Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


13.09.2013 Mario Wanderer/apa

Zahl der Cybercrime-Delikte signifikant gestiegen

Wie der, vom Bundeskriminalamt (BK) vorgestellte Cypbercrime-Report 2012 belegt, nimmt die Zahl der Delikte im Bereich Cybercrime stark zu. Über 10.000 angezeigt Fälle bedeuten, dass sich die Anzahl der Fälle im Vergleich zu 2011 mehr als verdoppelt hat. Die Dunkelziffer liegt laut BK noch weit höher.

Die Anzahl der Cybercrime-Opfer steigt rasant.

Die Anzahl der Cybercrime-Opfer steigt rasant.

© apa

Im Vorjahr gab es insgesamt 10.231 Anzeigen wegen Cyberdelikten. Das ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zu 2011, wo 4.831 Fälle zur Anzeige gebracht wurden. Die Aufklärungsquote lag 2012 durchschnittlich bei rund 25 Prozent, was einen Rückgang von rund 20 Prozentpunkten gegenüber 2011 bedeutet. Die Gründe liegen dabei laut BK in der immer stärkeren Professionalisierung der Tätergruppierungen, die kriminell organisiert und international vernetzt sind, sowie dem vermehrten Einsatz von Schadprogrammen. Gleichzeitig wird die Ermittlungsarbeit bei Cybercrime-Delikten laut BK durch den Einsatz von Anonymisierungsdiensten und neuen Technologien für die Beamten immer schwieriger.

Die neuesten Entwicklungen im Bereich der IT-Kriminalität waren vor allem der zunehmende Fokus auf Smartphones als Angriffsziel. Der Anteil an Smartphones in Österreich ist bis zum Jahr 2012 auf rund 60 Prozent angestiegen. Neben der Grundfunktion des Telefonierens übernehmen diese mobilen Geräte immer sensiblere Aufgaben wie Tele-Banking und elektronische Zahlung, wobei sensible Informationen in Form von Zugangsdaten, PINs und TANs direkt am Gerät eingegeben, oft aber sogar gespeichert werden. Nicht zuletzt, weil immer mehr Kriminelle die Möglichkeiten der Smartphones für ihre eigene Bereicherung zu schätzen wissen, erlangen mobile Geräte in der polizeilichen Arbeit immer mehr Bedeutung.

Die Tatverdächtigen sind fast zur Hälfte (47 Prozent) zwischen 25 und 40 Jahre alt, gefolgt von den über 40-Jährigen mit rund 30 Prozent. Im Jahr 2012 stammten von den ermittelten Tätern rund 76 Prozent aus dem Inland. Wie Innenministerin Johanna Mikl-Leitner im Vorwort des Berichts beschreibt, steht das Internet als Kriminalitätsfeld selbst "Cybercrime-Anfängerinnen und -Anfängern" als eine Art "Online-Selbstbedienungsladen 24/7 zur Verfügung". Dieser Umstand ist laut dem Report nicht zuletzt auf den teilweise sorglosen Umgang der Bevölkerung bei der Nutzung des Internets und der Neuen Medien zurückzuführen. (apa)

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