Kommunikation als Dienstleistung bringt vor allem für den Mittelstand deutliche Kostenvorteile Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


24.02.2010 Till Maass*/Thomas Mach

Kommunikation als Dienstleistung bringt vor allem für den Mittelstand deutliche Kostenvorteile

Mit Unified Communications as a Service sparen Unternehmen Investitionen in eine neue Telekommunikations-Infrastruktur. Dabei werden alle benötigten Kommunikationsfunktionen als Dienstleistung bezogen und monatlich pro User abgerechnet.

Unternehmen mit großen Außendienstorganisationen und komplexen Vertriebs- und Servicestrukturen stehen heute vor der Herausforderung, weiträumig verteilte Telekommunikations-Infrastrukturen betreiben zu müssen. Den Vorteilen der Kundennähe und Servicequalität stehen Stolpersteine wie zum Beispiel Kosten, Administrierbarkeit und Flexibilität gegenüber. Abhilfe schafft hier Unified Communications as a Service (UC as a Service).

Dabei übertragen Unternehmen die Verantwortung für eine Kommunikationslösung komplett an einen Dienstleister. Sie müssen dann keine eigenen Personalressourcen und kein Know-how für den Betrieb der Kommunikationslösung mehr aufbringen. Vielmehr nutzen sie bei UC as a Service eine professionelle, zentrale Infrastruktur, die höchste Verfügbarkeit und Sicherheit gewährleisten muss.

SAAS GEKOPPELT MIT UC Aus einer umfassenderen Perspektive betrachtet kommen bei UC as a Service zwei Trends zusammen: Der erste ist Unified Communications selbst. So identifizierte etwa die Gartner Group UC als eines der Top-IT-Themen für 2009. Belege für das enorme Interesse an UC in den Unternehmen liefern mehrere Studien des Beratungshauses Berlecon Research. Eines der zentralen Ergebnisse des Reports Wettbewerbsfaktor effiziente Kommunikation – Potenzial von Unified Communications: Für rund 90 Prozent der befragten Vertriebs- und Außendienstleiter spielt effiziente Kommunikation in Form von UC eine zentrale Rolle, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und eine schnellere Auftragsabwicklung sicherzustellen.

Der zweite Trend ist Software as a Service (SaaS). UC as a Service ist eines der wichtigsten Segmente von SaaS, Zahlen der Gartner Group zufolge hat sich der SaaS-Markt in den Jahren 2006/2007 nahezu explosionsartig entwickelt. Bis 2012 rechnen die Analysten mit einer weiteren Verdopplung des Markvolumens. Das umsatzstärkste SaaS-Segment ist der Bereich Content, Communication und Collaboration. Hier prognostizieren die Marktforscher ein Wachstum von mehr als 120 Prozent in den nächsten drei Jahren. Als wichtigste Gründe für das rasante Wachstum nennen die Experten Kosteneffizienz, Einfachheit und die zunehmende Beschleunigung in den Geschäftsprozessen. Genau dies sind auch die Treiber für UC as a Service.

Eine derartige Lösung umfasst das Funktionsspektrum eines modernen TK-Systems. Dazu zählt beispielsweise die Unterstützung verschiedener kabelgebundener und schnurloser Telefone im Büro, von Softphones sowie von mobilen Endgeräten wie Smartphones. Weitere Bestandteile sind leistungsfähige Funktionen für Anrufbeantworter, Voicemail, Faxserver, die Weiterleitung von Sprachnachrichten per E-Mail, Warteschlagen und die automatische Rufverteilung. Komplettiert werden die Features durch die Einbindung mobiler Teilnehmer und virtueller Räume für Telefonkonferenzen. Das UC-as-a-Service-Angebot von Damovo beispielsweise besteht aus modularen Paketen.

Unternehmen können die einzelnen Pakete je nach ihren Anforderungen pro Arbeitsplatz nutzen. Individuelle Angebote zeichnen sich durch flexible Vertragsmindestlaufzeiten aus. Dies macht die Dienstleistung im Vergleich zu einer TK-Anlage mit langen Vertragslaufzeiten deutlich transparenter und damit letztlich preisgünstiger. Ein denkbares Einstiegsszenario sieht vor, dass in einzelnen Unternehmensfilialen die alte TK-Anlage völlig durch die Nutzung von UC as a Service ersetzt wird. In dem Fall übernimmt ein UC-Spezialist beispielsweise auch die Integration von UC as a Service in eine herkömmliche TK-Anlage, die noch in der Unternehmenszentrale des Kunden genutzt wird.

SCHRITT FÜR SCHRITT Eines der wichtigsten Merkmale von UC as a Service ist die hohe Flexibilität durch schnelle Inbetriebnahme innovativer Kommunikationstechnologien. Die Lösung ist immer auf dem neuesten Stand, darum müssen sich Unternehmen als Benutzer des Service nicht mehr selbst kümmern. Mitarbeiter lassen sich kurzfristig hinzufügen oder abmelden und Standorte kündigen. Teilnehmer können ohne Verlust von Funktionen ortsunabhängig verteilt werden, ein Internetzugang reicht. Zwischen den Standorten des Unternehmens wird über das Internet telefoniert. Alle Funktionen sind, abhängig vom Endgerät, an jedem Ort verfügbar.

Die Funktionalität einer UC-as-a-Service-Lösung ist die eine Sache, mindestens ebenso wichtig ist die Bewertung der Kosten. Bei UC as a Service setzen sie sich aus drei Blöcken zusammen: Erstens den einmaligen Entgelten für die Einrichtung des Kunden und der Arbeitsplätze, zweitens der über die Vertragslaufzeit monatlich wiederkehrenden Aufwendungen und drittens den verbrauchsabhängigen Gebühren.

KOSTEN VERSUS FUNKTION Eine wichtige Voraussetzung für UC as a Service: Das Unternehmen oder eine Filiale sollte bereits über eine hochverfügbare lokale Netzwerkinfrastruktur basierend auf 100-Mbit/s-Switches und einer Verkabelung vom Typ Cat5 verfügen. Für jedes IP-Telefon muss zudem eine Netzwerksteckdose vorhanden sein. Das Netzwerk darf auch in Spitzenzeiten nicht an die Auslastungsgrenzen stoßen und muss ausreichende Bandbreitenreserven für den zu erwartenden Sprachverkehr bereithalten. Für jedes Telefongespräch ist mit einer zusätzlichen Kapazität von 80 bis 100 KBit/s zu rechnen. Bei einer gängigen Nutzung von Büroprogrammen mit nur mäßigem Datenaustausch über das lokale Netzwerk ist ein gemischter Betrieb von IP-Telefonen und PC-Arbeitsplätzen an einem Layer 2-Switch möglich. Müssen diese Rahmenbedingungen erst noch geschaffen werden, fließen die dafür aufgebrachten Beträge natürlich auch in die Kostenbetrachtung ein.

*Till Maass ist strategischer Portfoliomanager beim Unified Communication-Spezialist Damovo.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • abaton EDV-Dienstleistungs GmbH

    abaton EDV-Dienstleistungs GmbH VPN, Überwachungssysteme, SPAM-Filter, Notfalls-Rechenzentren, Firewalls, Datensicherung, Backup und Recovery Systeme,... mehr
  • Rittal GmbH

    Rittal GmbH Netzwerk-Management, Netzkomponenten, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), Überwachungssysteme, Notfalls-Rechenzentren, Netzwerk- und Systemüberwachung,... mehr
  • Matrix42 AG

    Matrix42 AG Mobile Lösungen und Applikationen, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Security Audits, Übernahme von Softwareprojekten, Programmierung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, IKT-Consulting,... mehr
  • Fabasoft AG

    Fabasoft AG Vereine und Verbände, Öffentliche Verwaltung, Medizin und Gesundheitswesen, Luft- und Raumfahrttechnik, Freie Berufe, Finanzdienstleistungen, Qualitätssicherung,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: