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02.09.2010 Rudolf Felser

XenDesktop: Desktop-Virtualisierung wird mobiler

Citrix Systems hat eine neue Version seiner Virtualisierungs-Software XenDesktop vorgestellt. Besonderes Gewicht wurde dabei auf die Integration von Firmen- und Privat-Laptops in die virtualisierte Unternehmens-IT gelegt.

Mit Hilfe der beiden integrierten Komponenten Citrix XenClient und Citrix XenVault sollen Millionen Laptop-Nutzer firmeneigener Laptops von den Vorteilen der Desktop-Virtualisierung profitieren. Das betrifft sowohl unternehmenseigene Laptops, die von der IT verwaltet werden, als auch Geräte, die sich im Eigentum der Nutzer befinden.

MOBILITÄT VS. VIRTUALISIERUNG Während bei Desktops, die immer am selben Platz stehen und permanent mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden sind, Desktop-Virtualisierung mittlerweile keine große Schwierigkeit mehr darstellt, sieht es bei mobilen Computern noch ein wenig anders aus. Denn problemloser Zugriff auf den virtualisierten Desktop besteht im Regelfall nur, wenn auch eine Verbindung zu den Unternehmens-Servern besteht. Mit der neuen XenDesktop-Version sollen Citrix zufolge Unternehmen jeder Größenordnung nun eine einzige Desktop-Virtualisierungslösung implementieren können, die sowohl Desktop- als auch Laptop-Nutzer "in fast jedem Szenario nahtlos unterstützt". Da in vielen Unternehmen rund die Hälfte der Belegschaft einen Laptop nutzt, ist das kein uninteressanter Aspekt.

Ein virtueller Desktop, der direkt auf dem Laptop läuft, liefert der IT-Abteilung Vorteile für das zentrale Management und die Sicherheit in Sachen Server-gehostete Virtual Desktops (VDI) und macht sie unabhängig von einem Netzwerk mit herkömmlichen, lokal installierten Desktops. Da die Desktops mit Hilfe von Citrix' neuer Softwareversion dauerhaft in lokalen – also auf dem Laptop – Virtual Machines laufen, müssen Anwender ihren virtuellen Desktop nicht mehr auschecken und ihn jedes Mal, wenn sie das Büro verlassen, vom zentralen Server herunterladen. Alle diese Funktionalitäten werden durch die neue XenClient-Technologie möglich, einen clientseitigen Hypervisor, der in Zusammenarbeit mit Intel entwickelt und für die Intel Core vPro-Technologie optimiert wurde. Dabei bietet er die typischen Vorteile in Sachen Sicherheit und IT-Management einer virtuellen Desktop-Infrastruktur. Zudem können Anwender online und offline arbeiten, ohne sich über umständliche Prozeduren ein- und ausloggen zu müssen – so wie sie es von herkömmlichen PCs gewöhnt sind.

Wird XenClient vom Netzwerk getrennt, arbeitet er genau wie ein traditioneller, physischer Desktop. Sobald sich der Anwender wieder verbindet, werden alle Änderungen mit dem Datacenter synchronisiert. Auf diese Weise ist ein komplett zentralisiertes Backup von allen Firmen-Laptops sichergestellt. Wird ein Laptop verloren oder gestohlen, können die Anwender ihre komplette Desktop-Umgebung auf der neuen Hardware jederzeit wieder auf den identischen Stand bringen. Daten auf dem Originalgerät lassen sich problemlos aus der Ferne löschen.

TREND ZUM PRIVATEN LAPTOP In vielen Unternehmen gibt es zudem einen wachsenden Trend in Richtung Benutzer-eigene Laptops, die nicht von der IT kontrolliert werden. Dieser Trend schließt sowohl freie Mitarbeiter ein als auch fest angestellte, die ihr eigenes Gerät mitbringen. Meist möchten diese Arbeitnehmer nicht, dass die IT-Abteilung Software auf ihren persönlichen Laptops installiert. Die IT wiederum will nicht die Kosten und den Aufwand für die Verwaltung der persönlichen Geräte übernehmen. Das primäre Ziel der IT sollte es aber sein, die Produktivität der Arbeitnehmer zu gewährleisten und deren Unternehmensdaten auf ihrem persönlichen Laptop jederzeit zu schützen. Für nutzereigene Geräte ist es daher die einfachste Lösung, Unternehmensanwendungen als On-Demand Service bereit zu stellen und damit zu gewährleisten, dass auf dem Endgerät abgelegte Daten, die von diesen Anwendungen stammen, automatisch verschlüsselt sind. Über eine solche Funktionalität verfügt die XenVault-Technologie. Sie speichert Nutzerdaten von Unternehmensanwendungen automatisch und transparent in einem verschlüsselten Ordner.

Da XenVault sowohl virtuelle als auch physische Desktops unterstützt, ist es eine ideale Lösung für freie oder Firmen-Mitarbeiter, die ihren eigenen Laptop als Endgerät einsetzen. Wenn ein Vertrag ausläuft, ein Mitarbeiter kündigt oder der Laptop verloren geht oder gestohlen wird, bleiben die Unternehmensdaten trotzdem geschützt. XenVault verschlüsselt automatisch Daten von jeder beliebigen Unternehmens-Applikation, die von Citrix XenApp stammen (beziehungsweise dem XenApp-Feature in XenDesktop) oder Microsoft App-V.

STRATEGISCHE INITIATIVE "Um die Desktop-Virtualisierung für das gesamte Unternehmen nutzbar zu machen, spielen mobile Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Das wurde bisher noch nicht immer so klar adressiert", erklärt Al Gillen, Program Vice President, System Software bei IDC. "Technologien wie Citrix XenClient, die der IT-Abteilung Kontrolle, Sicherheit und eine zentralisierte Verwaltung zur Verfügung stellen und den Nutzern gleichzeitig Personalisierung und Flexibilität bieten, sollten in Zukunft helfen, die Desktop-Virtualisierung als eine strategische Initiative in großen und kleinen Unternehmen voranzutreiben."

XenClient und XenVault werden mit dem XenDesktop 4 Feature Pack 2 Release ausgeliefert, das Citrix zufolge Ende September verfügbar sein wird. XenClient ist kostenfrei für alle Kunden mit XenDesktop Enterprise und Platinum Edition verfügbar, die eine aktive Subscription Advantage-Vereinbarung haben. XenVault funktioniert über ein Plug-In für den Citrix Receiver Software Client, der kostenfrei für alle XenDesktop- und XenApp-Kunden erhältlich ist. (pi/rnf)

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