Twitter-Interview mit Peter Hanke, Citrix: "Die Megahertz-Jagd verlagert sich ins Rechenzentrum" Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


14.04.2010 Rudolf Felser

Twitter-Interview mit Peter Hanke, Citrix: "Die Megahertz-Jagd verlagert sich ins Rechenzentrum"

Gemeinsam mit Peter Hanke, Sales Manager Austria von Citrix-Systems, haben wir uns an ein Experiment gewagt und ein Interview via Twitter geführt.

Die folgenden Zeilen wurden nachträglich in Form gebracht und "lesbarer" gemacht. Das Interview im Original-Wortlaut finden Sie noch eine Weile unter twialogue.net. Wichtig dabei: Das Häkchen rechts bei "Nur aufeinander bezogene Einträge" setzen und ganz unten auf "MEHR Tweets" klicken. Nur so bekommen Sie das "Twinterview" richtig angezeigt.

Computerwelt.at: Erste Frage an Herrn Hanke via @franzku: Wie äußert sich die Partnerschaft mit Microsoft in der Praxis? Peter Hanke: Wir haben ein gemeinsames Ausbildungsprogramm für unsere Partner (V-Alliance). Damit ist gewährleistet, dass Partner beim Endkunden mit beiden Technologien integriert umgehen können. Wichtig sind abgestimmte Produktroadmaps und die Integration von Citrix-Technologie in die gesamte Microsoft Management-Umgebung.

Wie offen ist Microsoft? Wie gut funktioniert die Zusammenarbeit? Die Zusammenarbeit ist sehr gut, vor allem im zwischenmenschlichen Bereich. Daraus resultiert ein gemeinsames Teamwork beim Kunden.

Beim Kunden sind also "gemischte" Teams im Einsatz? Richtig. Dadurch vermeidet man beim Kunden letztlich das "Ping-Pong" zwischen den Herstellern.

Themawechsel: Citrix hat recht früh eine iPad-App herausgebracht, wie wurde die von den Usern aufgenommen? In der ersten Woche als der Citrix Reciever in Apples App Store verfügbar war, war es die meistegeladene freie Business-App (Anm.: Herr Hanke spricht hier von der App für das iPhone, zur iPad-App waren noch keine Daten verfügbar). Durch unsere Desktopvirtualisierungs-Technologie können wir dem iPad Zugriff zu jeder Business-Software zur Verfügung stellen und damit wird jeder Unternehmensdesktop plötzlich auf dem iPad verfügbar.

Wie sieht es mit anderen Plattformen aus? Android und iPhone sind bereits unterstützt, in Summe unterstützen wir 285 Betriebssysteme. Blackberry kommt im Q2.

Ist das die Zukunft? Endgeräte mit vergleichsweise wenig eigener Power, die zum Zugriff auf entfernte Ressourcen genutzt werden? Davon bin ich zu hundert Prozent überzeugt – und wenn man sich die Cloud-Trends anschaut geht's genau in die Richtung.

Die Megahertz-Jagd ist also Ihrer Meinung nach vorbei? Ja. Sie verlagert sich ins Rechenzentrum, damit ist es viel kontrollierbarer und beim Roll-out schneller.

Apropos entfernte Ressourcen: Was hat Citrix aus der Lösung für die NASA gelernt? Der einfache u. effiziente Zugriff auf Rechenzentrums-Ressourcen ermöglicht beispielsweise einer Raumstation Zugriff auf Business-Applikationen in "weit" entfernten Rechenzentren.

Wie hat Citrix beim NASA-Projekt Probleme wie Latenzen oder Paketverluste in den Griff bekommen? Sogar uns ist es noch nicht gelungen das Licht zu beschleunigen, aber durch intelligente WAN-Beschleuniger verbessert man das Antwortzeitverhalten der Apps bei großen Latenzen.

In welche Richtung geht die Entwicklung beim Thema Virtualisierung? Was würde Citrix noch gerne anbieten können? Für uns ist Desktop-Virtualisierung ganz klar an vorderster Stelle, hier wird gerade der Nutzen für den User am schnellsten transparent und die Einsparungspotentiale für Unternehmen sind am höchsten. Unsere aktuellste Entwicklung, der Xen Client, ist eine virtuelle Plattform für jegliche Art von mobilen Endgeräten beziehungsweise Laptops.

Wäre der Endkundenmarkt interessant für Citrix? Lösungen, um auf die "Wohnzimmer-Infrastruktur" zugreifen zu können? Mit unseren Technologien sind wir in der Lage über unsere Partner/Serviceprovider und ASPs mittels Applikations-Self-Services (Dazzle) diese Märkte zu bedienen.

Letzte Frage: Was denken Sie über den Business-Nutzen von Social Media? Aus meiner Sicht wird Social Media zu einem integrierten Informationskanal, es ist aber noch nicht dort angekommen wo es ankommen wird. Es ist nicht eine Frage "ob", sondern "wann".

Vielen Dank für das Interview! Vielen Dank retour. Ich denke diese Art des Interviews hat Zukunft.

Das "Twinterview" führte Rudolf N. Felser.

Was halten Sie von dieser Art des Interviews? Waren Sie live dabei und hätten etwas anders gemacht? Wären Sie gerne das nächste Mal dabei? Fragen, Anregungen und Beschwerden schicken Sie uns einfach via Twitter (@computerwelt_at), auf unsere Facebook-Fanpage oder wie gehabt via E-Mail an rudolf.felser@itverlag.at.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: