Josef Langer, Transtec: "Mit Zero Clients Desktop-TCO um bis zu 70 Prozent senken" Detail - Computerwelt

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19.05.2010 Rudolf Felser

Josef Langer, Transtec: "Mit Zero Clients Desktop-TCO um bis zu 70 Prozent senken"

Josef Langer, Country Manager Österreich des Anbieters Transtec, im Computerwelt.at-Interview über die Vorteile und Zielgruppen von Zero Clients.

Desktop-Virtualisierung spielt sich nicht allein auf den Servern ab. Schließlich muss der virtualisierte Desktop auch irgendwo angezeigt werden und nutzbar sein. Hier kommen die Clients ins Spiel. Neben den sogenannten "Fat Clients", die auch ohne Server einiges an Funktionalität bereitstellen (etwa, weil es ein normaler Desktop-PC mit herkömmlichem Betriebssystem ist, auf dem einfach eine Client-Software läuft), haben sich mittlerweile vor allem die "Thin Clients" durchgesetzt, die ohne einen Server kaum zu gebrauchen sind, dafür aber auch weniger Wartungs- und Administrations-Aufwand benötigen. Der dritte im Bunde ist das relativ neue Konzept des "Zero Clients", der im Prinzip einfach nur die Eingaben des Nutzers an der Server weiterleitet und von ihm mit dem Monitorbild versorgt wird. Computerwelt.at hat zu diesem Thema mit Josef Langer, dem Country Manager Österreich des Anbieters Transtec, ein E-Mail-Interview geführt. Transtec hat mit dem Pano-System eine Zero Client-Architektur im Portfolio.

Computerwelt.at: Nach den Fat Clients und Thin Clients kommen jetzt die Zero Clients, um die Welt der Desktop-Virtualisierung "aufzumischen". Was sind die Vorteile eines Zero Clients? Josef Langer:Bisherige Lösungen bedienten sich sogenannter Thin Clients, die sich, verglichen mit einem Standard-PC, durch ihre Reduktion von Hard- und Software auf ein absolutes Minimum auszeichnen. Ein gewisses Maß an vor Ort notwendiger Restadministration am Client selbst konnte jedoch nicht ausgeschlossen werden. Beim Pano Zero-Client ist dies vollkommen anders: Das System verfügt über keinen Prozessor, keinen Arbeitsspeicher, kein embedded Betriebssystem, keine Firmware, keine Treiber oder andere Software, keinen lokalen Speicher und absolut keine beweglichen Teile. Was der Kunde bekommt sind hundert Prozent Hardware zur sicheren Anbindung über LAN an seinen Virtualisierungsserver. Eingabegeräte wie Tastatur und Maus, ein Display sowie weitere USB-Geräte schließt man direkt am Pano an. Sämtliche Software wie Anwendungen, Treiber sowie der Windows-Client eines Pano werden vom Desktop auf den Server verlagert, im zentral organisierten Datacenter vorgehalten und auch dort gemanagt. Dadurch können die Desktop-TCO um bis zu 70 Prozent gesenkt werden. Der Pano Manager dient als zentrale Managementkomponente – er überwacht alle Pano-Systeme kontinuierlich und stellt die Verbindung mit den zugewiesenen virtuellen Desktops her. Damit ist sichergestellt, dass Benutzer jederzeit auf ihren virtuellen Desktop zugreifen können. Wird ein Pano-System vom Pano-Manager erkannt, so wird dieses automatisch mit seiner virtuellen Maschine verbunden. Die enge Verzahnung mit Verzeichnisdiensten wie beispielsweise Microsoft Active Directory macht eigene Benutzerdatenbanken für Pano-Systeme überflüssig. Ein enormer Vorteil für IT-Administratoren, denn Benutzerdaten müssen nur an einer Stelle gepflegt werde.

Gibt es auch Nachteile bei Zero Clients beziehungsweise Einsatzszenarien, in denen ein Thin oder gar Fat Client die bessere Wahl ist? Ein Zero Client macht keinen Sinn in Umgebungen, wo lokale Rechenleistung erforderlich ist – etwa Bildbearbeitung, Design, Animation, Programmierung oder Softwareentwicklung. Des weiteren kann der Pano Zero Client nicht in Callcentern eingesetzt werden, da keine Headsets angeschlossen werden können. Außerdem können nur Windows-Desktops dargestellt werden, keine Linux-Desktops.

Sind Zero Clients nur für bestimmte Unternehmensgrößen interessant? Wer gehört zur Kern-Zielgruppe? Die Kern-Zielgruppen sind der medizinische Bereich, da es keinen Lüfter und auch keine Hygieneprobleme gibt, wegen der damit verbundenen Geräuschlosigkeit auch Radiosender. Auch in Forschung und Lehre, also in Hörsälen, Klassenzimmern oder Konferenzräumen, sind die Geräuschlosigkeit sowie die geringe Diebstahlgefahr von Vorteil – ebenso in Ausstellungsräumen, wo zusätzlich das ansprechende Design der Clients zum Tragen kommt. Allgemein sind Zero Clients vor allem für Unternehmen mit mehreren Arbeitsplätzen interessant.

Was braucht der Kunde im Detail, um mit der Zero Client-Lösung von Pano vernünftige Desktop-Virtualisierung betreiben zu können? Welche Kosten kommen auf ihn zu? Alles was der Kunde neben einem oder mehreren Panos zum Aufbau einer virtualisierten Desktop-Infrastruktur benötigt, ist ein Virtualisierungsserver mit entsprechender Hypervisor-Installation sowie Lizenzen für die virtualisierten Desktop-Betriebssysteme. Als Hypervisor kommen VMware ESX/ESXi und Microsoft Hyper-V in Frage. Aktuell werden Windows XP und Windows 7 Desktops unterstützt. Als Monitore können 19- bis 22-Zoll-Bildschirme verwendet werden. Das Konzept ist einfach und transparent. Es fallen definitiv keine Zusatzkosten an.

Vielen Dank!

Das Interview führte Rudolf N. Felser

 

VORTEILE/HIGHLIGHTS DER PANO-LÖSUNG:

  • Lüfterlos und dadurch vollkommen geräuschlos
  • Nicht bootfähig
  • Sehr kleiner Formfaktor
  • Exklusives Design
  • Sehr einfache und zentralisierte Administrierbarkeit
  • Keine Hardware-Upgrades erforderlich, da keine CPU, kein RAM, keine Festplatte
  • Keine Sicherheitsrisiken im Falle eines Diebstahls
  • Am Ende der Produktlebenszeit einfach entsorgbar
  • 2-3 fache Lebensdauer im Vergleich mit einem PC
  • Absolut sicher, da nicht hack- oder manipulierbar
  • Keine Wartung notwendig
  • Sehr geringe Stromaufnahme (7 Watt)
  • Geringe Diebstahlgefahr (hat keinen "Wert" für Anwender und enthält auch keine Daten)
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