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03.06.2009 Thomas Mach

Konfliktbeseitigung mittels Anwendungsvirtualisierung

Administratoren haben kein leichtes Leben – zahlreiche Probleme zwischen Anwendungen fordern gute Lösungsstrategien.

Die Virtualisierung von Servern und Speichersystemen ist längst gängige Praxis, die Virtualisierung von Anwendungen hat sich hingegen noch nicht durchgesetzt. Dabei lassen sich mit der Entkoppelung der Anwendungen vom Betriebssystem eine ganze Reihe leidiger Probleme lösen. Hauptziel der Applikationsvirtualisierung ist es, Konflikte von Anwendungen mit anderen Programmen oder dem Betriebssystem zu vermeiden. Damit vereinfacht sich das Systemmanagement und Stabilität und Sicherheit der IT-Infrastruktur werden erhöht.

Bei der Applikationsvirtualisierung werde – anders als beispielsweise bei der Servervirtualisierung – nicht Hardware virtualisiert, »sondern es wird eine Abstraktionsschicht« (Filter Driver) zwischen Anwendungen und Betriebssystem gelegt, erklärt Boris Samsel, Systems Engineer Manager EMEA Central bei Symantec. Dank dieser Filtertechnologie würden sich virtualisierte Anwendungen nahtlos in das System einfügen. Die Filtermethode eigne sich besonders dann, wenn virtualisierte Anwendungen mit herkömmlichen Programmen interagieren sollen. »Zudem entfällt die Installation von Anwendungssoftware auf dem Endgerät.«

Die Abstraktionsschicht bilde eine vom Betriebssystem unabhängige Umgebung, die den Zugriff auf externe Objekte regele und Systemressourcen wie die Registrierdatenbank oder das Dateisystem zur Verfügung stelle. »Anwendungen verwenden so die richtigen Dateien und Registrierungseinstellungen, ohne das Betriebssystem zu ändern oder in Konflikt mit anderen Anwendungen zu kommen. Diese Vorgehensweise bietet viele Vorteile einschließlich höherer Zuverlässigkeit und Flexibilität.«

FEHLER EFFIZIENT VERHINDERN Ein möglicher Fehler bei Softwareinstallationen sei beispielsweise, dass Administratoren beim Installieren neuer Software oder Anwendungsaktualisierungen versehentlich neuere DLL-Dateien durch ältere überschreiben, wodurch Probleme zwischen Anwendungen auftreten können, die gemeinsam auf diese DLL-Dateien zugreifen. »Die Ergebnisse reichen von Anwendungsfehlern bis zum erneuten Öffnen von Sicherheitslücken, die bereits behoben waren. Mit der Software-Virtualisierung treten diese Probleme nicht mehr auf.«

Kurz zusammengefasst funktioniert Software-Virtualisierung so: Eine Anwendung wird mit einem Erfassungsprozess virtualisiert, durch den ein Virtual Software Package (VSP) erzeugt wird. Ein VSP wird durch einfaches Kopieren auf das Zielsystem an den Client-Computer übertragen. An diesem Punkt ist das VSP nicht aktiv und für den Endanwender unsichtbar. Nach der Aktivierung des VSP wird die Anwendung mit ihren Dateien, Ordnern und Einstellungen sichtbar. Obwohl es sich um eine virtuelle Anwendung handelt, verhält sie sich gegenüber dem Anwender wie eine normale Anwendung.

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