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11.03.2009 Edmund Lindau

UBIT-Datenschutzinitiative

Die Wiener UBIT und die IT-Security ExpertsGroup wollen mit der Aktion "PrivaSec forte" ein Zeichen setzen.

Die Wiener UBIT und die IT-Security ExpertsGroup wollen mit der Aktion »PrivaSec forte« ein Zeichen setzen. Der Schutz personenbezogener Daten ist eine wichtige Säule des Vertrauens.

Datenschutz – sowohl der Schutz vor Verlust als auch der Schutz vor unberechtigtem Zugriff – ist ein brandaktuelles Thema. Bürger- und Menschenrechte werden von den Staaten zugunsten der Sicherheit beschnitten. Über Jahrzehnte hat man für den Schutz der eigenen Daten gekämpft. Heute scheinen viele das Interesse an dem Schutz dieser Daten verloren zu haben. »Das ist ein immer aktuelles und gleichzeitig äußerst sensibles Thema. Denn die Behörden sowohl auf nationaler Ebene als auch in der EU neigen sehr dazu, neue technische Möglichkeiten extensiv zu nützen, um in bisher streng geschützte private Bereiche einzudringen. Wir sehen es auch als Aufgabe einer Standesvertretung, die nötige fachliche Aufklärung und Bewusstseinsbildung zu erreichen, die den Bürgern eine Orientierung über das Ausmaß der Eingriffe ermöglicht. Die IT-Experten der UBIT Wien schützen nicht nur ihre Kunden vor Datenverlust, sondern auch vor unberechtigtem Zugriff auf diese Daten«, betonen Friedrich Kofler, Obmann der UBIT Wien, und Martin Prager, Sprecher der IT-Security ExpertsGroup unisono.

»Oft bleibt die Privatsphäre in dieser dynamischen neuen Welt auf der Strecke. Vor allem Behörden erliegen unter Hinweis auf damit steigende Sicherheit – siehe Sicherheitspolizeigesetz – der Versuchung, in streng geschützte private Bereiche einzudringen«, warnt Prager. »Mit PrivaSec forte können Sie Ihre Privatsphäre schützen.«

»Mit dem von uns heftig bekämpften, im Vorjahr beschlossenen Sicherheitspolizeigesetz ist es der Polizei auch ohne richterlichen Beschluss gestattet, den aktuellen Standort von Mobiltelefonen abzufragen, einen IMSI-Catcher einzusetzen und von Netzbetreibern und Internet Serviceanbietern Auskunft über dynamische IP-Adressen zu erzwingen«, kritisiert Kofier die aktuelle Rechtslage. Nach dem Spruch des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 10. Februar kann die Umsetzung der Eu-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung auch in Österreich nicht länger verzögert werden. »Dies wird wohl nicht mehr zu vermeiden sein. Es bleibt nur mehr die Möglichkeit, den Zugriff auf diese Daten möglichst exakt und äußerst restriktiv zu gestalten und es bei der minimalen Speicherdauer zu belassen«, sieht Kotier noch eine Möglichkeit das Schlimmste zu verhindern.

Das uneingeschränkte Vertrauen in den Schutz der eigenen Daten und in die im Alltag gewohnte Anonymität sind Voraussetzungen für eine unbefangene Nutzung und eine breite Akzeptanz der neuen Technologien. Es ist im Interesse der IT- Wirtschaft, dass dieses Vertrauen gewahrt wird und dass die Möglichkeiten der neuen Technologien nicht gleichzeitig gegen ihre Verwender und Käufer gerichtet werden.

Mit dem Privacy Dongle, der mit der Bezeichnung PrivaSEC forte in Form einer Medikamentenpackung angeboten wird, stellt die UBIT ein einfaches Werkzeug bereit, um den Schutz der Privatsphäre im Internet in hohem Maß zu gewährleisten. Die IT-Dienstleister zeigen damit, dass für sie Datenschutz wichtig ist und dass sie sich als Anwalt der Daten ihrer Kunden verstehen. Diese Aktion zeigt aber auch, wie leicht Überwachungsmaßnahmen umgangen werden können und sich um so mehr die Frage nach der Angemessenheit von Vorratsdatenspeicherung und anderen pauschalen Überwachungsmaßnahmen stellt.

Die Anwendung von PrivaSEC forte ist einfach. Der kleine USB-Stick beherbergt eine Version des Browsers Firefox, mit der anonyme Kommunikation ohne vorherigen Installationsaufwand möglich ist. Der Dongle wird einfach in den USB-Port des Rechners am Arbeitsplatz (wenn die private Nutzung der Rechner nicht verboten ist), bei Freunden oder im Internetcafe gesteckt. »Dann wählen Sie den Stick an, klicken auf das Programm-Icon, und schon kann es losgehen. Es wird ein adaptierter Firefox-Browser geöffnet. Dieser verbindet sich sofort mit dem Tor-Netzwerk und ermöglicht so das unerkannte Surfen«, erklärt Kotier das System.

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