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13.12.2016 Wolfgang Franz/pi

Social Collaboration Studie: Fortschritte bei der vernetzten Zusammenarbeit

Neben Deutschland wird nun auch die Situation in Österreich und der Schweiz analysiert.

Boris Ovcak, Director Social Collaboration bei Campana & Schott.

Boris Ovcak, Director Social Collaboration bei Campana & Schott.

© Xing

Die digitale Transformation verändert die Kommunikation und Zusammenarbeit in Unternehmen grundlegend. Dafür müssen neue, flexible Rahmenbedingungen geschaffen werden, so das Fazit des Weißbuchs Arbeiten 4.0, das Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles Ende November vorgestellt hat. Dass deutsche Firmen bei der Einführung moderner Technologien jedoch häufig noch zurückhaltend waren, zeigte die erste Deutsche Social Collaboration Studie Anfang 2016. Inwieweit sich dies inzwischen geändert hat, untersucht nun die Neuauflage der Studie, die soeben gestartet wurde.

Um die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Zusammenarbeit im Unternehmen besser zu verstehen, haben Campana & Schott und der Fachbereich Wirtschaftsinformatik der TU Darmstadt im vergangenen Jahr erstmals die Deutsche Social Collaboration Studie durchgeführt. Die Studie widmet sich den Anwendungsszenarien und Auswirkungen von Social Collaboration, unabhängig spezifischer Tools. Sie beleuchtet unter welchen Bedingungen sich der Einsatz neuer Technologien für Unternehmen wirklich auszahlt, in welchen Arbeitsszenarien besondere Potenziale bestehen und welche Bedeutung die Kultur eines Unternehmens für die vernetzte Zusammenarbeit hat.

Die Neuauflage soll einen Gesamtüberblick über die Nutzung moderner Technologien zur vernetzten Zusammenarbeit geben. Ein besonderer Fokus liegt auf Einsatzmöglichkeiten und Nutzen von sogenannten Enterprise Social Networks. Aufgrund des hohen Interesses wird die Erhebung darüber hinaus auf Österreich und die deutschsprachige Schweiz ausgeweitet. Bis zum 31. Januar 2017 haben Unternehmen die Möglichkeit an der Online-Befragung teilzunehmen.

"Die Art wie wir zusammenarbeiten bestimmt ganz wesentlich, welche Ergebnisse wir dabei erzielen werden. Unsere erste Studie lieferte eine richtungsweisende Orientierung. Wir haben die Untersuchung aber bewusst mehrjährig angelegt, um Trends frühzeitig aufspüren und wertvolle Hilfestellung für die Teilnehmer, aber auch andere Unternehmen, geben zu können", so Boris Ovcak, Director Social Collaboration bei Campana & Schott.

Die Ergebnisse 2016
Obwohl Vorstände, Geschäftsführer und CIOs immer wieder den hohen Stellenwert von Social Collaboration in ihrem Unternehmen betonen, zeigte die erste Umfrage unter 519 Mitarbeitern von Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen, dass zwischen den hohen Erwartungen und dem Unternehmensalltag noch eine große Lücke klafft. Auf einer Skala von "0" (vollständig analog) bis "3" (vollständig digital) erzielten die befragten Unternehmen einen durchschnittlichen Reifegrad von 1,24. Das heißt, persönliche Kontakte, Telefonate und E-Mails standen nach wie vor hoch im Kurs.
 
Gleichzeitig konnte die Studie aber einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Nutzung von fortschrittlichen Technologien und der eigenen Arbeitseffizienz nachweisen. Folglich können Unternehmen ihre Produktivität verbessern, wenn sie geeignete Lösungen bereitstellen und dafür sorgen, dass sie auch genutzt werden.

Unternehmen mit 1.000 bis 20.000 Mitarbeitern hatten im Durchschnitt einen niedrigeren Reifegrad als größere Unternehmen und schnitten auch bei der Effizienz schlechter ab. Diejenigen, die fortschrittliche Technologien nutzten, bewerteten ihre Effizienz um 58 Prozent höher.

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