötigte Ersatzeile (baugleiche Festplatten)
  • Dringlichkeit für den Kunden, die benötigten Daten wieder zu erhalten (z.B. bei High-Priority-Fällen arbeitet Attingo rund um die Uhr, auch am Wochenende).

Wenn der Schaden in der Folge behoben ist und die Rohdaten ausgelesen werden können, dann ist das Auslesen der Daten ein Vorgang, der passiv im Hintergrund abläuft. Nach Datenvolumen, also nach Gigabyte abzurechnen, ist daher keine seriöse Kennzahl für die Preisgestaltung, da der Aufwand für das Auslesen meist nur zu einem sehr geringen Teil mit der Kapazität der Festplatte zu tun hat.

EINFACHES RECHENBEISPIEL Dazu ein einfaches Rechenbeispiel: Egal ob bei einer Festplatte mit einem beliebigen Schaden X der Kunde alle Daten benötigt oder nur eine Datei – die Reparatur ist immer gleich aufwendig. Der Aufwand des Auslesens danach ist immer passiv, egal ob man eine benötigte Datei auf einen Zieldatenträger kopiert oder alle.

4) Kostenlose oder kostenpflichtige Diagnose Einige Datenretter bieten eine kostenlose Analyse an, in diesem Fall sollte die Leistung, die in diesem Rahmen erbracht werden soll, genau kontrolliert werden. In der Regel werden die Kosten der Datenrettung nach Begutachtung des Datenträgers durch die Techniker und Ingenieure geschätzt und dem Kunden ein Angebot unterbreitet. Allerdings hat zu diesem Zeitpunkt noch keine Datenrettung stattgefunden. Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen: Wann muss ich verbindlich was bezahlen? Was muss ich bezahlen, wenn meine Daten nicht gerettet werden können? Bei kostenpflichtiger Diagnose sollte auch nur die Diagnose bezahlt werden, und bei Erfolg und Beauftragung die Datenrettung.

Attingo Datenrettung bietet eine kostenpflichtige Diagnose an, die mittlerweile von mehr als 95 Prozent aller Kunden in Anspruch genommen wird. Folgende Gründe sprechen dafür:

  • Die Datenrettung wird bereits komplett während der Diagnose durchgeführt.
  • Der Kunde erhält eine Dateiliste mit den Daten, die rekonstruierbar sind.</li<li>Das Angebot wird nach dem tatsächlich entstandenen Aufwand kalkuliert.
  • Der Kunde hat auch noch die Möglichkeit, das Angebot abzulehnen, wenn das Preis-/Leistungsverhältnis in seinen Augen nicht passt oder die Daten nicht mehr benötigt werden.
  • Der Kunde hat die Möglichkeit, in die rekonstruierten Daten bei Attingo vor Ort Einsicht zu nehmen, bevor er die Datenrettung beauftragt.

5) Behandlung der Anfrage und Diagnoseberichte Werden Kunden vom Callcenter oftmals weiterverbunden und müssen alles erneut erklären oder ist der erste Ansprechpartner technisch versiert und wird auch der Ansprechpartner bleiben?

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