Großes Interesse an Desktop-Virtualisierung bei großen und kleinen Unternehmen Detail - Computerwelt

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08.07.2010 Thomas Mach

Großes Interesse an Desktop-Virtualisierung bei großen und kleinen Unternehmen

Im Rahmen einer gemeinsamen Initiative wollen HP und Vmware Desktop-Virtualisierung aus einer Hand liefern, wie Vmware-Country Manager Alexander Spörker und Dieter Kittenberger, Manager Enterprise Server, Storage & Network Group bei HP Österreich, im Gespräch mit der COMPUTERWELT erklären.

Desktop-Virtualisierung ist derzeit in aller Munde. Wenig Wunder, winken doch Kosteneinsparungen im Bereich des Managements der IT-Landschaft. Doch bei den Anwendern will der Bedarf erst geweckt werden. Genau dieses Ziel haben sich HP und Vmware gesteckt. Im Rahmen einer gemeinsamen Initiative wollen sie Desktop-Virtualisierung aus einer Hand liefern, wie Alexander Spörker, Country Manager bei Vmware Österreich und Dieter Kittenberger, Manager Enterprise Server, Storage & Network Group bei HP Österreich, im Gespräch mit der COMPUTERWELT erklären.

Computerwelt: Warum haben Vmware und HP eine Initiative im Bereich der Desktop Virtualisierung ins Leben gerufen? Alexander Spörker: Grundsätzlich ist – aus Sicht der Vmware – die Initiative sehr interessant, da das Thema Desktop Virtualisierung heiß ist. Und mit HP als einem unserer größten Partner weltweit liegt es auf der Hand, das wir da gemeinsam an die Kunden heran gehen. Dadurch haben Partner und Kunden die Gewissheit, für Desktop – und auch andere Virtualisierungsprojekte – wirklich alles aus einer Hand, das gesamte Know-how aus einer Hand zu bekommen.

Ist es Kunden heute wichtig, alles nötige für ihr Projekt aus einer Hand zu bekommen?

Dieter Kittenberger: Aus unserer Sicht definitiv. Wobei aus einer Hand nicht immer heißen muss: Nur das HP-Logo oben. Das ist für uns natürlich der Idealfall, aber ‘aus einer Hand’ bezieht auch Partner ein. Der Partner bündelt dann das für den Kunden bestmögliche Angebot. Es geht dabei vor allem um Lösungskompetenz. Das klingt zwar abgedroschen, aber bei diesen Lösungen geht es ja nicht darum, ein paar Server, ein paar Thin Clients zu liefern. Im Bereich der Virtualisierung geht es um Konzepte, die dahinter liegen. Da müssen erst einmal die Cases durchgerechnet werden, ob die entsprechende Lösung überhaupt sinnvoll ist. Dafür ist aber ein Vertrauensverhältnis nötig. Und da ist diese eine Hand, dieser eine Ansprechpartner – auch dieser eine Hals zum Würgen bei Problemen – extrem wichtig für die Kunden.

Richtet sich die Initiative bei österreichischen Kunden eher an den KMU-Bereich oder doch an Großunternehmen? Kittenberger: Aus unserer Sicht hängt das sehr stark von den Anwendungsfällen ab. Wenn Sie eine Bank mit 20.000 Arbeitsplätzen haben, werden die Einsparungspotenziale natürlich größer sein, aber es kann auch sehr interessant für Unternehmen sein, die sich im Bereich des Testing engagieren. Etwa für ein kleines Unternehmen, dass Softwareentwicklung betreibt. Spörker: Ich glaube es ist sowohl bei kleinen als auch bei großen Unternehmen Interesse an der Desktop-Virtualisierung vorhanden. Es sind die Voraussetzungen, warum ein Unternehmen Virtualisierung betreiben will, entscheidend. Es kann nicht nur der Kostenfaktor entscheidend sein. Sondern es geht darum, was habe ich als Unternehmen für Anforderungen an meine Business-Struktur. Da hat sich, anhand diverser, auch österreichischer, Kundenbeispiele herausgestellt, dass die Masse an Desktops überhaupt nicht entscheidend ist. Es geht vielmehr um Vorteile aus dem Verwaltungsbereich, etwa Updates, Service Packs oder Patches einfach aufspielen zu können. Innerhalb von Sekunden.

Sind sich die Kunden über die Vorteile der Desktop-Virtualisierung im Klaren? Oder muss ein Anbieter hier auch Überzeugungsarbeit leisten? Spörker: Aus meiner Sicht muss hier Überzeugungsarbeit geleistet werden, es muss Bedarf geweckt werden. Ich vergleiche das ganz gerne mit Mobiltelefonen. Bevor es die gab, hat sich auch niemand denken können, dass sie gebraucht werden. Mit der Anwendung steigt der Bedarf. Unsere Kunden kommen mit der Zeit auch auf Dinge drauf, über die sich anfangs niemand Gedanken gemacht hat. Wie ist das Thema Desktop-Virtualisierung bei Vmware entstanden – über einen Kundenwunsch. Das hat den Stein damals ins Rollen gebracht. Kittenberger: Beim Thema Desktop-Virtualisierung ist es definitiv noch Aufklärungsarbeit, aber die Virtualisierungs-Story ist eine längere, die mit der Server-Virtualisierung beginnt und über die Storage-Virtualisierung geht. Da ist der Desktop-Bereich nur die logische Erweiterung.

Das Gespräch führte Thomas Mach.

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