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14.07.2010 Oliver Weiss

Nicht erpressen lassen!

Avira befragte im Mai 2.917 Surfer, ob sie bei Verlust oder Kidnapping ihrer Daten um deren Wiedererhalt erpressbar wären. Die Umfrageergebnisse bringen zutage, dass etliche Anwender zu wenig Vorsorge treffen und leichtes Opfer eines Erpressungsangriffes wären.

Der IT-Sicherheitsexperte Avira befragte im Mai 2010 mit der auf www.free-av.com gestellten Gewissensfrage 2.917 Surfer, ob sie bei Verlust oder Kidnapping ihrer Daten um deren Wiedererhalt erpressbar wären. Die Umfrageergebnisse bringen zutage, dass etliche Anwender zu wenig Vorsorge treffen und leichtes Opfer eines Erpressungsangriffes wären. Der größte Teil der Befragten muss sich jedoch dank regelmäßiger Sicherung keine großen Sorgen über eine mögliche Datenerpressung machen.

Rund 16 Prozent der Surfer (496) geben an, sie würden zwar ihre Bilder, Daten und persönliche Dateien auf ihrem PC speichern, jedoch kein regelmäßiges Backup erstellen. Im Falle eines Datencrashes oder beim Auftreten eines Erpressungstrojaners wären sämtliche persönlichen Informationen, Fotos und Adressen gefährdet. Ein Erpressungstrojaner und damit verbunden ein möglicher Verlust der Dateien würde sie unvorbereitet und sehr hart treffen. Sie geben demzufolge auch an, sie wären gegebenenfalls dazu bereit, viel Lösegeld zu bezahlen, um wieder in den Besitz ihrer Daten zu gelangen. Erschreckend ist, dass laut der Umfrage acht Prozent (233) bereits Opfer eines solchen Datenraubs waren und Lösegeld bezahlt haben.

Wer zahlt, geht ein Risiko ein Ein Erpressungstrojaner nistet sich genauso unauffällig auf dem Rechner ein wie jeder andere Computerschädling. Avira rät ausdrücklich: Wer betroffen ist und für den Wiedererhalt der Daten illegal zur Kasse gebeten wird, sollte dieser Aufforderung unter keinen Umständen nachkommen. Denn Anwender werden meist auf eine Webseite geleitet, auf der sie ihre Kreditkarteninformationen eingeben sollen. Diese Seite dient lediglich dazu, diese Kreditkartendaten abzugreifen und die Opfer auch noch weiter finanziell zu schädigen, indem die Daten des Karteninhabers weiterverkauft werden. Vielmehr sollten die Betroffenen die Erpressung bei der Polizei zur Anzeige bringen und generelle Vorsorge treffen: regelmäßige Backups auf eine externe Festplatte und ein umfassender Virenschutz, der Trojaner aufspürt und eliminiert.

Im Gegensatz zu den auf einen Datenverlust schlecht vorbereiteten Surfern kümmert sich mit 33 Prozent ein Drittel der Befragten (968) sehr gewissenhaft um ihre Dateien. Sie gehen vorausschauend damit um und sorgen für eine regelmäßige Datensicherung. 25 Prozent (739) nutzen ihren Rechner nur zum Surfen und legen darauf keine wichtigen Daten ab – für sie wäre ein erpresserischer Datenraub daher ohne Folgen. Weitere 18 Prozent (518) der Surfer geben an, den Verlust der Dateien leicht verschmerzen zu können, da sich auf ihrem PC nichts Persönliches befände.

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