Collaboration verändert die Arbeitswelt Detail - Computerwelt

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14.10.2009 Thomas Mach

Collaboration verändert die Arbeitswelt

Collaboration-Tools helfen, Unternehmen rentabler zu gestalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Frost & Sullivan.

Collaboration-Werkzeuge helfen Unternehmensmitarbeitern, ihre Arbeitsweise zu verbessern und steigern dadurch die Rentabilität der Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Meetings Around the World II: Charting the Course of Advanced Collaboration von Frost & Sullivan im Auftrag von Verizon und Cisco. Im Rahmen der Studie wurde untersucht, wie Berufstätige in Unternehmen und Behörden Collaboration-Technologien wie VoIP, Instant Messaging, hochauflösenden Video-Kommunikationssystemen (Immersive Video) oder die TelePresence-Lösungen von Cisco für ihre Arbeit nutzen. Dafür wurden die Auswirkungen von Collaboration-Technologien auf die Leistungsfähigkeit von Unternehmen gemessen, wodurch sich ein Return on Collaboration bestimmen lasse. "Berufstätige berichten überwiegend von positiven Auswirkungen von IP-fähigen Collaboration-Technologien auf die Wettbewerbsposition", erläutert Blair Crump, Group President Worldwide Sales bei Verizon Business. "Zudem sehen wir anhand der Studie, wie Beschäftigte überall auf der Welt Technologien nutzen, um produktiver zu arbeiten und die Zahl der Geschäftsreisen zu verringern."

Die Studie zeige, dass Collaboration-Technologien im heutigen Arbeitsleben eine "wichtige Rolle" spielen und sich die Einstellung gegenüber den Lösungen regional unterscheiden würden. So forciere etwa VoIP die Einführung von Kommunikations- und Collaboration-Anwendungen. IT-Manager, die VoIP im Vergleich zur traditionellen Telefonie lange skeptisch gegenüberstanden, würden heute ihre IP-Networking-Investitionen erhöhen, um Communication- und Collaboration-Tools einzusetzen. Insgesamt gaben 92 Prozent der befragten IT-Manager an, dass VoIP in punkto Qualität mindestens ebenso gut, wenn nicht besser seien als herkömmliche Festnetz-Telefoniesysteme. Zudem helfen Collaboration-Technologien stark ausgelasteten Berufstätigen, Stress und Arbeitsbelastung in den Griff zu bekommen, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Manche Arbeitnehmer begegnen der Technologie allerdings mit einer Art Hassliebe. So zeige die Studie, dass Berufstätige heute ihr Leben stärker kontrollieren wollen. Demnach gaben 58 Prozent an, dass sie nicht immer und überall erreichbar sein möchten. Gleichzeitig sagten 52 Prozent der Befragten, dass man als Arbeitnehmer dank der neuen Kommunikationsmittel mehr Kontrolle über sein Leben ausüben kann. Außerdem gab fast die Hälfte (47 Prozent) an, dass sie auf die Möglichkeit des Remote-Conferencing nicht verzichten wollen.

Auch das Vertrauen in Virtual Meeting-Technologien nimmt zu. Rund 61 Prozent finden, dass durch Collaboration-Technologien weniger Geschäftsreisen notwendig sind, mehr als die Hälfte der Befragten glauben, dass die Verwendung von Conferencing-Technologien wie Audio-, Web- oder Video-Conferencing eine gute Alternative zum persönlichen Geschäftsbesuch darstellt. Dabei zeigt sich ein regionaler Trend: Befragte aus Europa arbeiten lieber im Büro als vom Home-Office aus und bevorzugen persönliche Treffen und Geschäftsreisen gegenüber Telefonkonferenzen. Die Befragten in der Asien-Pazifikregion und in den USA jedoch sehen Conferencing als gute Alternative zu persönlichen Meetings an.

Zudem wird Telearbeit das Studie zufolge immer wichtiger. Fast die Hälfte (47 Prozent) der Befragten gaben an, dass in ihrem Unternehmen Telearbeit existiert. Weniger als ein Drittel (27 Prozent) arbeitet dabei mindestens einmal wöchentlich online von außerhalb, 22 Prozent nutzen diese Möglichkeit täglich. Gleichzeitig geben 61 Prozent der Befragten an, dass sie gern von überall aus arbeiten. Den Ergebnissen zufolge ist Indien das Telearbeit-freundlichste Land: Hier ist die Telearbeit bei 59 Prozent der Unternehmen per Regelwerk formalisiert und 48 Prozent der Mitarbeiter arbeiten täglich online außerhalb des Unternehmens. An zweiter Stelle steht Hongkong, wo 54 Prozent der Unternehmen über entsprechende Richtlinien verfügen und 26 Prozent der Mitarbeiter die Telearbeit täglich nutzen. Die Vereinigten Staaten und China belegen zusammen den dritten Platz: 47 Prozent der amerikanischen und 64 Prozent der chinesischen Organisationen verfügen über formale Richtlinien zur Telearbeit; 25 Prozent der Mitarbeiter in den USA und 21 Prozent der Mitarbeiter in China greifen täglich darauf zurück.

Mehr als die Hälfte (53 Prozent) ist wiederum der Meinung, dass das Anforderungsprofil an Collaborative-Technologien entscheidend von der Verbesserung der CO2-Bilanz der Unternehmen sowie anderen Umweltschutzbelangen bestimmt wird, allerdings gab es auch hier regionale Unterschiede. Insgesamt zeigte sich bei der Untersuchung von globalen Trends vor allem eines: Beschäftigte weltweit bevorzugen unterschiedliche Arbeitsweisen bevorzugen. "Zwar kann die Einführung von Technologien dazu beitragen, geographische Grenzen zu überwinden, es sind aber weiterhin kulturelle Unterschiede zu berücksichtigen, damit geschäftliche Interaktionen zwischen verschiedenen Ländern und Regionen optimale Ergebnisse bringen", unterstreicht Carlos Dominguez, Senior VP des Aufsichtsrates und CEO von Cisco. "Genauso wie zwei Länder sich unterscheiden, unterscheiden sich auch deren Arbeitnehmer voneinander. Aus unserer Sicht wird diese Diversität in Zukunft treibende Kraft für Innovationen sein."

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