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15.08.2013 Jens Stark*

Oracle bringt Virtualisierungs-Appliance

Die am Dienstag vorgestellte Oracle Virtual Compute Appliance besteht aus den hauseigenen x86-Servern, Storage-Hardware von Oracle und Technik zur Netzwerk-Virtualisierung, die Oracle mit der letztjährigen Übernahme von Xsigo Systems eingekauft hat.

Oracle Virtual Compute Appliance

Oracle Virtual Compute Appliance

© Oracle

Appliances dieser Art versprechen hauptsächlich eine einfache Einrichtung und Konfiguration des Systems, da der Anbieter die unterschiedlichen Komponenten bereits verkabelt und getestet hat.

Oracle ist bei Weitem nicht der erste Hersteller, der ein solches Komplettangebot aufzuweisen hat. So bieten beispielsweise NetApp und EMC ähnliche fix-fertige Virtualisierung-Lösungen an. Laut Oracle hat der Datenbankspezialist den Vorteil, dass er im Besitz des benutzten Virtualisierungs-Stack ist, einschliesslich Betriebssystem, Hypervisor und zugehörige Applikationen.

Die Virtual Compute Appliance unterscheidet sich darüber hinaus von den Highend-Geräten des Typs "Exa", welche Oracle bereits im Angebot hat. Während diese Systeme wie etwa die Exadata Database Machine laut Adam Hawley, Oracle-Produktmanager im Bereich Virtualisierung, besonders leistungsfähig sind, ist die Virtualisierungs-Appliance besonders einfach zu installieren.

Darüber hinaus lassen sich Applikationen von Drittanwendern verwenden, ein Feature, das die Exa-Maschinen nicht unbedingt bieten. Das schliesst auch andere Betriebssysteme ein. Kunden könnten "ziemlich alle vernünftigen x86er-kompatible Betriebssysteme laufen lassen", betont Hawley. Als Beispiele nennt er Oracle Linux, Oracle Solaris, Red Hat Linux und Windows.

Daneben bietet Oracle gut 120 Virtualisierungs-Templates für seine Applikationen an, um diese einfacher auf der Appliance auszuführen. So werden Eckwerte wie benötigte CPU- und Speicher-Ressourcen für die geplanten Routinen ausgerechnet und die Appliance entsprechend konfiguriert.

Die Virtual Compute Appliance wird ab 265.000 Dollar gehandelt.

* Jens Stark ist Redakteur der Schweizer Computerworld.

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