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23.02.2012 :: Printausgabe 04/2012 :: Alex Wolschann

CSC-Österreich steuert nun auch Osteuropa

Vertrauensbekenntnis für CSC Österreich: Das heimische Team um CEO Norbert Haslacher wird ab 1.April neun Länder Osteuropas in einer neuen Organisationseinheit verantworten. Neben den 340 Mitarbeitern in Österreich kommen weitere 1.800 hinzu.

Aufgrund der neuen Verantwortlichkeiten für Osteuropa sucht CSC in Österreich kurzfristig weitere 35 Fachkräfte, da neben dem Headquarter der neuen Organisation auch der Sitz der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zukünftig in Wien sein wird. CEO Norbert Haslacher hat mit der COMPUTERWELT über seine neue Herausforderung und die Veränderungen für Kunden und Mitarbeiter gesprochen.

Österreich bekommt mehr Verantwortung innerhalb der CSC-Gruppe. Was wird sich genau ändern? Norbert Haslacher: Ab 1. April, mit Beginn unseres neuen Geschäftsjahres, haben wir zwei Organisationseinheiten in der weltweiten CSC-Gruppe vereint. CSC Österreich wächst mit der osteuropäischen Gruppe zusammen, die aus neun Ländern besteht. Dabei handelt es sich um Tschechien, Slowakei, Polen, Rumänien, Bulgarien, Litauen, Türkei, Bosnien, und Serbien. In Österreich sind wir in den letzten zwei Jahren um 100 Mitarbeiter gewachsen und halten bei 340 Mitarbeitern. Da kommen noch einmal 1.800 dazu. Unsere drei großen Säulen Shared Services, Managed Services in Outsourcing und GBS werden auch in Osteuropa sehr wichtig sein.

Der Hauptsitz der neuen Organisationseinheit wird in Wien sein? So ist es. De facto ist er schon in Wien. Formal ab 1.April mit Beginn unseres neuen Geschäftsjahres. Bis jetzt war Österreich ein eigener Standort mit vier Substandorten in Wien, Linz, Graz und Klagenfurt. Osteuropa war eine eigene Entity. Wir haben separat nach Zentraleuropa berichtet. Zukünftig werde ich für die AEE-Region (Austria and Eastern Europe) berichten.

Was waren die Gründe für den ­Zusammenschluss? Zum einen hat Österreich der Corporation in den vergangenen Jahren bewiesen, dass hier sehr profitabel gearbeitet wird. Wir haben unseren Umsatz in den letzten beiden Jahren jeweils um zehn Prozent steigern können und haben auch die größte Profitabilitäts-Kennzahl in Zentraleuropa. In der IT sagt man Best Practice. Nun soll das österreichische Modell auf Osteuropa transferiert werden.

Was macht Österreich besser? Wir haben in den letzten Jahren sehr viel im Bereich People Management gemacht und in diverse Ausbildungsprogramme investiert, weil wir am Markt leider Gottes weder die Quantität noch die Qualität haben, die unsere Kunden im Consulting von uns erwarten. Wir haben eigene Programme für Application Development, Architektur, Projekt Management, Business Consulting und jetzt auch für Vertrieb. Der Konzern hat nun auch den Vorteil, dass es »one face to the customer« geben wird, für diejenigen Kunden, die auch auf Osteuropa fokussiert sind. Es gibt also bei CSC nur einen Verantwortlichen für einen Kunden, egal wo er auf der Welt tätig ist. Es gibt also keine Grabenkämpfe mehr zwischen den Länderorganisationen. Dazu kommt natürlich noch die geografische Nähe und die großen Investitionen von österreichischen Unternehmen in Osteuropa.

Heimische Unternehmen mit Osteuropa-Verantwortung werden eher weniger als mehr! Jene Unternehmen, die ich als Mitbewerb bezeichnen würde, schlagen eher einen entgegen gesetzten Weg ein. Die werden eher fragmentierter. Wir bei CSC glauben nicht, dass das der richtige Weg ist, weil wir unsere Hebelwirkung verlieren würden. Wir sind eine globale Organisation die global in fünf Brachen (Finanzdienstleistung, Manufacturing, Public Sector, Healthcare und Telekommunikation/Transport, Anm. d. Red.) aufgestellt ist und haben, um in diesen vertikalen Märkten nicht zu sehr Scheuklappen zu haben, auch eine horizontale, virtuelle Organisation, die sich über Inhalte in Form von Practices bündelt. Diese Organisation agiert weltweit, da werden Landesgrenzen schnell uninteressant. Da wir uns auf die Top200-Unternehmen konzentrieren, sind auch diese Kunden nicht sehr länderkonzentriert. Daher macht die neue Organisationseinheit aufgrund unserer Kundenstruktur Sinn. Wer in Österreich für einen gewissen Markt verantwortlich ist, wird diesen in Zukunft auch in den osteuropäischen Ländern verantworten. Die Country Manager in Osteuropa werden eine administrative Aufgabe inne haben.

Was ändert sich für Österreich? Es macht mich stolz, dass wir in den letzten zwei Jahren deutlich stärker als der Markt gewachsen sind, der um etwa 4,3 Prozent steigt. CSC ist auch als Arbeitgeber in Österreich immer attraktiver geworden. Wir haben aber immer noch 35 offene Positionen. Dieser Bedarf resultiert aus der neuen Organisationsstruktur, weil der gesamte Forschungs- und Entwicklungsbereich ab 1.April in Wien ansässig sein wird. Daher wird auch unser Standort in Wien weiter ausgebaut. Wir haben auch ein modernes Open-Space-Konzept für unsere Mitarbeiter, die auch alle angestellt sind und keine Freelancer.

Was ändert sich für Ihre Kunden? Sie werden in Zukunft einen Ansprechpartner haben, der sie auf der ganzen Welt vertritt oder zumindest dort,wo sie vertreten sind, und auch die Verantwortung übernimmt. Auch die Tochtergesellschaften unserer Kunden beispielsweise auch in Niedriglohnländern erwarten sich eine Vorort-Betreuung in der gleichen Sprache mit der gleichen Kultur und natürlich einer anderen Preisstruktur. Es kommt auch immer auf die Kundenmentalität an. Es gibt Kunden, die lassen Föderalismus zu und es gibt Kunden, die sehr zentralistisch organisiert sind. Wir passen uns da an. In manchen Segmenten gibt es Osteuropäer, die für österreichische Kunden zuständig sind und umgekehrt. Wir differenzieren nicht nach Landesgrenzen, wer für welche Märkte zuständig ist. Reise­pässe haben für mich aber nie eine Rolle gespielt.

Was ändert sich für Sie persönlich? Eine vermehrte Reisetätigkeit ist mit der neuen Organisation auf jeden Fall verbunden. Ich war in den letzten Wochen sehr viel in Osteuropa, weil solche Änderungen auch immer Ängste bei den beteiligten Personen auslösen und habe daher mit sehr vielen Menschen gesprochen. Ich habe tolle CSC-Leute kennengelernt.

Das Gespräch führte Alex Wolschann.

ZUR PERSON: Norbert Haslacher verantwortet seit Juli 2009 als CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung das Geschäft von CSC in Österreich. 2012 hat er zuzsätzlich die Leitung von CSC in Osteuropa übernommen. Der nun 41-jährige Haslacher ist nach 15 Jahren in Management-Positionen in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und dem Mittleren Osten nach Österreich zurückgekehrt um die Geschicke von CSC zu lenken. Haslacher hat langjährige Erfahrung in den Bereichen Strategieberatung, Outsourcing, Restrukturierung und ist profunder Kenner des Bankensektors.

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