VMware, VirtualPC, VirtualBox: Die beste Virtualisierungs-Software Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


11.04.2010 Hans-Christian Dirscherl*

VMware, VirtualPC, VirtualBox: Die beste Virtualisierungs-Software

Mit der hier vorgestellten Virtualisierungs-Lösungen - die meisten sind gratis - nutzen Sie Windows und Linux sowie andere Betriebssysteme gleichzeitig auf einem Rechner.

Um virtuell Anwendungssoftware oder Betriebssysteme laufen zu lassen, gibt es mehrere Methoden. So kann man Bibliotheken zur Verfügung stellen, die die Funktionalität der Original-Bibliotheken nachahmen - das macht Wine, das für Linux als Windows-Laufzeitumgebung fungiert. Oder man installiert eine komplette virtuelle Umgebung, einen Container sozusagen, in dem ein vollständiges Betriebssystem installiert wird. Solche virtuelle Maschinen bieten Vmware, VirtualPC von Microsoft und VirtualBox von Sun (jetzt Oracle).

TERMINAL-SERVER Eine weitere Alternative für die Nutzung eines fremden Betriebssystem vom eigenen Rechner aus ist der Einsatz von Terminalsoftware. Sie melden sich hierbei von Ihrem Rechner aus auf einem anderen PC an und nutzen dessen Anwendungen. Ihr PC dient also als Terminal, die eigentliche Rechenleistung erledigt der angesteuerte PC, auf den Sie mit einer Fernzugriffssoftware wie beispielsweise VNC zugreifen. Ihre Maus- und Tastatureingaben werden via Internet-Protokoll auf den anderen Rechner übertragen, dessen Bildschirmdaten landen wiederum auf Ihrem PC.

SERVER-VIRTUALISIERUNG Übrigens: Nicht nur für Desktop-Rechner ist die Virtualisierung interessant, ganz im Gegenteil spielen Virtualisierungstechniken besonders bei Servern eine wichtige Rolle, um Kosten zu sparen und vorhandene Ressourcen besser auszunutzen - Stichwort Green IT.

DIE BESTEN VIRTUALISIERUNGSSYSTEME IM ÜBERBLICK Wir stellen Ihnen die bewährtesten Virtualisierungslösungen vor. Darunter befinden sich sowohl relativ bekannte Klassiker als auch eher unbekannte Nischenlösungen, die aber durchaus ihre Berechtigung für spezielle Einsatzzwecke haben.

Cedega von Transgaming Kommerzielle Weiterentwicklung von Wine, bei der besonders DirectX-Bibliotheken nachprogrammiert wurden. Somit eignet sich Cedega vor allem für Linux-Anwender, die Grafik-lastige Windows-Spiele unter Linux spielen wollen.

Crossover von Codeweavers Eine kommerzielle Variante und Weiterentwicklung von Wine. Mit Crossoveroffice kann man unter anderem ältere Versionen von Adobe Photoshop und Microsoft Office einsetzen, aber auch iTunes, Lotus Notes, Framemaker und diverse Spiele. In erster Linie verspricht Crossover eine leichtere Installation der Windows-Programme.

KVM und Qemu Die Kernel-based Virtual Machine ist eine Virtualisierungslösung für Linux. Sie ist direkt in den Kernel von Linux integriert. KVM bildet die Basis für eine Virtualisierung, konkret ausgeführt wird diese aber durch eine andere Anwendung wie Qemu. QEMU steht als virtuelle Maschine unter anderem für Linux, Windows und Mac OS X bereit. Unter anderem nutzt das Linux-Unternehmen Collax KVM für seinen Mailserver.

Moka Mit Moka 5 lässt sich so eine virtuelle Maschine schnell und einfach aufsetzen. Schon nach kurzer Zeit und wenigen Mausklicks besitzen Sie einen virtuellen Zweitrechner, mit dem Sie nach Belieben in den dunklen Ecken des Webs stöbern können. Kostenlos stehen sofort einsatzfertige, virtuelle Linux-PCs zum Download bereit, wer lieber Windows nutzen möchte, wird ebenfalls fündig. Mokka basiert technisch auf Vmware Player.

Parallels Workstation Eine kostenpflichtige Virtualisierunglösung für Windows und Linux sowie MacOS. Eine zeitlich beschränkte Testversion können Sie sich kostenlos herunterladen.

VirtualBox von Sun (jetzt Oracle) Das kostenlose und quelloffene VirtualBox bietet im Wesentlichen die gleiche Funktionalität wie Vorreiter Vmware. Sie können damit als ein vollständiges Betriebssystem als virtuelle Maschine einrichten. Das klappt reibungslos sowohl mit Linux als Gast und Windows als Wirtssystem als auch umgekehrt. Innerhalb von VirtualBox können Sie auch mehrere virtuelle Maschinen erstellen unter denen Sie dann nach dem Start von VirtualBox bequem auswählen. Praktisch: Sie können ein ISO-Image direkt von der Festplatte für die Installation in der virtuellen Maschine auswählen und müssen das ISO nicht eigens auf eine DVD brennen. VirtualBox teilt die Ressourcen des vorhandenen Rechners zwischen Wirts- und Gastsystem auf und emuliert für den Gast-PC BIOS, CPU, Grafikkarte, Chipsatz, Soundkarte und Netzwerkschnittstelle. Deshalb sollte Ihr PC eine leistungsfähige Hardware besitzen. Das vorausgesetzt läuft der virtuelle PC fast so schnell wie ein richtiger Rechner. VirtualBox kann aber nicht auf alle Hardwaremerkmale des Wirtssystems zugreife. So fehlt die Hardwarebeschleunigung für die Grafikkarte. VirtualBox steht für den privaten Gebrauch als kostenloser Download für Windows, Linux und MacOS X sowie Solaris bereit. Tipp: Mit den optional erhältlichen Guest Additions (Gasterweiterungen) erweitern Sie die Funktionalität von VirtualBox. Damit stehen Ihnen unter anderem eine bessere Bildschirmauflösung und Mehrmonitorbetrieb zur Verfügung.

Vmware Converter Eine kostenlose Anwendung mit der man real existierende Rechner in virtuelle Maschinen umwandeln kann. Dabei werden Betriebssystem und Hardware entkoppelt, die Einstellungen des konvertierten Systems bleiben komplett erhalten. Die erstellte virtuelle Maschine lässt sich anschließend in Vmware starten. Viele andere Virtualisierungsprodukte können zudem das Format der virtuellen VMware-Maschinen lesen.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: