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24.02.2012 apa/Rudolf Felser

Fusionswillige Handyfirmen bei Wettbewerbshütern

Vertreter von A1 und Yess, aber auch von Orange haben sich am Donnerstag, bei Bundeswettbewerbsbehörde, der Telekom-Regulierungsbehörde und dem Bundeskartellanwalt getroffen.

Vertreter von A1 und Yess, aber auch von Orange haben sich am Donnerstag, bei Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), der Telekom-Regulierungsbehörde RTR und dem Bundeskartellanwalt getroffen und die geplanten Zusammenschlüsse sowie das Vorgehen bei den Genehmigungsverfahren erörtert, geht aus einer Aussendung der BWB hervor.

Es habe sich dabei um ein "gemeinsames Voranmeldegespräch" mit den drei österreichischen Behörden und der Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission gehandelt. Wie berichtet war Anfang Februar Hutchison/"Drei" die Übernahme von Orange sowie die damit verbundene Übernahme von Yesss durch A1 bekanntgegeben worden.

"Der Kauf muss sowohl bei der BWB in Österreich und der EU-Kartellrechtsbehörde in Brüssel angemeldet werden", erklärte dazu BWB-Generaldirektor Theo Tanner in der Aussendung. BWB, RTR und Kartellanwalt hätten zu den Hand-Deals "nationale Working Group" eingerichtet.

Die Orange-Übernahme muss freilich bei den Wettbewerbshütern in Brüssel beantragt werden, da der weltweite Umsatz der beteiligten Konzerne mehr als 5 Mrd. Euro beträgt. Hinter "3" steht der chinesische Konzern Hutchison, hinter Orange France Telecom. Der geplante Verkauf der Orange-Diskonttochter "Yesss!" an Marktführer A1 benötigt lediglich eine Anmeldung in Österreich. Bei dem Gespräch am Donnerstag sollen auch Vertreter von France Telecom anwesend gewesen sein.

Der österreichische Mobilfunkmarkt würde durch den Deal von vier auf drei Anbieter schrumpfen, er unterliegt einer vertiefenden Prüfung durch die EU-Kommission. Die BWB hatte schon nach der Ankündigung ihrerseits massive Bedenken wegen der geplanten Zusammenschlüsse geäußert. . "Ein Okay für dieses Paket ist, so wie es derzeit ausschaut, schwer vorstellbar", erklärte ein BWB-Sprecher damals. Es lägen noch zwar keine näheren Informationen vor, die Übernahme von Orange durch "3" und der Weiterverkauf von Yesss! an A1 bedeute aber offenkundig "eine Reduktion des Wettbewerbs".

In der Branche war damals zu hören gewesen, dass die österreichischen Wettbewerbshüter auch bei der Übernahme von Orange gern eingebunden gewesen wären Es sei aber davon auszugehen, dass sich die EU-Kommission bei der BWB informieren werde. "3" und Orange gehen davon aus, dass sie im Sommer des heurigen Jahres grünes Licht der Wettbewerbshüter bekommen. (apa)

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