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01.08.2010 pte/Rudolf Felser

Klopapier teurer als E-Mail-Security

Retarus stellt eine interessante Rechnung auf: Wenn Unternehmen jedem Mitarbeiter pro Monat "über den Daumen" 1,50 Euro für Klopapier spendieren, könnten sie auch 1,30 pro User für Managed E-Mail Security ausgeben.

Die Berechnung des Messaging-Spezialisten im Detail: Ein Angestellter verbrauche jährlich im Schnitt 24 Rollen für 37,50 Euro. Wird die Hälfte des Gesamtbedarfs während der Arbeitszeit verbraucht, entstehen laut der Rechnung Kosten von 18,75 Euro im Jahr oder 1,50 Euro im Monat. Mit einem "Preisvergleich" versucht Retarus-Sprecher Peter Kopfmann gegenüber dem Online-Dienst pressetext humorvoll das Argument, Managed Services für E-Mail-Sicherheit wären zu kostspielig, auszuhebeln. "Ohne die Archivierung kostet die Dienstleistung pro User nur zwischen einem und maximal 1,30 Euro im Monat."

PRODUKTIVITÄTSBREMSE Aufklärung und Nachholbedarf sind aber in vielen Unternehmen ernsthaft angebracht. Denn obwohl über 95 Prozent der E-Mails meist unerwünschte Werbung oder Schadcode enthalten, verzichten noch immer zehn Prozent auf Lösungen zum Schutz vor Spam und Malware. "Vielen Unternehmen ist neben dem Sicherheitsrisiko auch die Wirkung von Werbe-E-Mails auf den Arbeitsalltag nicht bewusst", so Kopfmann. Dem Experten zufolge wirken unerwünschte E-Mails oft als "Produktivitätsbremse". Investitionen sind angebracht. Denn alle 20 Sekunden findet ein Phishing-Angriff statt.

Laut dem E-Mail-Sicherheitsanbieter eleven zählen Online-Bezahldienste und Nutzerkonten sozialer Netzwerke zu den beliebtesten Zielen von Phishern. "96,1 Prozent der von eleven identifizierten Phishing-E-Mails hatten das Thema PayPal", so eleven-Sprecher Sascha Krieger auf Nachfrage von pressetext. Die Betreffzeilen der Gauner-E-Mails ähneln sich oft. Nutzer werden zur Aktualisierung ihres Nutzerprofils aufgerufen. So werden PayPal-Passwörter und Kreditkarten-Informationen ausspioniert.

NIX FÜR HEIMWERKER Vor allem Unternehmen sind auf professionelle Lösungen angewiesen. Laut Retarus erreichen ein Großunternehmen mit etwa 2.500 Mail-Accounts täglich im Schnitt rund 70.000 Spam-E-Mails. "Statt also von Anfang an zu verhindern, dass irrelevante Nachrichten überhaupt auf die Kommunikations-Infrastruktur gelangen, versuchen Unternehmen sich mit selbstgebauten Tools oder einfachen E-Mail-Regeln zu behelfen", unterstreicht Kopfmann. Dadurch wird jedoch die IT-Architektur der Unternehmen unnötig belastet und eventuell gefährdet.

Managed Services unterscheiden sich von Inhouse-Lösungen: Im Gegensatz zu diesen wird die E-Mail-Sicherheitslösung, wie beispielsweise der Spam-Filter, nicht in die Infrastruktur des Unternehmens selbst integriert. Stattdessen übernimmt ein externer Dienstleister sowohl die Prüfung als auch die Filterung der E-Mails. Dazu werden diese zunächst über dessen Server geleitet, die dann als eine Art vorgeschalteter E-Mail-Server fungieren. Der größte Vorteil von Managed Services: Da unerwünschte und gefährliche E-Mails außerhalb der Infrastruktur des Unternehmens abgefangen werden, erreichen sie diese gar nicht erst und richten daher dort auch keinen Schaden an. Dies gilt für Viren und Würmer ebenso wie für Spam (mehr zu dem Thema finden Sie auch in "Managed E-Mail Security: Hype oder Zukunftsmodell?"). (pte/rnf)

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