Schäden durch unvollständige Backups nehmen zu Detail - Computerwelt

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20.12.2010 Rudolf Felser

Schäden durch unvollständige Backups nehmen zu

Regelmäßige Datensicherungen sind die Lebensversicherung des Computers. Datenretter warnen nun vor einem zunehmend sorgloseren Umgang mit Backups.

In den vergangenen 24 Monaten haben wir eine Verdoppelung der Fälle von Datenverlust durch unvollständige Backups festgestellt, berichtet Nicolas Ehrschwendner, Geschäftsführer des Wiener Datenrettungsunternehmens Attingo Datenrettung. Dieser Datenverlust kann zwar von professionellen Datenrettern wieder behoben werden, besser ist es jedoch, Daten von vorneherein vollständig zu sichern.

Verantwortlich ist dabei im Privatbereich meist Unwissenheit, etwa wenn der Computer geplant oder ungeplant neu aufgesetzt werden muss: "Viele Anwender wissen zwar, dass sie die eigenen Dateien oder ihre Office-Dokumente sichern müssen, vergessen jedoch, dass es auch andere wichtige Daten auf der Festplatte gibt", warnt Ehrschwendner. Oft werde etwa übersehen, wichtige Daten wie E-Mails, Kontakte und Termine zu sichern. Auch Fotodatenbanken, Musik- und Video-Daten etwa aus iTunes, lediglich in Browsern gespeicherte Passwörter oder Favoriten werden oft vergessen – und nachher vermisst. Manchmal sind die Einschätzungen, was wichtig ist, auch eher facettenreich: "Wir hatten auch schon einen Klienten, der einen innerhalb eines Jahres erreichten Spielstand in einem Ego-Shooter wiederhergestellt haben wollte", sagt Ehrschwendner.

PROFESSIONELLER DATENVERLUST Auch im Business-Bereich kommt es immer wieder zu unvollständigen Datensicherungen mit verhängnisvollen Folgen: "Es gibt zwar meist Backups, diese stellen sich aber im Nachhinein oft als unvollständig oder defekt heraus", berichtet Ehrschwendner. Grund dafür ist oftmals, dass Dateien, die zum Zeitpunkt des Backups gerade in Verwendung sind, nicht gesichert werden können. Ehrschwendner rät daher generell zu mehr Umsicht bei Backups. "Auch professionelle Backupprogramme sichern meist nicht alle Daten des Anwenders. Besser ist es, genau zu überlegen, welche Daten benötigt werden." Ist der Fehler erst einmal aufgetreten, rät Ehrschwendner zu professioneller Hilfe: "Attingo verfügt über entsprechendes Know-how, gelöschte Daten jeder Art zu rekonstruieren." Beim Neuaufsetzen eines Rechners oder Servers rät der Datenrettungsexperte zudem zu einer einfachen Lösung: "Am besten auf neuen Festplatten aufsetzen und die alten Datenträger als Backup nutzen. So kann Datenverlust nahezu ausgeschlossen werden." (pi/rnf)

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