Gastkommentar: Jeder muss lernen, sich zu schützen Gastkommentar: Jeder muss lernen, sich zu schützen - Computerwelt

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03.10.2012 :: Printausgabe 20/2012 :: Udo Schneider*

Gastkommentar: Jeder muss lernen, sich zu schützen

Zugegeben: Soziale Netzwerke sind durchaus eine feine Sache. Kein anderes Medium hat deshalb auch in so kurzer Zeit so viele Anhänger gefunden. Manchmal könnte man sogar den Eindruck gewinnen, dass das eigentliche Leben online stattfindet. Und genau das ist das große Problem an der Sache: Je mehr wir online preisgeben, desto mehr setzen wir uns dem Risiko aus, von Cyberkriminellen getäuscht und bestohlen zu werden.

© Trend Micro

Denn alles, was Sie posten, kann gegen Sie verwendet werden. Es ist daher höchste Zeit umzudenken. Wir haben das Recht, Informationen über uns für uns zu behalten – und von diesem Recht sollte man auch ausgiebig Gebrauch machen.

Trend-Micro-Recherchen zufolge veröffentlichen 63 Prozent der Social-Media-Teilnehmer ihren Geburtstag, 61 Prozent geben an, auf welcher Schule sie waren, 51 Prozent führen ihre Familienmitglieder an und 48 Prozent nennen ihre Heimatstadt, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Alles typische Antworten auf Sicherheitsfragen, die beim Anlegen von Online-Konten gestellt werden. Längst lesen Cyberkriminelle solche im wahrsten Sinne des Wortes wertvollen Informationen systematisch aus, verschaffen sich damit Zugang zu den Konten der Anwender, stehlen die persönlichen Daten und starten schließlich weitere Angriffe wie Betrug beim Online-Banking, Verbreitung von Schadsoftware oder unerwünschter Werbung. Daher verwundert es auch nicht, dass laut unseren Recherchen einer von drei Anwendern jemanden kennt, der bereits Opfer von Identitätsdiebstahl geworden ist.

Es ist höchste Zeit umzudenken. Privates ist privat und viele persönliche Informationen haben im Internet, wo jeder sie sehen kann, nichts verloren. Diese Ansicht ist nicht von gestern, wie immer häufiger entweder aus Naivität oder vor dem Hintergrund harter wirtschaftlicher Interessen behauptet wird, sondern höchst aktuell. Es muss ein Bewusstsein für die Risiken geschaffen werden, die für diejenigen bestehen, die in sozialen Netzwerken auf ihren gesunden Menschenverstand verzichten und jede Vorsicht fahren lassen. Nur ganz nebenbei bemerkt: Den Eltern, Schulen und allen anderen Personen und Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, kommt hierbei eine ganz besondere Verantwortung zu. Denn online ist die Sicherheit Privatsache. Und jeder muss lernen, wie man sich schützt.

* Udo Schneider arbeitet als Solution Architect bei Trend Micro.

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