Ausblick auf 2012 von Manfred Köteles, Bacher Systems Detail - Computerwelt

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22.02.2012 Alex Wolschann/Rudolf Felser

Ausblick auf 2012 von Manfred Köteles, Bacher Systems

Die COMPUTERWELT hat über 50 Geschäftsführer heimischer IT-Anbieter um einen Ausblick auf 2012 gebeten. Manfred Köteles zufolge wird es heuer an Bedeutung gewinnen, jenes Potenzial zu erschließen, das sich rund um Virtualisierung bietet.

Rechnen Sie in Ihrem Unternehmen 2012 mit einem Umsatzwachstum? Wenn ja, etwa in welchem Umfang? Manfred Köteles: Nach 25 Prozent Wachstum im Kalenderjahr 2011 rechnen wir in diesem Jahr mit gutem einstelligen Umsatzwachstum.

Suchen Sie 2012 Fachkräfte und erwarten Sie eine schwierige Suche? Wo und wie wollen Sie Fachkräfte finden? Ja, wir suchen Fachkräfte und sehen, dass sich gute Mitarbeiter ihren Arbeitgeber aussuchen können. Wir gehen unseren Weg konsequent weiter, persönliche Empfehlungen mit der Suche über Online-Portale zu kombinieren. Denn unsere Attraktivität als Arbeitgeber wird noch immer am besten von jenen vermittelt, die uns aus eigener Erfahrung kennen.

Welche IT-Trends werden 2012 in Österreich an Bedeutung gewinnen, welche könnten an Bedeutung verlieren? Es wird an Bedeutung gewinnen, jenes Potenzial zu erschließen, das sich rund um Virtualisierung bietet. Dies deshalb, weil damit enorme Einsparungen, sowohl an Zeit als auch Investitionen möglich sind. Dabei wird es wird immer wichtiger, die Dynamik und Flexibilität virtueller IT-Infrastruktur in Balance mit ihrer Sicherheit und Verfügbarkeit zu halten. Nur eine Berücksichtigung aller Aspekte erlaubt es, die dynamischen Anforderungen der Geschäftsprozesse flexibel und sicher abzudecken. Das wird für alle denkbaren Abstufungen auf dem Weg zur Cloud immer größere Bedeutung bekommen. An Bedeutung verlieren wird, dass sich die IT-Abteilungen mit der Bereitstellung von Standarddiensten, wie Mail, Content Security etc. beschäftigen. Positiv sehen wir, dass der Ruf nach "Cloud als das Allheilmittel" einer differenzierten Betrachtung der Chancen und Risiken Platz machen wird, die Cloud-Technologien mit sich bringen.

In welchen Branchen sehen Sie in Österreich Nachholbedarf bei der IT-Infrastruktur? Überall dort wo es um personenbezogen Daten und ihre Vertraulichkeit geht, sehen wir Nachholbedarf. Einige Branchen sind hier schon sehr weit, weil sie historisch bedingt, mit Daten immer sehr vertraulich umgegangen sind; so zB. im Finanzbereich. Andere Branchen beginnen ihr Bewusstsein erst zu entwickeln, dass sie ebenfalls personenbezogen oder andere sensible Daten verarbeiten. Nachholbedarf sehen wir auch bei der Erneuerung gewachsener Strukturen. Denn diese Strukturen verschlingen oft viel Geld und Betreuungsaufwand. Mittel die dann fehlen, um dringend Neues anzugehen.

Wie reagieren Sie auf die steigenden Sicherheitsanforderungen Ihrer Kunden aufgrund von BYOD oder Social Media? Dieses vielschichtige Thema erfordert einen differenzierten Zugang. Social Media technisch zu unterbinden, ist ein möglicher Ansatz. Die Frage ist, welcher Chancen sich eine Organisation damit beraubt. Wir haben sehr gute Erfahrung damit gemacht, dass wir bei unserer Beratung das Gesamtsystem betrachten; dh. unter Einbeziehung des Endbenutzer-Bedarfs. Denn nur wenn IT-Infrastruktur die Benutzer bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützt, erfüllt sie ihre Aufgabe. Die technischen Möglichkeiten, Social Media kontrolliert zu nutzen, erlauben hier maßgeschneiderte Konzepte. Mit BYOD verhält es sich ähnlich. Verbieten ist – vorerst noch – ein denkbarer Weg. Zukunftsweisend ist allerdings auch hier ein ganzheitlicher Ansatz. Wir sehen es als eine unserer Aufgaben, immer wieder bewusst zu machen, dass jedes Geräte (Smartphone, iPad etc.) ein Sicherheitsrisiko darstellt, das Zugang zu internen Daten und dem Telefonnetz oder Internet hat. Konkret darauf angesprochen weiß das zwar jeder, das Problem beginnt aus unserer Sicht dort, wo Hersteller eine "alles ist ganz einfach" Philosophie leben, dabei aber die Risiken beim Einsatz ihrer Produkte viel zu wenig erwähnen. Das ist auch nachvollziehbar, weil meist erst das Zusammenwirken mehrerer Komponenten zum Risiko wird. Und deshalb unser Ansatz über ganzheitliche Beratung, mit Berücksichtigung der Wechselwirkungen innerhalb der IT- Infrastruktur, zu der auch alle eingebundenen Smartphones etc. zählen.

* Manfred Köteles ist Geschäftsführer der Bacher Systems EDV GmbH.

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