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20.04.2011 Oliver Weiss

Zuerst Virtualisierung, dann Cloud Computing

Hat ein Anwender bereits Erfahrungen mit Virtualisierung gemacht, fällt auch der Wechsel in die Wolke leichter.

Um mehr über bereits gemachte Erfahrungen sowie Erwartungen von Unternehmen herauszufinden, hat Dynamic Markets im Auftrag von Vmware die IT-Entscheider von 1.616 kleinen und mittleren europäischen Unternehmen (KMU) zu Virtualisierung und Cloud Computing befragt. Die Resultate: - 60 Prozent der europäischen KMU haben bereits Teile ihrer IT in die Wolke verlagert. - Bei 73 Prozent dieser Unternehmen wurden zuvor schon Teile der IT-Landschaft virtualisiert. - Unternehmen, die bereits auf Virtualisierung setzen, interessieren sich eher für Cloud-Angebote: 79 Prozent der KMU, die bereits Applikationen oder Infrastruktur in die Cloud verlagert haben, setzen auch Virtualisierung ein, im Vergleich zu acht Prozent, die sich ohne Virtualisierungserfahrungen in die Wolke wagen. - 86 Prozent der Cloud-Anwender geben an, dass Virtualisierung den Einstieg in Cloud Computing erleichtert.

STORAGE ALS ERSTER SCHRITT Bei 56 Prozent der Unternehmen, die bereits Teile ihrer IT-Infrastruktur in die Wolke verlagert haben, sind es die Storage-Ressourcen, die als erstes in die Cloud ausgelagert werden. Speicher ist damit jener Infrastruktur-Bereich, der am häufigsten bereits in die Wolke wandert. Im Gegensatz dazu steckt die Verlagerung von Rechenpower (33 Prozent) und Desktops (27 Prozent) in die Cloud noch in den Kinderschuhen, weshalb diese Bereiche noch viel Spielraum für Innovation und Kosteneinsparungen bieten.

Was die Verlagerung von Applikationen in die Cloud betrifft, so sind E-Mail- und Office-Programme die Anwendungen, die von Unternehmen am häufigsten bereits als Cloud-ready gesehen werden: Bei 61 beziehungsweise 45 Prozent der Befragten, die bereits Applikationen in die Cloud verschoben haben, waren dies eben genannte Applikationen.

Die Studie ist auch der Frage nachgegangen, was Anwender motiviert, auf die Cloud zu setzen: Obwohl Kosteneinsparungen nach wie vor das Hauptargument für die Cloud sind, beginnen viele Unternehmen auch die erhöhte Flexibilität als großen Benefit zu sehen. 37 Prozent der befragten Anwender konnten durch Virtualisierung Hardware- und Wartungskosten einsparen – und das erwarten die IT-Verantwortlichen auch von Cloud Computing: 34 Prozent erhoffen sich weniger Hardwarekosten und 35 Prozent rechnen mit geringeren Wartungsaufwänden.

Ein Viertel der europäischen Unternehmen hat zudem angegeben, dass es virtualisierte IT-Landschaften erleichtern, neue Applikationen und Services einzuführen. Ein ähnlicher Prozentsatz der Befragten (26 Prozent) hat diese Erfahrung auch mit Cloud Computing gemacht. Das zeigt, dass die erhöhte Flexibilität letztendlich noch höher einzuschätzen ist obwohl Unternehmen zunächst wegen der unmittelbaren Kosteneinsparungen auf die Wolke setzen.

Trotz all dieser Vorteile gibt es aber auch Stolpersteine auf dem Weg in die Cloud. Laut einer Umfrage des Backup- und Recovery-Spezialisten Acronis sehen viele IT-Verantwortliche die Punkte Wiederherstellungszeit (Disaster Recovery), Sicherheitsrisiken und steigende Komplexität als größte Hindernisse. Mehr als ein Drittel der IT-Entscheider will daher auch in Zukunft davon absehen, Cloud-Dienste für Backup und Recovery zu verwenden. Immerhin knapp die Hälfte der Befragten glaubt jedoch, dass Backup und Disaster Recovery durch Virtualisierung und Cloud Computing vereinfacht werden. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Besonders kleine und mittlere Industriebetriebe sollten in diesem Bereich sehr sensibel agieren, da ein Ausfall der relevanten IT-Komponenten die rund-um-die-Uhr-Produktion stören könnte, was massive Kosten nach sich zieht.

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