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26.07.2010 PC-Welt

Microsoft Security Essentials 2.0 Beta mit Schwächen

Microsoft hat für die kommende Version 2.0 seiner kostenlosen Antiviruslösung Microsoft Security Essentials einen öffentlichen Beta-Test gestartet. Auf dem Prüfstand muss sie zeigen, was sie kann.

In der letzten Woche hat Microsoft mit einem öffentlichen Beta-Test für Microsoft Security Essentials 2.0 (MSE) begonnen. Das Antivirus-Testlabor AV-Test in Magdeburg hat die englische Beta-Version auf Herz und Nieren geprüft. Getestet wurde mit aktiver Internet-Verbindung unter Windows 7 (32 und 64 Bit) sowie unter Windows XP SP3 (32 Bit).

Bei der ersten Pflichtübung, dem Wildlist-Test, hat MSE 2.0 Beta alle 4685 Schädlinge erkannt. Der nächste Prüfpunkt hat die Erkennung von mehr als 500.000 Schädlingen aus allen Malware-Bereichen umfasst. Hier hat MSE 2.0 mit 94,18 Prozent ein noch als gut zu wertendes Resultat erzielt. Bei 200.000 bekanntermaßen harmlosen Dateien hat es zudem keine Fehlalarme gegeben.

Der neue Real-World-Test trennt die Spreu vom Weizen. Da die meisten Malware-Angriffe auf dem einen oder anderen Wege aus dem Internet kommen, können Antivirusprogramme einen Schädling auf einem dieser Wege blockieren. Sie können etwa Downloads prüfen oder verdächtige URLs blockieren. Die ganze Infektionskette ist getestet worden. MSE 2.0 soll in diesem Bereich gegenüber der Vorversion verbessert worden sein.

Die Ergebnisse im Real-World-Test zeigen jedoch, dass Microsoft hier noch weiteren Nachholbedarf hat. Von 25 Testangriffen sind 18 entweder vom URL-Filter (SmartScreen-Filter) des Internet Explorer oder durch normale Virensignaturen von MSE gestoppt worden und nicht durch fortschrittlichere Techniken der Antivirus-Software.

Bei der Reparatur infizierter Rechner hat MSE 2.0 Beta in 24 von 25 Fällen zumindest Teilerfolge erzielen können. Zwar hat es nicht immer alle schädlichen Dateien entfernt, jedoch immerhin deren Registry-Einträge zum automatischen Laden beim Windows-Start. Bei der Desinfektion müsste MSE noch gründlicher werden.

Die Erkennung und Beseitigung von Rootkits (Malware-Tarnkappen) liefert auch kein Spitzenergebnis. Microsoft Security Essentials 2.0 Beta hat zwar 21 von 25 Rootkits erkannt, jedoch nur 17 entfernen können. Teilweise sind dabei noch Spuren der Infektion zurück geblieben.

An der Bedienoberfläche wie bei der Geschwindigkeit hat sich gegenüber der Vorversion nicht viel getan. Die Bedienung ist weiterhin spartanisch, die Geschwindigkeit ist zumindest unter Windows 7 etwas verbessert worden. Das neu eingeführte Caching-Verfahren für bereits geprüfte Dateien bringt bei MSE offenbar weniger Vorteile als bei anderen Produkten. Diese erreichen bis zu 90 Prozent schnellere zweite Scan-Durchläufe, MSE 2.0 Beta kommt im Test nur auf 15 bis 20 Prozent.

Fazit: Die getestete Beta-Version von Microsoft Security Essentials 2.0 bringt ordentliche Leistungen und ein paar Fortschritte, lässt jedoch noch Raum für Verbesserungen bis zur Freigabe der finalen Fassung. (pcwelt)

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