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20.01.2012 Alexander Spörker*

Gastkommentar: Survival of the fittest

Alexander Spörker, Country Manager VMware Österreich, über gesunde Abnehmmodelle für Unternehmen.

Zeit für die Familie, sich gesünder ernähren, Sport treiben… Die Listen der guten Vorsätze für das neue Jahr sehen vielerorts meist recht ähnlich aus. Doch nicht nur Einzelpersonen haben nach den Schlemmereien der Festtage hehre Vorsätze, auch viele Unternehmen haben sich für 2012 ein Abspeckprogramm verordnet. Inzwischen ist das Neue Jahr auch schon wieder drei Wochen alt – während einige da vielleicht schon wieder aufgegeben haben, glänzen andere durch eiserne Disziplin. Wie halten es österreichische IT-Organisationen mit ihren Vorsätzen? Drei Tipps zum Durchhalten.

Vorsatz Nummer 1: Altlasten loswerden Überflüssige Pfunde loswerden, mit Altlasten aufräumen, um fit und dynamisch durch die kommenden Monate zu gehen – für Unternehmen heißt das auch, sich von bestehenden Modellen, besonders in der IT, zu lösen und konsequent den Umbau der IT-Infrastruktur voranzutreiben. Sprich: Sich von einer physikalisch-dominierten Infrastruktur zu lösen und den Ausbau der virtualisierten Umgebung weiter auszubauen.

Die bereits in den vergangenen Monaten begonnene Abspeckkur beschränkte sich anfangs zumeist in den Rechenzentren der größeren Unternehmen: Physische, viel zu wenig ausgelastete, aber enorme Kosten verschlingende Server wurden dank Virtualisierungssoftware gepoolt und konsolidiert sowie alte Racks ausrangiert. Je nach bestehender physikalischer Infrastruktur sind Konsolidierungsraten von 1:3 bis sogar 1:40 (!) wie bei einem unserer Kunden möglich. Neben Einsparungen bei Hardware, Strom und Kühlung freuen sich die Betriebe auch über wieder mehr Platz im Rechenzentrum und vor allem eine übersichtlichere und einfachere zu verwaltende Hardware-Umgebung.

Ähnlich wie den großen, ergeht es den kleineren und mittelständischen Unternehmen, die statt eines eigenen Rechenzentrums oftmals nur einen begrenzten Raum innerhalb der eigenen vier Wände für die Unternehmens-Server zur Verfügung haben, und für die jeder zusätzliche Schrank nicht nur kostenmäßig eine echte Herausforderung bedeutet. Die schnell sichtbaren Erfolge motivieren, 2012 diesen Weg weiter zu beschreiten.

Vorsatz Nummer 2: Mehr Flexibilität Wirtschaftspolitisch wird das junge Jahr 2012 sicherlich auch die ein oder andere Überraschung bereit halten. Umso wichtiger wird es sein, neben den aufgesetzten Business-Plänen flexibel auf die da kommenden Eventualitäten des Marktes reagieren zu können.

Auch hier ist eine wichtige Grundlage für diese unternehmerische Flexibilität eine virtualisierte IT-Infrastruktur. Sie ist das Backbone, um den unterschiedlichen Anforderungen schnell und individuell angepasst begegnen zu können. Nur mit einer virtualisierten Infrastruktur können Prozesse automatisiert, richtlinienbasierte und Compliance-gerechte Self-Service Portale kreiert sowie zentrale Management- und Steuerungsprozesse etabliert werden – wesentliche Kernkomponenten für ein agiles Wirtschaften.

Der Prozess der gesunden Verschlankung setzt sich bei dem guten Vorsatz nach mehr Flexibilität fort, geht raus aus den Rechenzentren und Serverräumen der Unternehmen und wandert in das sichtbare, unmittelbare Arbeitsumfeld der Mitarbeiter.

Bildlich gesprochen: Blickt man in die Büros, findet man statt der bisher auf Fußhöhe brummenden PCs auf vielen Schreibtischen schlanke Thin Clients, handliche Laptops oder Netbooks. Diese lassen sich nicht nur zentral und einfach von einer Steuerungskonsole verwalten, sondern werden auch den Ansprüchen der Mitarbeiter nach mobileren Arbeitsmöglichkeiten gerecht, lassen sie sich doch einfach zu Kundenbesuchen oder in’s Home Office transportieren. Zugriff auf alle Dokumente, Anwendungen und Programme, mit denen sie im Büro arbeiten, haben sie natürlich trotzdem.

2012 wird es noch einfacher, Informationen im Kollegenkreis auszutauschen und von überall aus Dokumente zu bearbeiten. Auf der vergangenen VMworld haben wir das Project AppBlast vorgestellt, mit dem eine universelle Bereitstellung jeglicher Anwendungen, einschließlich Windows-, Mac- oder Linux-basierter Applikationen, über jedes HTML5-fähige Gerät, möglich wird. Dabei ist es egal, auf welchem Betriebssystem dieser HTML5 Browser ausgeführt wird. Da es sich um eine clientlose Technologie handelt, die wirklich nur im Webbrowser ausgeführt wird, ist keine Installation jeglicher Software auf dem Endgerät des Benutzers nötig. Meiner Meinung nach ist dies weit mehr nur eine "interessante Technologie", sondern ein Projekt, das maßgeblich den Arbeitsplatz der Zukunft mitgestalten und unterstützen wird.

Ähnliches gilt für das Project Octopus, eine Datensynchronisierungstechnologie, die VMware Zimbra und Mozy unterstützt und die Zusammenarbeit auf Unternehmenslevel professionalisiert. Die "Dropbox für Unternehmen" ermöglicht einen sicheren, Compliance-gerechten Austausch von Dateien, bei der sich die Sicherheitsverantwortlichen der IT-Abteilungen nicht mehr die Haare raufen müssen ob des laxen Austausches von Unternehmensdaten.

Vorsatz Nummer 3: Fit durch 2012 Ein dritter Punkt, der bei den guten Vorsätzen nicht fehlen darf, ist die Fitness. Fitness bedeutet nicht nur Dynamik, Beweglichkeit, Agilität, sie ist vor allem auch ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Schon Charles Darwin hat mit seinem Beitrag zur Evolutionstheorie und seinem Konzept "Survival of the fittest" diese wichtige Komponente beim Kampf um’s Überleben erkannt. Natürlich wäre es vermessen zu behaupten, eine gesunde Grundkonstitution der Unternehmen fußt alleine auf der IT. Doch im Kampf gegen die Vielzahl der möglichen, widrigen Umweltbedingungen, spielen sicherlich die eingesetzten Technologien eine nicht unerhebliche Rolle. Ein langfristig erfolgreiches Unternehmen bedient sich in der Regel immer der modernsten Technologien, um seine Ziele zu verfolgen.

Und meines Erachtens vermag kaum eine andere Technologie als Virtualisierung und die darauf aufbauenden Cloud Computing-Konzepte auf die Anforderungen unserer heutigen Zeit zu reagieren.

Denn mit Cloud Computing können Unternehmen heute viel flexibler und schneller Applikationen und Systeme in eine Public Cloud auslagern oder wieder zurück in die eigene IT-Umgebung holen – eine offene Plattform und sichere Schnittstelle vorausgesetzt.

Das Vornehmen guter Vorsätze ist das eine, die konsequente Umsetzung das andere. Gerade bei langfristigen Zielen muss man sich zugegebenerweise immer wieder neu motivieren. Oftmals hilft es dabei, sich Verbündete mit ins Boot zu holen. Im persönlichen Umfeld mag das ein Sportverein oder ein Motivationstrainer sein. Im geschäftlichen Umfeld empfehle ich, auf echte Experten zurückzugreifen. Für den Bereich IT-Infrastruktur, Virtualisierung und Cloud Computing finden sich diese in dem weltweit über 25.000 starken Partnernetzwerk von VMware. Denn gemeinsam ist Vieles leichter.

* Alexander Spörker ist Country Manager von VMware in Österreich.

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