Realer Kampf um virtualisierte Ressourcen Realer Kampf um virtualisierte Ressourcen - Computerwelt

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03.09.2012 :: Printausgabe 18/2012 :: Oliver Weiss +Premium Content

Realer Kampf um virtualisierte Ressourcen

Lange Zeit konnte niemand Vmware im Bereich Virtualisierung so recht das Wasser reichen. Diese Zeiten sind nun vorbei.

© © Fotolia / Thomas Jansa





Was den Bereich Server-Virtualisierung betrifft, liegt der klare Marktführer Vmware zwar laut verschiedenen Expertenmeinungen technisch vorne – die Konkurrenten Microsoft, Citrix und Red Hat holen jedoch Schritt für Schritt auf. Der Vorsprung zu ihnen ist noch immer da, wird aber sukzessive kleiner. Vor allem Microsoft, das gerade eben den Windows Server 2012 samt neuen Virtualisierungsfunktionen vorgestellt hat, macht dem Platzhirsch zu schaffen. »Warum soll ich als Windows-Kunde, der mit Windows Server 2012 Werkzeuge für Virtualisierung mitgeliefert bekommt, extra für Vmware-Software zahlen?«, fragt Microsoft Business Group Leader Andreas Erlacher. Viele Kunden stellen sich die gleiche Frage.

BEWÄHRTE STRATEGIE

Es wäre nicht das erste Mal, dass Microsoft mit der Taktik, Funktionen, die andere Hersteller verkaufen, kostenlos in Standardprodukte dazuzupacken, Mitbewerber vom Markt verdrängt. Das wird zwar im Bereich Virtualisierung nicht so schnell passieren – zumindest jedoch lässt die Konkurrenz durch Microsoft Vmware nicht länger kalt. Das Motto der Vmworld 2012 »Right here right now« wurde extra gewählt, um Microsoft eins auszuwischen: »Wir kündigen konkrete Produkte an, die auch verfügbar sind«, kann sich Alexander Spörker, Chef von Vmware Österreich, einen kleinen Seitenhieb auf den Konkurrenten nicht verkneifen. Die Aussage bezieht sich auf immer wieder verschobene Ankündigungen oder Auslieferungsdaten von Windows Server 2012 oder das irgendwann kommende Release von Hyper-V. »Etwas anzukündigen, was dann erst nächstes Jahr auf den Markt kommt und die Management-Komponenten kommen noch später – das ist nicht unser Stil«, sagt Spörker.

Nun ist der Windows Server 2012 aber da, und Microsoft hat laut Erlacher seine Hausaufgaben gemacht: »Vmware ist in Österreich und weltweit eindeutig der Marktführer und war uns bisher bei gewissen technischen Features überlegen.« Das soll sich mit dem Release von Windows Server 2012 ändern: »Laut Benchmarks sind wir nun was Kapazitäten, Verfügbarkeiten, Unterstützung verschiedener Hardwareeigenschaften, etc. betrifft, in allen Bereichen gleich gut oder besser als die aktuelle Vmware-Version.«

VERGLEICHBARE NEUHEITEN

Zu den Virtualisierungs-Neuheiten im Rahmen des Windows Server 2012 gehören unter anderem die Steigerung der Mobilität von virtuellen Maschinen (VM): Die Live-Migration von VM im laufenden Betrieb wurde vereinfacht und es ist nun auch möglich, VM zwischen Hosts zu verschieben, die nur über Ethernet verbunden sind, aber zum Beispiel keinen gemeinsamen Storage verwenden. Auch was Netzwerk- und Storage-Virtualisierung betrifft, hat Microsoft laut Erlacher deutlich nachgebessert: »Es ist nun möglich, auf physikalischen Netzwerken mehrere virtuelle LAN zu betreiben, die vollständig voneinander getrennt sind, und auch die Unterstützung für Storageerweiterungen im Hintergrund während des laufenden Betriebes wurde optimiert.«

Aber eine Marktführerschaft kippt nicht allein wegen technischer Vor- oder Nachteile da und dort. Noch dazu, wenn die Neuerungen auf Vmware-Seite, das auf seiner Hausmesse Version 5.1 von vSphere präsentiert hat, ziemlich ähnlich klingen (mehr zu den beiden Produkten lesen Sie auf Seite 17). Bei der Frage nach der Marktführerschaft spielen auch Faktoren wie bestehende Verträge, Preise, Service-Qualität und nicht zuletzt Bundle-Angebote eine wichtige Rolle. Um Verwirrung auf Anwenderseite vorzubeugen, hat Vmware deshalb neue Pakete geschnürt und die Lizenzgebühren geändert. Microsoft dagegen setzt ganz auf die Zugkraft des Windows Server. (oli)

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