TA Group: Komplett virtualisierte Mehrschichten-Architektur mobiler Netzwerkfunktionen im Live-Netz TA Group: Komplett virtualisierte Mehrschichten-Architektur mobiler Netzwerkfunktionen im Live-Netz - Computerwelt

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20.02.2015 pi/Rudolf Felser

TA Group: Komplett virtualisierte Mehrschichten-Architektur mobiler Netzwerkfunktionen im Live-Netz

Die Telekom Austria Group verlautbarte heute die eigenen Angaben zufolge "weltweit erste erfolgreiche Demonstration einer vollständig virtualisierten Palette mobiler Netzwerkfunktionen in einem kommerziellen Netzwerk" ihrer serbischen Tochtergesellschaft Vip mobile.

© Mikhail Tolstoy - Fotolia.com

Im Vorfeld des anstehenden "Mobile World Congress“ richtet die Telekommunikationsbranche ihr Hauptaugenmerk verstärkt auf den Einsatz der Netzwerk Virtualisierung (NFV). Die jüngste Demonstration der Telekom Austria Group umfasste eine virtualisierte EPC (Evolved Packet Core)-Lösung von Connectem, die Open-Source IMS-Lösung (IP Multimedia Subsystem) "Clearwater" von Metaswitch sowie einen virtualisierten VoLTE Application Server (AS) von OpenCloud.
 
Nach den 2014 erfolgreich abgeschlossenen Feldversuchen im Bereich virtualisierte EPC- IMS- und VoLTE-Lösungen in Bulgarien, Kroatien, in der Republik Serbien und in der Republik Mazedonien, demonstriert die Gruppe nun einen vollständig virtualisierten Lösungsstack im Live-Netz. In den vorangegangenen Feldversuchen lag der Fokus auf einzelnen virtualisierten Netzwerkfunktionen. Bei diesem Feldversuch stand hingegen die Virtualisierung der kompletten Architektur eines Voice over LTE Services im Mittelpunkt.
 
Statt den Datenverkehr von einer festgelegten Hardware-Ausstattung, auf der eine bestimmte Software läuft, zu empfangen und zu verarbeiten, wird er nun in ein IT-Mehrzweck-Rechenzentrum geschaltet, welches über Intel-x86-Hardware und virtualisierten Diensten läuft. Zusätzlich zu diesen Virtualisierungsdiensten wird eine Software eingesetzt, welche die notwendigen Verarbeitungsvorgänge durchführt, die für die Bereitstellung eines VoLTE-Dienstes in einem virtualisierten Umfeld notwendig sind.
 
Mobilitätsmanagement und Datensitzungssteuerung erfolgen durch die virtualisierte EPC (Evolved Packet Core)-Lösung des Startup-Unternehmens Connectem Inc. Dadurch ist garantiert, dass ein Teilnehmer in einem Mobilfunknetz unterwegs ist, der Mobilfunkdienst aber aktiv bleibt, auch wenn der Teilnehmer sich weiter bewegt.
 
Die Sprachsteuerung bzw. der Anrufaufbau, entsprechende Medienformate sowie die Anrufterminierung erfolgen durch ein virtualisiertes IP-Multimedia-Subsystem (IMS) basierend auf einer Clearwater-Lösung der Firma Metaswitch. Die erforderlichen Eigenschaften des Telefonsystems werden von einem virtualisierten VoLTE Application Server (AS) der Firma OpenCloud bereitgestellt. Beide Lösungen sorgen dafür, dass sich Kunden gegenseitig anrufen und Informationen mittels einer breiten Palette an Medien austauschen können.
 
Zum ersten Mal kommt so der gesamte Kernnetz-Stack virtualisiert zum Einsatz. Das reicht vom virtualisierten EPC, über das virtualisierte Open-Source-basierte IMS bis hin zum virtualisierten VoLTE Application Server. Durch den Einsatz dieses vollständig virtualisierten Lösungsstacks im kommerziellen Netz von Vip mobile konnte die Telekom Austria Group demonstrieren, dass diese Technologie für die breite Anwendung einsatzbereit ist. Die Demonstration gilt als wichtiger Meilenstein in der gesamten NFV-Strategie, auch in Anbetracht der Tatsache, dass das Unternehmen eben erst virtuelles EPC im Netz demonstriert hat.
 
Günther Ottendorfer, Technikvorstand der Telekom Austria Group, kommentiert: "Eines der Hauptthemen, die bei dem bevorstehenden Mobile World Congress intensiv diskutiert werden, ist die Netzwerk Virtualisierung. Als Gruppe haben wir uns bereits ausführlich mit der Virtualisierung auseinander gesetzt und konnten über Erfahrungen und Erkenntnisse bezüglich der neuesten Entwicklungen berichten. Die Telekom Austria Group zählt mit ihren erfolgreichen Feldversuchen zu den Vorreitern der Telekommunikationsbranche auf diesem Gebiet. Durch die Netzwerk Virtualisierung steht der globalen Telekommunikationsindustrie ein entscheidender Paradigmenwechsel bevor. Es zeigt sich, dass das Spiel erst begonnen hat und sich zahlreiche Innovationen am Horizont abzeichnen. Diese werden das Benutzererlebnis künftig erheblich steigern. NFV signalisiert darüber hinaus einen neuen Optimismus der Branche und hat das Potential, dass wir die gesamte Netzinfrastruktur neu überdenken und erheblich optimieren können. Dadurch werden wir dem Kunden noch bessere Dienste anbieten.”
 
Erst kürzlich hat A1 von einem erfolgreichen Feldversuch berichtet, bei dem gemeinsam mit NEC/NetCracker die Funktionalität eines Modems im A1 Rechenzentrum virtualisiert wurde. Das Konzept virtueller Modems ist ebenfalls Teil der Strategie der gesamten Telekom Austria Group zur Virtualisierung der zentralen Komponenten im Kommunikationsnetz. (pi)

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