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29.02.2012 Alex Wolschann/apa

Kapsch TrafficCom legte in neun Monaten kräftig zu

Im dritten Quartal rutschte das Unternehmen allerdings operativ in die roten Zahlen, Verzögerungen bei laufenden Großprojekten in Polen und Südafrika belasteten.

Der börsenotierte Wiener Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2011/12 Umsatz und Ertrag gesteigert. Im dritten Quartal rutschte das Unternehmen allerdings operativ in die roten Zahlen, Verzögerungen bei laufenden Großprojekten in Polen und Südafrika belasteten.

In den ersten neun Monaten 2011/12 legte der Umsatz von Kapsch TrafficCom um 57,9 Prozent auf 408,2 Mio. Euro zu - das war bereits mehr als im gesamten Vorjahr, teilte das Unternehmen am Mittwoch ad hoc mit. Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 61,1 % auf 37,4 Mio. Euro, die Ebit-Marge lag bei 9,2 Prozent. Das Periodenergebnis belief sich auf 24,7 Mio. Euro (+ 47 Prozent), das Ergebnis je Aktie kam bei 1,40 nach 1,09 Euro je Aktie zu liegen.

"Nicht zufrieden" ist der Kapsch-Vorstand nach Eigenangaben mit dem dritten Quartal, "das insbesondere durch Verzögerungen in den laufenden Großprojekten in Polen und in Südafrika geprägt war", wie es heißt. Zwar stieg der Umsatz in der Periode um 15,6 Prozent auf 129,4 Mio. Euro, operativ musste Kapsch TrafficCom jedoch Verluste hinnehmen: Das Ebit drehte von +5,0 Mio. in der Vorjahresperiode auf -2,7 Mio. Euro - neben den Verzögerungen führte das Unternehmen auch nicht realisierte Fremdwährungsverluste als Ursache ins Treffen. Das Periodenergebnis blieb allerdings mit 2,3 Mio. nach 2,2 Mio. Euro stabil, geht aus dem Finanzbericht hervor.

"In Polen wurde das landesweite elektronische Mautsystem trotz der extrem kurzen Implementierungszeit mit nur zwei Tagen Verspätung am 3. Juli 2011 in Betrieb genommen und schrittweise bis Ende Dezember fertiggestellt. Seither trägt Kapsch TrafficCom die laufenden Kosten für den Betrieb des Systems, verzeichnet aber bis zur Systemabnahme durch den Kunden noch eine verminderte Betriebsleistung", erklärte der Vorstand. Auch die Zahlung der noch offenen Forderungen verzögere sich dementsprechend, da die Systemabnahme Voraussetzung für diese Zahlungen sei. Der Abnahmeprozess werde voraussichtlich erst im vierten Quartal 2011/12 abgeschlossen werden - "deutlich später als noch zum Halbjahr erwartet".

Im vierten Quartal werden weiterhin Polen und Südafrika dominante Themen für Kapsch sein. Daneben führt das Unternehmen "seit geraumer Zeit" Gespräche bezüglich eines weiteren Großauftrags, über den "in Kürze" entschieden werden solle. Details wurden nicht genannt.

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