Desktop-Virtualisierung als Zukunftstrend? Desktop-Virtualisierung als Zukunftstrend? - Computerwelt

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03.09.2012 :: Printausgabe 18/2012 :: Brian Cornell* +Premium Content, Knowhow

Desktop-Virtualisierung als Zukunftstrend?

Desktop-Virtualisierung muss nicht immer zwangsläufig zu einer Senkung des Administrationsaufwandes und der Kosten führen. Zudem macht die zunehmende Nutzung von Browser-Applikationen aus der Cloud Desktopvirtualisierung vielfach obsolet.

© © Fotolia / Thomas Hammer





Im Bereich Virtualisierung geht es heutzutage zwar nach wie vor primär um Server- und Storage-Systeme und weit weniger um die Aspekte Desktop- oder Applikationsvirtualisierung. Generell ist aber auch eine sukzessiv steigende Nachfrage nach Desktop-Virtualisierungslösungen zu registrieren. Hauptgründe für die Einführung virtualisierter Desktops in Unternehmen sind eine angestrebte weitgehende Standardisierung aller eingesetzten Systeme und damit eine mittel- und langfristige Kostensenkung.

Wenn man die Frage stellt, ob sich die Desktop-Virtualisierung auf breiter Front durchsetzen wird, dann sollte man zunächst einen oft unterschätzten Punkt nicht außer Acht lassen: Dass eine Virtualisierung der bestehenden Desktops automatisch immer mit einer Senkung von Administrationsaufwand und Kosten verbunden sein muss, ist in der Praxis oftmals ein Trugschluss.

VERLAGERUNG DER KOMPLEXITÄT

Je homogener die Applikationslandschaft auf Client-Ebene ist, desto größer sind sicherlich die Vorteile im Bezug auf Management und Security. Berücksichtigen muss man als IT-Manager allerdings auch, dass sich bei der Einführung einer Desktop-Virtualisierungslösung die IT-Komplexität zunächst einmal lediglich auf die Server-Ebene verlagert und hier unter Umständen beispielsweise eine große Anzahl unterschiedlicher Images vorgehalten werden müssen. Unabhängig von den Images benötigt man aber auf jeden Fall eine hochverfügbare und -performante Server-Infrastruktur sowie zuverlässige und leistungsfähige Netzwerkspeicher im Hintergrund. Diesen eventuell erforderlichen Investitionsaufwand muss man bei Projekten zur Desktop-Virtualisierung immer berücksichtigen.

VERÄNDERTE NUTZUNG

Gehört aber der Desktop-Virtualisierung als konsequenter Fortführung von Server-und Storage-Virtualisierung wirklich die Zukunft? Hier sollte man das Thema etwas differenzierter betrachten: Ein zentraler Trend ist zweifellos die immer stärkere Verlagerung von Anwendungen in die Cloud und damit verbunden die zunehmende Nutzung von Browser-Applikationen. Die Provisionierung von Anwendungen und der Zugriff der Benutzer auf diese Anwendungen wird verstärkt über SaaS-Dienste (Software-as-a-Service) erfolgen. Die Frage nach einer Desktop-Virtualisierung stellt sich dann nicht mehr.

Ähnlich sieht die Situation im Bereich des Mobile Computing aus. Hier sind Virtualisierungslösungen eher selten zu finden, da sie technisch sehr aufwendig zu realisieren sind. Zudem werden diejenigen, die häufig von unterwegs arbeiten, weiterhin auf lokale Datenhaltung setzen – schon allein, um etwaigen Verbindungs- oder Bandbreitenproblemen aus dem Weg zu gehen. Darüber hinaus wird es aber auch im Bereich mobiler Clients in der Zukunft weniger um Virtualisierung gehen, als vielmehr um die Bereitstellung webbasierender Applikationen oder von Private- und Public-Cloud-Services.

* Brian Cornell arbeitet als Regional Director Central Europe bei Red Hat.

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