Veraltete IT verbrennt unnötig Geld: Konsolidierung gerade in der Krise sinnvoll Detail - Computerwelt

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08.04.2009 Oliver Weiss

Veraltete IT verbrennt unnötig Geld: Konsolidierung gerade in der Krise sinnvoll

GHM-Engineering hatte wegen veralteter Systeme mit hohem Wartungsaufwand zu kämpfen. Die neue, schlanke IT hat sich nach sechs Monaten amortisiert.

Gerade in kleineren Unternehmen herrscht häufig die Meinung vor, dass sich komplizierte Server-Virtualisierung und Hochverfügbarkeitslösungen nicht rentieren. Diese Ansicht ist verständlich – aber leider falsch. Denn so kompliziert sind diese Lösungen gar nicht – und die Vorteile können enorm sein. GHM-Engineering in Steyr, Entwicklungspartner von bekannten Getriebe- und Motorproduzenten mit insgesamt 17 Mitarbeitern, kann das durch Erfahrungen aus der Praxis bestätigen, hat sich doch für das Unternehmen die Einführung einer komplett neuen IT-Infrastruktur durch Techsoft bereits nach weniger als sechs Monaten finanziell ausgezahlt.

Drei Server, die über ein Netzwerk integriert waren, bildeten ursprünglich das Rückgrat der IT-Umgebung bei GHM-Engineering. Auf einem Server lagen sämtliche CAD- und Office-Daten, der Mail-Server verband die Mitarbeiter mit Kunden und Geschäftspartnern, und auf dem Katalog-Server wurden wichtige Produktdaten verwaltet.

Alte Server sind teuer Die Server waren veraltet – und das mit entsprechenden Konsequenzen: Allein der Wartungsaufwand in der IT betrug im Durchschnitt mehr als 15 Stunden pro Woche. Die Bandsicherung war mühsam und unzureichend automatisiert, die USV zu schwach ausgelegt. Die Performance war – freundlich ausgedrückt – alles andere als überzeugend, zudem kam es immer wieder zu Ausfällen der Umgebung: »Zwei bis drei Ausfälle im Jahr, bei denen es bis zu einem Tag dauern konnte, bis alle Systeme wieder liefen, das kam richtig teuer«, sagt Philipp Braunstein, bei GHM-Engineering verantwortlich für die IT-Umgebung. »Konservativ geschätzt lagen die mit den Ausfallzeiten verbundenen Kosten bei mindestens 13.600 Euro pro Jahr.«

Es bestand also dringender Handlungsbedarf. Im Sommer 2007 besuchte Braunstein eine Informationsveranstaltung von Techsoft, bei der ein Schwerpunkt auf der Server-Virtualisierung lag – ein Ansatz, der genau die Probleme lösen konnte, mit denen man ständig konfrontiert war. Die Veranstaltung gab den ersten Anstoß dafür, dass Braunstein mit Unterstützung der Virtualisierungsexperten von Techsoft 2008 ein Infrastruktur-Konzept entwickelte, bei dem nicht nur die finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens, sondern auch dessen strategische Weiterentwicklung berücksichtigt wurden.

»Wir planen, den Bereich der Serienmontage in der GHM-Production, einem Partnerunternehmen von uns, deutlich auszubauen. Dann spielt die Stabilität der gemeinsamen IT-Landschaft, also die Hochverfügbarkeit der Daten, eine noch größere Rolle als bisher. Unser Konzept wurde daher so ausgelegt, dass wir die bestehende Umgebung ohne erheblichen Mehraufwand jederzeit zu einer hochverfügbaren Infrastruktur ausbauen können.«

Die neue Umgebung, die seit Ende November 2008 in Betrieb ist, besteht in den wesentlichen Komponenten aus zwei HP ProLiant Servern, einem HP Ultrium Bandlaufwerk, einem HP ProCurve Switch und der kostenlosen Virtualisierungs-Software VMware ESXi. Die vorhandenen drei Server wurden mithilfe von VMware ESXi virtualisiert und auf einen ProLiant Server übernommen. Der zweite ProLiant Server dient momentan noch als Standby-System, das bei Ausfällen manuell hochgefahren wird. Dank virtueller Server handelt es sich dabei um eine Aufgabe, die mit wenigen Mausklicks zu erledigen ist.

»Die virtuellen Server lassen sich auf jedem Rechner schnell starten«, sagt Braunstein. Die dank VMware ESXi mögliche plattformunabhängige schnelle Inbetriebnahme unserer Produktionssysteme bei einem Hardware-Ausfall hat uns einen großen Schritt nach vorne gebracht. Dennoch ist der Ausbau in eine hochverfügbare Umgebung bereits für 2009 geplant.«

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