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04.08.2011 Christof Baumgartner/idg

Videokonferenzen auch für KMU interessant

Trotz hoher Investitionen soll der Markt für Videokonferenzen stark wachsen. Auch KMU sollen auf den Geschmack kommen.

Der zunehmende Einsatz von Videokonferenzen als Bestandteil von Unified-Communications-Lösungen (UC) sowie die steigende Marktdurchdringung von Videolösungen im Mittelstand wird das Umsatzwachstum im Markt für Videokonferenztechnik fördern. Eine Studie der Analysten von Frost&Sullivan bestätigt aktuell steigende Wachstumsraten und prognostiziert eine gute Entwicklung auch in Zukunft. Der europäische Markt für Videokonferenz-Endpunkte betrug demnach im Jahr 2010 insgesamt 518,3 Millionen Dollar (rund 360 Millionen Euro) und soll bis 2016 auf 1,43 Milliarden Dollar (knapp eine Milliarde Euro) anwachsen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 18,4 Prozent. Viele Unternehmen verzichten derzeit noch auf eine Investition in ein entsprechendes System, da der Nutzen von visueller Kommunikation nur schwer mit einem unmittelbaren Return-on-Investment verbunden werden kann. Die Einführung von Videokonferenzsystemen sei außerdem stark vom menschlichen Faktor abhängig. Der Aufwand, der erforderlich sei, um eine eingefahrene Arbeitsroutine zu verändern und reale Interaktion mit Videokommunikation zu ersetzen, hemme die Einführung.

ZEIT UND GELD Ein Treiber auf der Nachfrageseite ist das Bestreben der Unternehmen, Zeit und Geld einzusparen. Zu lösende wichtige Fragen vor dem Einsatz, um deren Lösung sich die Anbieter vermehrt kümmern, umfassen die Bereiche Sicherheit, Firewall-Überwindung und die Dienstleistungsqualität im Rahmen von Videokommunikation zwischen mehreren Standorten. »Die Tatsache, dass Unternehmen Reisekosten reduzieren müssen, ohne dabei jedoch die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und mit den Kunden zu beeinträchtigen, wird den europäischen Markt für Videokonferenz-Endpunkte ankurbeln«, erklärt Analystin Iwona Petruczynik. »Auch die immer strikteren, vom Europäischen Parlament eingesetzten Umweltauflagen werden die Marktentwicklung begünstigen.«

GESCHÄFTSREISEN ÜBERFLÜSSIG? Eine Studie des UC-Lösungsanbieters Polycom hinterfragt grundsätzlich den Nutzen von Geschäftsreisen für ein Unternehmen. Einerseits beabsichtigt ein Viertel der befragten Führungskräfte, im Jahr 2011 noch häufiger zu reisen, andererseits stellt ein Drittel der Führungskräfte den Nutzen von Geschäftsreisen infrage und erläutert, dass es möglich wäre, auswärtige Meetings effektiver per Videokonferenz durchzuführen. Viele der 400 befragten Führungskräfte klagen über die hohe berufliche und familiäre Belastung ihrer Reisetätigkeit – so etwa das Verpassen von Familienfeierlichkeiten. Im Durchschnitt mussten die befragten Manager im vergangenen Jahr sieben bis acht Inlandsflüge und sechs bis sieben internationale Flüge aus geschäftlichen Gründen antreten. Insgesamt waren die Führungskräfte im Schnitt 13 Tage auf Kurzstreckenflügen unterwegs.

Worauf warten die Unternehmen noch? Ein Problem ist laut Frost&Sullivan die mangelnde Interoperabilität zwischen den einzelnen Systemen. »Die vielen Interoperabilitäts-Bekundungen halten einer genauen Überprüfung nicht stand«, so Petruczynik. Der Begriff werde von den Anbietern unscharf für verschiedene Dinge verwendet – etwa die Verbindungen zweier Systeme via Gateway. Eine End-to-End- und Feature-to-Feature-Interoperabilität sei indes bisher nicht vorhanden. Vom europäischen Marktkuchen schneidet sich Deutschland mit Frankreich und Groß-britannien 36,4 Prozent ab. Gemeinsam mit Schweden zählen diese Länder laut Frost&Sullivan zu den entwickelten, aber noch nicht reifen Märkten. Den höchsten Reifegrad gebe es in Norwegen, Finnland, Dänemark und Island.

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