Wieland Alge, Phion: "Viele Anwendungen sind kriminell-gefährlich" Detail - Computerwelt

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25.03.2009 Manfred Weiss

Wieland Alge, Phion: "Viele Anwendungen sind kriminell-gefährlich"

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 konnte die Phion AG ihre Umsatzerlöse um 135 Prozent steigern.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 konnte die Phion AG ihre Umsatzerlöse um 135 Prozent steigern (von 1,72 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,05 Mio. Euro). Damit hat Phion trotz deutlich schwieriger werdender Rahmenbedingungen das mit Abstand erfolgreichste Quartal in der Unternehmensgeschichte erwirtschaftet.

Computerwelt: Sie sagten einmal in einem Interview, dass am Beginn von Phion die Vision stand, einmal das beste Netzwerk-Security Produkt der Welt anzubieten. Stimmt das? Wieland Alge: Das stimmt so nicht. Denn am Beginn stand die Realisierung eines Projektes, bei dem 600 Firewalls ausgerollt und mit geringstem Personalaufwand administriert werden mussten. Das Ergebnis war ein völlig neuer, technisch und wirtschaftlich überzeugender Lösungsansatz, der auch das Fundament für Phion war. Vom Geist, die Besten sein zu wollen, ist aber Phion immer noch geprägt.

Aber Phion hat sich innerhalb weniger Jahre von einer Idee zu einem der führenden Anbieter von IT-Security-Lösungen in Österreich und mittlerweile auch in Europa entwickelt. Weil bei uns die Sicherheit der Unternehmenskommunikation im Mittelpunkt steht. Unsere IT-Security-Technologien sorgen dafür, dass unternehmensrelevante Kommunikationsprozesse durch verschiedenste Bedrohungen oder durch Störungen von außen, wie beispielsweise Naturkatastrophen, oder Zerstörungen auf Baustellen, nicht mehr lahm gelegt werden können.

Obwohl Phion von Ihnen, Klaus Gheri und Peter Marte gegründet wurde, gelten Sie als Mastermind des Erfolges. Warum eigentlich? Ich sehe mich eher als Master-Mouth denn als Master-Mind. Denn ich bin bekannt dafür, mit meinem Mundwerk nicht nur Mitarbeiter zu motivieren, sondern auch Kunden und Partner zu überzeugen.

Seit Anfang Juli 2007 ist Phion im Mid Market der Wiener Börse gelistet. Damals sagten Sie, dass Sie die Börse lieben. Mittlerweile liegt der aktuelle Kurs der Phion-Aktie weit unter dem Ausgabekurs. Lieben Sie die Börse noch immer? Ja, weil wir durch das Geld aus dem Börsegang unsere Expansionspläne weiter verfolgen können. Außerdem ist der allgemein niedrige Kurs der Aktien hauptsächlich auf die teilweise irrwitzige Zockerei von Banken-Spekulanten zurückzuführen. Die Finanzkrise hat dann vor allem für die Aktienmärkte sehr negative Folgen gehabt.

Ist Phion nach dem IPO immer noch »Ihre«, die Alge, Firma? Natürlich hat ein börsenotiertes Unternehmen eine andere Unternehmenskultur und stärkere Formalkriterien. Aber unabhängig davon, dass ich relativ wenig vom Ideal des rein Gründer-geführten Unternehmens halte, ist Phion nach außen mehr denn je »meine« Firma. Und als Unternehmer ist es sowieso mein Ziel, für sämtliche Stakeholder - also für die Mitarbeiter, die Kunden und die Aktionäre - positive Effekte zu generieren.

Was treibt einen Menschen wie Sie? Da ist zunächst einmal infantiler Ehrgeiz. Wenn man dann eine Firma gründet und schnell Erfolg hat, macht man natürlich weiter. Und eine Firma von null auf hundert Mitarbeiter aufzubauen und dabei immer erfolgreich zu sein ist eine Erfahrung und ein Gefühl, das mit nichts zu vergleichen ist.

Sehen Sie Phion als Tiroler IT-Leitbetrieb? Das scheint so zu sein, und wenn es tatsächlich so ist, dann soll es mir recht sein. Aber wenn ein relativ kleines Unternehmen wie Phion IT-Leitbetrieb ist, dann spricht das nicht gerade für den IT-Standort Tirol. Mir wäre eine größere Phion lieber als das Prädikat Leitbetrieb.

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