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12.03.2009 Rudolf Felser

Protectstar-AES-Algorithmus nicht geknackt

Das Unternehmen hat letztes Jahr ein Preisgeld für IT-Profis ausgesetzt, die es schaffen den Verschlüsselungs-Algorithmus einer Textdatei zu brechen.

Hackerwettbewerbe sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Viele Unternehmen nutzen sie, um öffentlichkeitswirksam die angebliche "Unknackbarkeit" ihrer Produkte zu demonstrieren. Ein weiterer Vertreter dieser Gattung von Contests ging nun zu Ende: Der FollyCrack von Protectstar. Das Unternehmen für IT- und Kommunikationssicherheit hat ein Preisgeld für IT-Profis ausgesetzt, die es schaffen den Verschlüsselungs-Algorithmus einer Textdatei zu brechen, die mit dem Protectstar-AES-Algorithmus erstellt wurde.

Protectstar hat mehrfach das Preisgeld erhöht und im September 2008 eine Gewinnprämie in Höhe von zuletzt 50.000 Dollar bereitgestellt. So sollte ausreichend Motivation geweckt werden, die Funktionalität und Leistungsfähigkeit des Verschlüsselungsalgorithmus ins Wanken zu bringen. Trotz der – dem Unternehmen zufolge – hohen Teilnehmerzahl ist es nach knapp 400 Tagen immer noch nicht gelungen, die verschlüsselte Textdatei zu entschlüsseln beziehungsweise den Protectstar-AES-Algorithmus zu brechen.

"Wir freuen uns, über die immens hohe Zahl an Interessenten, die an FollyCrack teilgenommen hat. Trotzdem konnte bisher kein Teilnehmer - nicht einmal ansatzweise - eine Lösung liefern oder unseren Verschlüsselungsalgorithmus brechen", so Christopher Bohn, CEO von Protectstar. Was jedoch die absolute Sicherheit des Protectstar-AES-Algorithmus angeht ist Bohn dennoch nicht zu voreilig, denn "mit unserem Wettbewerb ist lediglich ein erster Teilbeweis in Sachen Sicherheit erbracht worden, der nichts über die 'unendlich währende' Sicherheit des Algorithmus aussagt".

Aus diesem Grund denkt das Protectstar Research Team darüber nach, FollyCrack irgendwann mit einer wesentlich höheren Gewinnprämie erneut ins Leben zu rufen. Bis dahin können Interessierte weiterhin versuchen die ursprüngliche Textdatei zu dechiffrieren. Dazu stellt Protectstar einen "Trostpreis" in Höhe von 1.000 Dollar zur Verfügung. Dafür wird sich allerdings höchstwahrscheinlich kein versierter Hacker die Finger schmutzig machen. (rnf)

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