Hacker-Drohung: USA kappen WLAN in Guantanamo Hacker-Drohung: USA kappen WLAN in Guantanamo - Computerwelt

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22.05.2013 pte

Hacker-Drohung: USA kappen WLAN in Guantanamo

Das US-Militär hat auf seinem Stützpunkt im kubanischen Guantanamo den WLAN-Zugang abgedreht. Wie Oberstleutnant Samuel House gegenüber der Associated Press bestätigt, sind von diesem vorbeugenden Schritt auch der Facebook- und Twitterzugang über militärische Netzwerke betroffen.

© IDGNS

Grund für diese außerordentliche Maßnahme sind aktuelle Drohungen des Hacker-Kollektivs Anonymous. Dieses will damit auf die schlechten Haftbedingungen im dortigen Gefangenenlager aufmerksam machen.

"Eigentlich sollte Anonymous nicht in der Lage sein, sich in so hochsensible Systeme wie jenes des US-Militärs in Guanatanamo reinzuhacken", sagt Sandro Gaycken von der Freien Universität Berlin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur pressetext. Seiner Einschätzung zufolge handelt es sich dabei um eine prophylaktische Vorsichtsmaßnahme. Die genaue Drohung von Anonymus ist unterdessen nicht klar. Die Hacker fahren derzeit die sogenannte #OpGTMO-Kampagne und sprechen von anstehenden "Störaktivitäten". Das Kollektiv fordert zudem seine Follower auf, das Weiße Haus mit Telefonanrufen zu fluten und ihre Solidarität mit den Häftlingen in dem umstrittenen Camp kundzutun.

In Guanatanamo haben Soldaten WLAN-Zugang in den verschiedensten Räumlichkeiten, unter anderem auch in der Bibliotehek oder der Cafeteria, wo Starbucks-Kaffee serviert wird. Hinzu kommen eine Bowlingbahn und ein Irish Pub. Bislang sind jedoch noch keine Störattacken vernommen worden. Wie lange der WLAN-Zugang gesperrt sein wird, ist unklar.

Das besagte Gefangenenlager am Navy-Stützpunkt im äußersten Osten Kubas ist höchst umstritten. Von den insgesamt 166 Häftlingen befinden sich gegenwärtig 103 im Hungerstreik. 30 von ihnen sollen zwangsernährt werden, so der Miami Herald unter Berufung auf Militärkreise. Unterdessen soll eine Twitter-Initiative eines Gefangenen selbst den Druck auf Barack Obama erhöhen, der die Schließung des Camps 2008 als eines seiner zentralen Wahlversprechen propagierte.

Der ehemals in Großbritannien lebende und nun seit elf Jahren inhaftierte Saudi Shaker Aamer ruft über seine Anwälte via Twitter dazu auf, die US-Botschaft in London anzurufen und sie mit Guanatanamo zu konfrontieren. Ohne Aussicht auf ein Verfahren sind die Terrorverdächtigen auf unbestimmte Zeit gefangen. Einen neuen Plan zur Schließung des Camps will Obama am 23. Mai präsentieren. (pte)

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