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04.03.2013 Wolfgang Franz/pi

Veeam-Studie: Datensicherung bei Virtualisierung mangelhaft

Veeam Software veröffentlichte heute die Ergebnisse des dritten "Virtualization Data Protection Report", einer regelmäßigen Studie zum Einfluss der Server-Virtualisierung auf die Datensicherheit sowie Backup- und Recovery-Strategien.

Veeam Software: dritter "Virtualization Data Protection Report".

Veeam Software: dritter "Virtualization Data Protection Report".

© Veeam Software

Die unabhängige Befragung von 500 Chief Information Officers (CIOs) großer Unternehmen in den USA und Europa zeigt, dass Unternehmen noch immer nicht alle Vorteile der Virtualisierung für die Datensicherheit ausschöpfen. Und damit nicht genug: Seit dem letzten Report Ende 2011 haben sich die Datensicherungsfähigkeiten in einigen Bereichen sogar verschlechtert.

Die wichtigsten Ergebnisse
– 68 Prozent der CIOs haben das Gefühl, dass ihre Backup- und Recovery-Tools infolge des wachsenden Datenaufkommens und der steigenden Server-Zahl in ihren Unternehmen weniger effizient funktionieren.
– Mit einer Dauer von fünf Stunden ist die Wiederherstellungszeit von virtuellen Servern nur geringfügig schneller als die von physischen Servern (sechs Stunden). Diese Angaben haben sich im Vergleich zum Jahr 2011 verschlechtert, als die Wiederherstellung nur vier (virtualisiert) bzw. fünf (physisch) Stunden dauerte.
– Jede Stunde Serverausfall kostet die Unternehmen im Schnitt € 247.530. Auf die durchschnittliche Ausfallzeit bezogen bedeutet dies Kosten von mehr als 1,2 Millionen Euro pro Serverausfall.
– Die Wiederherstellung von einzelnen Dateien und Applikationen kann noch länger dauern. Beispielsweise dauert die Wiederherstellung einer einzelnen E-Mail im Durchschnitt 14 Stunden.
– Unabhängig von der Wiederherstellungszeit treten bei jedem sechsten Wiederherstellungsvorgang Probleme auf.
– Drei Zahlen zeigen, dass Datensicherheit nach wie vor keine einfache Aufgabe ist: 88 Prozent der CIOs bemängeln den Funktionsumfang von Backup- und Recovery-Lösungen, 87 Prozent sehen die Kosten als Hemmnis und 84 Prozent sehen die Komplexität der Aufgabe als Herausforderung.
– Entsprechend hoch ist die Wechselbereitschaft: Bis 2014 planen 58 Prozent der CIOs die Einführung eines neuen Backup-Tools für ihre virtuellen Umgebungen.

"Auf den ersten Blick scheinen die Befürchtungen der CIOs berechtigt zu sein: Trotz des Potenzials für schnellere, effizientere Datensicherheit durch Virtualisierung und der Verbesserungen moderner Datensicherungstools hat sich die Wiederherstellungsdauer seit 2011 verlängert," sagt Ratmir Timashev, Präsident und CEO von Veeam. "Diese offensichtliche Stagnation bei der Datensicherheit wird von zwei Dingen beeinflusst. Erstens, die virtuelle Infrastruktur wächst konstant. So wie sie inzwischen den Großteil der IT-Infrastrukturen ausmacht, wird sie auch in Zukunft weiter wachsen. Zweitens passen Organisationen ihre Datensicherheitstools und -strategien nicht an diese Entwicklung an. Zum Beispiel setzt die Mehrheit der Unternehmen immer noch Agenten-basierte Lösungen für Backup und Recovery ein. Dieser Ansatz funktioniert zwar für physische Umgebungen, ist in einer virtuellen Infrastruktur aber sowohl unnötig als auch ungeeignet. Organisationen werden solange nicht in der Lage sein, das volle Potenzial der Virtualisierung auszuschöpfen, bis sie aufhören, die Technik mit der alten, in den Prinzipien der physischen Infrastrukturen verhafteten Denke zu betrachten.”

Derzeit sind 51 Prozent aller Unternehmensserver virtualisiert. Diese Zahl wird voraussichtlich bis 2014 auf 63 Prozent steigen. Entsprechend präsent sind die Herausforderungen rund um die Datensicherheit in diesem Kontext: 88 Prozent der CIOs sind mit den Funktionen ihrer Backup- & Recovery-Lösungen unzufrieden, 84 Prozent kämpfen mit der Komplexität der Aufgabe und 87 Prozent sehen sich durch die Kosten eingeschränkt.

77 Prozent der Unternehmen, die Agenten-basierende Backup-Tools nutzten, berichten von Problemen in der Anwendung oder Verwaltung der Technologie. Dazu gehörten ein übermäßig komplexes Management (43%), häufige Backup-Fehler (32%), häufige Wiederherstellungsfehler (28%), Technologiekosten (20%) und Agenten, die Server ausbremsen (18%).

Unternehmen beginnen dies zu erkennen. Ein Zeichen dafür ist, dass 58 Prozent der Unternehmen planen, bis 2014 ihre Backup-Tools für virtuelle Server auszutauschen. Haupttreiber dafür ist der finanzielle Aufwand: 51 Prozent sind aufgrund der Gesamtkosten und 42 Prozent aufgrund der gegenwärtigen Hardware- und Softwarekosten zu einem Wechsel bereit. Die Komplexität der Systeme ist für 47 Prozent ein Wechselgrund, während das Scheitern an Recovery Time Objectives (32%) und Recovery Point Objectives (24%) ebenso Faktoren für einen Anbieterwechsel sind.

"Die Virtualisierung erreicht einen Wendepunkt”, sagt Ratmir Timashev. "Organisationen haben die Vorteile erkannt, welche die Technik mit sich bringen kann. Sie beginnen herauszufinden, welche davon sie verwirklichen können, wenn sie die Technologie richtig managen und anwenden. Moderne Datensicherungs-Tools, speziell für die Virtualisierung entwickelt, können sowohl funktionale Potenziale erschließen, als auch Komplexität und Kosten verringern. Geringere Kosten, beispielsweise für die Replikation, ermöglichen es Unternehmen, weit mehr von ihrer geschäftskritischen Infrastruktur vor Server-Ausfallzeiten zu schützen. Damit können Kosten in Millionenhöhe vermieden werden. Backup und Recovery zu virtualisieren bedeutet, dass Unternehmen mehr als die aktuell gerade einmal sieben Prozent ihrer Backups regelmäßig testen können. Die Verwendung des entsprechenden Tools für diese Aufgabe lässt CIOs einzelne Items oder ganze Server in weit weniger als 5 Stunden wiederherstellen."

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