Stolpersteine bei der Einführung von Unified Communications Detail - Computerwelt

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07.07.2009 Oliver Weiss

Stolpersteine bei der Einführung von Unified Communications

Als größtes Hindernis sehen viele Anwender die Tatsache, dass es schwierig ist, die Mitarbeiter an die Nutzung von UC-Technologien heranzuführen.

Laut einer von NetIQ weltweit durchgeführten Studie zum Thema Unified Communications (UC) geht es bei der unternehmensweiten UC-Einführung neben der Reduzierung der Kosten in erster Linie um die Steigerung der Mitarbeiterproduktivität. Allerdings können Unternehmen ohne entsprechende Management-Technologien, den möglichen ROI ihrer Investitionen in UC-Lösungen nicht messen.

Die Ergebnisse der Umfrage, an der sich mehr als 400 Unternehmen beteiligten, verdeutlichen, dass die Einführung von UC-Umgebungen oft durch unvorhergesehene Hürden verzögert wird. Als größtes Hindernis gaben 63 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass es schwierig sei, die Mitarbeiter an die Nutzung von UC-Technologien heranzuführen. Wenn es Unternehmen jedoch nicht gelingt, die Unterstützung der Mitarbeiter zu gewinnen und sie zur Nutzung entsprechender Systeme zu bewegen, können die mit der Integration von E-Mail-, Messaging- und Telefonsystemen verbundenen Vorteile nicht realisiert werden, so dass der wirtschaftliche Erfolg von Investitionen in UC-Implementierungen beeinträchtigt wird.

Um die Benutzerakzeptanz von UC-Systemen zu fördern, sollten Unternehmen Trends beim Einsatz entsprechender Applikationen kontrollieren und messen. Nur so kann die Entwicklung der Nutzungsquote effektiv verfolgt und verbessert werden. Allerdings gaben lediglich sechs Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie planen, solche Parameter zu überwachen und zu messen. 19 Prozent antworteten, dass sie keine Strategie verfolgen, mit der die Akzeptanz der Anwender beim Einsatz von UC-Lösungen sichergestellt werden kann. Dies hat zur Folge, dass IT-Administratoren nicht in der Lage sind, Produktivitätsdaten zu erfassen und die Qualität des Benutzererlebnisses zu optimieren. Dabei können IT-Administratoren mit den richtigen Tools nicht nur den Management-Lifecycle vereinfachen, sondern verfügen auch über Überwachungs- und Berichtsfunktionen, mit deren Hilfe sie die Kosten ihrer UC-Investitionen rechtfertigen können.

Weitere Ergebnisse: - 43 Prozent der Unternehmen haben noch nicht ermittelt, ob ihr Netzwerk tauglich ist, Unified-Communications-Technologien in Echtzeit zu unterstützen.

- 33 Prozent haben Bedenken, ob ihre bestehende Netzwerkinfrastruktur in der Lage ist, den zusätzlichen Anforderungen durch UC-Implementierungen gerecht zu werden.

- 50 Prozent der Umfrageteilnehmer setzen aus Kostengründen keine Management-Lösungen ein.

- 47 Prozent gehen davon aus, dass sie nicht über das erforderliche Know-how verfügen, um entsprechende Managementtechnologien zu implementieren und zu warten.

- 87 Prozent der Befragten nannten E‑Mail und Messaging als primäre Komponente ihrer Unified-Communications-Strategie, gefolgt von VoIP/Sprachtelefonie (65 Prozent) und mobilen Services (64 Prozent).

- 73 Prozent nannten Microsoft als bevorzugten Anbieter von UC-Lösungen.

Um die in dieser Umfrage deutlich gewordenen Herausforderungen – beispielsweise die Frage, ob das Netzwerk für UC tauglich ist und über die erforderliche QoS (Quality of Service) verfügt – einzudämmen, empfiehlt NetIQ einen proaktiven Lifecycle-Ansatz für das Management von UC-Infrastrukturen. Dies beginnt bei der Analyse der Netzwerkvoraussetzungen, bei der die für eine erfolgreiche UC-Implementierung erforderlichen Planungen und Tests vorgenommen werden. Diese Analyse liefert Aufschlüsse über die Leistung des Netzwerks vor der Implementierung neuer und anspruchsvoller UC-Implementierungen und zeigt auf, welche Korrekturen und Verbesserungen vorgenommen werden können, damit das Netzwerk nach der Implementierung die gewünschte Performance aufweist.

Nachdem die Implementierung abgeschlossen ist, empfiehlt NetIQ ein umfassendes Management, bei dem sämtliche Aspekte der Services, die für das Unternehmen bereitgestellt werden, überwacht werden. Die Überwachung der UC-Kernapplikationen, der unterstützenden UC-Applikationen und des zugrundeliegenden Netzwerks liefert nicht nur Einblicke in die Performance der Kommunikationsinfrastruktur, auf die das Unternehmen angewiesen ist, sondern auch die Daten, die benötigt werden, um den Anwendern die Servicequalität zu bieten, die sie von herkömmlichen Telefonsystemen gewohnt sind.

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