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16.12.2009 Jon Doyle*

Flexible Kommunikation für KMU birgt Potenziale

KMU sind für Telkos eine Zielgruppe mit Potenzial. Mit Service-Plattformen, die einfache und sichere Möglichkeiten für mobile Kommunikation bereitstellen, lassen sich attraktive Angebote gestalten.

Sage und schreibe 99 Prozent aller europäischen Unternehmen sind kleine und mittelständische Betriebe. Rund die Hälfte dieser Firmen haben weniger als 20 Angestellte. Dezidierte Angebote für eine zeitgemäße mobile Kommunikation dieser Zielgruppe gibt es kaum. Auf der anderen Seite existieren Anforderungen, wie sie denen eines Großunternehmens in nichts nachstehen: Compliance-Richtlinien zwingen zur E-Mail-Archivierung und sensible Kundendaten erfordern hohe Sicherheitsstandards. Hinzu kommt, dass aktuelle Web-2.0-Technologien neue Anforderungen an die IT stellen. Eine weitere Herausforderung, vor der sich kleine und mittelständische Betriebe sehen, ist die oft weniger strikte Trennung zwischen Arbeit und Freizeit. Längst sind es nicht mehr nur die »hippen Kreativen«, die mit dem Geschäfts-Laptop auch ihre Freizeit gestalten. Und Smartphones wie das iPhone bieten neben dem geschäftlichen Nutzen auch einen wirksamen Mitarbeiter-Anreiz.

Das Problem: Die etablierten Anbieter von Business-Lösungen haben zum einen nur teure Lösungen im Portfolio, die sich an die Bedürfnisse von Großunternehmen richten. Zum anderen adressieren ihre Sicherheitskonzepte oft nur die Probleme innerhalb eines homogenen Firmen-WAN mit klar definierten Schnittstellen zum öffentlichen Netz. Und exakt hier liegt das Potenzial für mobile Kommunikationsanbieter. Bislang bewegen sich ihre Angebote für Geschäftskunden in eng definierten Grenzen. So ist der Dreh- und Angelpunkt meist ein auf Blackberry-Nutzer zugeschnittenes Angebot. Es basiert im Wesentlichen auf einem starken Gesprächsaufkommen und unterscheidet sich vom Consumer-Pendant durch hohe Grundgebühren bei niedrigen Minutenpreisen. KMU bleiben außen vor. Dabei wäre besonders diese Zielgruppe für Telekommunikationsunternehmen aller Größenordnungen äußerst interessant. So schätzen die Analysten von Radicati, dass das weltweite Marktpotenzial für mobile E-Mail-Dienste mit Smartphones im KMU-Segment in den kommenden drei Jahren auf rund 31 Milliarden US-Dollar ansteigt. Noch immer werden rund zwölf Millionen dieser Geräte in Unternehmen ohne einen E-Mail-Service genutzt, wie ihn beispielsweise Blackberry bietet. Wer hier Mehrwertangebote schafft, generiert wichtige Zusatzerlöse und kann in einem wachsenden Markt zu den Pionieren gehören. Die Grundlage dafür muss eine Unified-Communications-Technologieplattform bieten.

KOMMUNIKATION AUF ALLEN KANÄLEN Von zentraler Bedeutung ist sicherlich die Kommunikation auf allen Kanälen: Nur wenn alle Office-Funktionen wie die Kalender- und Kontaktverwaltung und der Abruf via Push-E-Mail komfortabel funktionieren, finden solche Lösungen auch Akzeptanz beim Kunden. Damit eng verbunden sind hohe Anforderungen an Groupware- und Collaboration-Features. Erst wenn Kontakte und Terminkalendereinträge einem kompletten Team zur Verfügung stehen, entfalten Smartphones ihr Potenzial bei der mobilen Koordination von Mitarbeitern. Auch in Sachen Backup darf sich die Zielgruppe zu keinem Zeitpunkt alleingelassen fühlen. Nur eine automatisierte Synchronisation des Smartphones mit dem Kommunikationsserver garantiert ein stets aktuelles und vollständiges »Gedächtnis«. Gerade bei geschäftskritischen Daten muss es zudem die Möglichkeit geben, Daten aus der Ferne zu löschen und das Gerät zu sperren. Eine weitere wichtige Anforderung ergibt sich aus dem Fehlen von professioneller IT-Unterstützung bei der Zielgruppe: Eine gehostete mobile Kommunikationsplattform muss ohne aufwändige Softwareinstallation funktionieren. Dazu aber muss auch die Kompatibilität mit der eigenen Hardware garantiert sein. Ein weiterer Punkt, mit dem mobile Anbieter gegenüber dem Wettbewerb trumpfen können, sind standardisierte, dokumentierte Schnittstellen. Nur Plattformen, die auch mit Applikationen anderer Anbieter reibungslos zusammenarbeiten, können den Usern jederzeit die gewünschten Funktionen liefern.

Die Beispiele zeigen, dass es einer äußerst attraktiven Zielgruppe an professionellen, preiswerten und flexiblen Kommunikationsmöglichkeiten mangelt. Mit mobilen Business-Services für Smartphones können Service Provider diese Lücke erfolgreich schließen. Dabei hängt der Geschäftserfolg vor allem davon ab, einen Partner zu finden, der auf diesem Gebiet ausreichend Expertise hat, um auch einer großen Anzahl kleiner Unternehmenskunden spielend den gewünschten Service-Level zu bieten.

*Der Autor ist VP Business Development von CommuniGate Systems.

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