E-Threats verbreiten sich vermehrt über pornografische Webseiten Detail - Computerwelt

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24.01.2011 Oliver Weiss

E-Threats verbreiten sich vermehrt über pornografische Webseiten

Vornehmlich kostenlos verfügbare Videos sowie per E-Mail versendete Links mit pornografischen Inhalten beherbergen immer öfter digitale Schädlinge, die die Sicherheit der User gefährden.

Die jüngste Studie des Internetsicherheitsexperten BitDefender beschäftigt sich mit dem pikanten Thema Internetpornografie. Das Ergebnis zeigt, dass Malware-Autoren vermehrt pornografische Seiten als Verbreitungsplattform für Viren, Trojaner, Spyware etc. nutzen. Vornehmlich kostenlos verfügbare Videos sowie per E-Mail versendete Links beherbergen digitale Schädlinge, die die Sicherheit der User gefährden.

Die aktuelle BitDefender-Studie gliedert sich in eine Umfrage sowie eine Online-Recherche einschlägiger Webseiten und Blogs. An der Umfrage nahmen 2.017 Personen teil, das Geschlechterverhältnis lag bei etwa 1:1. Die Befragten stammen aus mehr als 24 Ländern und waren zwischen 18 und 65 Jahre alt. Sie sollten unter anderem angeben, ob sie regelmäßig Webseiten mit nicht-jugendfreiem Inhalt besuchen. Außerdem wurde gefragt, ob die User nach dem Aufsuchen derartiger Internetseiten schon einmal eine Malware-Infektion ihrer Rechner festgestellt haben.

Schädlinge lauern in Videomaterial und verseuchten URLs Das BitDefender-Ergebnis zeigt: 63 Prozent aller Teilnehmer legten offen, dass ihre Rechner bereits mehr als einmal Opfer von E-Threat-Attacken waren, nachdem die User auf nicht-jugendfreie Seiten zugriffen. Vor allem per E-Mail erhaltene Links zu Webseiten mit pornografischem Inhalt sowie kostenlos zum Download bereitgestellte Videos stellten sich dabei als die wesentlichen Malware-Träger heraus. Insgesamt erklärten 72 Prozent aller Befragten, dass sie pornografische Inhalte im Internet bereits gesucht und/oder angesehen haben. 91 Prozent bevorzugen dabei Videos, die auf entsprechenden Web-Präsenzen zugänglich sind, 72 Prozent besuchen Chats oder Dating-Bereiche.

Im zweiten Teil der Studie, einer Recherche zu Webseiten und Blogs mit pornografischen Inhalten, entdeckten die BitDefender-Experten, dass 29 Prozent von 1.000 überprüften Links mit digitalen Schädlingen infiziert waren. Besonders häufig fanden sich Trojaner und Spyware. Vor allem Letztere scheint sich sehr erfolgreich zu verbreiten. Da die Studieninitiatoren auf verschiedenen Plattformen und Blogs insgesamt mehr als 500 vertrauliche Nutzerinformationen öffentlich einsehen konnten, scheint sich vor allem Spyware sehr erfolgreich zu verbreiten. Die Virenschutz-Spezialisten gehen davon aus, dass diese sensiblen Daten auf Grund von Spionage durch unbemerkt installierte Malware in den Online-Umlauf gelangen.

"Unsere Studie bestätigt, dass User besser zweimal darüber nachdenken sollten, ob sie pornografische Seiten besuchen. Denn es handelt sich dabei um eine Plattform, die Cyberkriminelle bevorzugt für ihre bösartigen Zwecke nutzen", erklärt Sabina Datcu, E-Threats Analysis and Communication-Spezialist bei BitDefender sowie Autorin der Analyse. "Auf Grund der Studienergebnisse sollten Nutzer abwägen, ob sie durch den Zugriff auf derartige Webseiten eine Kompromittierung ihrer Rechner und Daten riskieren wollen."

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